Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Beetzsee Damen-Duo wirbt für Kommunalwahl
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Damen-Duo wirbt für Kommunalwahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:06 22.10.2018
Annett Exner (r.) und Annemarie Pischner bilden den Ortsbeirat von Hohenferchesar. Zur Kommunalwahl 2019 wünscht sich das Duo Verstärkung. Quelle: Frank Bürstenbinder
Hohenferchesar

 Campingplatz, Begegnungsstätte, Feuerwehr, Spielplatz und andere öffentliche Flächen. Es gibt noch einiges in Hohenferchesar, was auch den Ortsbeirat angeht. „Wer bei wichtigen Entscheidungen mitreden will, sollte sich in der Kommunalpolitik engagieren“, war die Botschaft von Annemarie Pischner und Annett Exner bei einer Bürgerversammlung. Die beiden Damen bilden den Ortsbeirat in dem 330-Seelen-Dorf. Nach dem schmerzlichen Verlust von Heidi Scheibe muss sich das Duo die ehrenamtlichen Aufgaben teilen – von der Sprechstunde bis zur Präsenz in der Stadtpolitik von Havelsee.

Ortsteile sind anzuhören

Vor einer Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung von Havelsee sind die Ortsteile zu folgenden Themen anzuhören: Investitionsvorhaben, Flächennutzungs- und Bebauungspläne, öffentliche Einrichtungen, Um- und Ausbau von Straßen, Grenzänderungen und Haushaltsplanung.

Nach der Kommunalverfassung vertritt der Ortsvorsteher den Ortsteil gegenüber den Organen der Stadt Havelsee. Er hat in den öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung und ihrer Ausschüsse ein aktives Teilnahmerecht.

Der Ortsbeirat kann zu allen den Ortsteil betreffenden Angelegenheiten Vorschläge unterbreiten und Anträge stellen. Der Amtsdirektor legt die Anträge der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Entscheidung vor. Der Ortsbeirat ist über das Ergebnis zu unterrichten.

Am 26. Mai 2019 findet im Land Brandenburg die nächste Kommunalwahl statt. So früh wie in Hohenferchesar hat sich noch keine andere Volksvertretung öffentlich mit dem Thema beschäftigt. Gut 20 Einwohner waren der Einladung des Ortsbeirates in die Begegnungsstätte gefolgt. „Wir wollen die Bürger rechtzeitig vor der Kommunalwahl wachrütteln. Denn wir wünschen uns Verstärkung für den Ortsbeirat. Außerdem sollte Hohenferchesar mit mindestens einer Stimme in der neuen Stadtverordnetenversammlung von Havelsee vertreten sein“, meinte Ortsvorsteherin Pischner.

Ortsbeirat hat Mitspracherecht

Entsprechend der Einwohneranzahl darf der Ortsbeirat von Hohenferchesar aus drei Personen bestehen. Exner und Pischner wollen erneut für die 1994 gegründete Wählergruppe Vertrauen antreten. Doch wichtig sind auch ausreichend viele Nachrücker und eine Kandidatenvielfalt für die Wähler. „Unter welcher Flagge die Bewerber antreten ist für uns zweitrangig. Wichtig ist doch, dass es überhaupt Menschen gibt, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen“, meinte Pischner. Sie erinnerte unter anderem an die lange Überzeugungsarbeit, um aus der ehemaligen Kita eine Dorfbegegnungsstätte zu machen.

Hohenferchesar gehört seit 2002 zur Stadt Havelsee. Quelle: Dirk Fröhlich

Engagement wird auch in der Stadtverordnetenversammlung gebraucht. Dort wird immerhin Politik für alle fünf Ortsteile von Havelsee gemacht. Die Chancen für einen Einzug in dieses wichtige Gremium sind in einer Listenvereinigung oder unter der Flagge einer Partei ungleich höher als eine Bewerbung als Einzelkandidat. Bis zu ihrem Tod war Heidi Scheibe neben dem Ortsbeirat in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. Ihr war der Einzug vor fünf Jahren über die Liste der Bürgerbewegung mit dem Pritzerber Klaus Meyer an der Spitze gelungen. Diese Stimme fehlt jetzt. Immerhin sieht der Gesetzgeber für die Ortsbeiräte Mitspracherechte in allen wichtigen Angelegenheiten des Ortsteils vor.

Unterschiedliche Meinungen

Ortsvorsteherin Pischner berichtete allerdings auch über den begrenzten Einfluss des Ortsbeirates. „Wir können zum Beispiel eine Straßenreparatur fordern, doch wie diese umgesetzt wird, liegt in der Verantwortung des Amtes“, sagte sie als Reaktion auf Kritik über die umstrittene Ausführung der aktuellen Fahrbahnsanierung. Eine Kandidatur vorstellen kann sich unter anderem Norbert Schwarz, der sich bereits im Kirchenförderverein Havelsee engagiert. Abgeklärt gab sich dagegen Jürgen Menking, der einige Jahre als Ortsbeiratsmitglied hinter sich hat. „Man hat nicht viel zu sagen, weil Frau Pischner ihr Ding macht“, monierte Menking, der bei der Kommunalwahl 2008 mit der Wählergruppe Hohenferchesar in den Ring gestiegen war. Ein Vorwurf, den die Ortsvorsteherin zurückwies.

Von Frank Bürstenbinder

Premiere für die Weseramer Bauern. Erstmals hat die Havelland agrar Sojabohnen angebaut. Als Reaktion auf Wetterkapriolen und das Raps-Dilemma. Bei einem Versuch soll es nicht bleiben.

17.10.2018

Das Schild „Müll abladen verboten“ hat nicht geholfen. Bergeweise sammelten Roskower Grundschüler Abfälle am Dorfrand ein. Für den Abtransport gab es unerwartet schnelle Hilfe.

09.10.2018

Die Weseramer Landfrauen hatten noch nie eine Erntekrone gebunden. In diesem Herbst jedoch wagten sie es. Ihr Erstlingswerk wurde ein voller Erfolg.

05.10.2018