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Beetzsee Feuer frei auf dem Festplatz
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Feuer frei auf dem Festplatz
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14:03 13.07.2018
Feuerwerke gibt es nicht nur Silvester. Quelle: Robert Tiesler
Päwesin

 Böller und Raketen gehören zum Jahreswechsel wie Partylärm und knallende Sektkorken. Doch es kann auch andere Anlässe im Leben geben, die Gastgeber mit einem Feuerwerk krönen möchten. Ein runder Geburtstag, eine Vereinsfete oder eine Hochzeit zum Beispiel. Doch ist das außerhalb der Silvesternacht überhaupt erlaubt?

In Päwesin jedenfalls hat die Gemeinde nichts gegen ein Feuerwerk auf dem Gelände ihrer Dorfbegegnungsstätte. Das Bürgerhaus in der Schulstraße wird für private Feiern immer beliebter. Hinter dem Gebäude schließt sich der Festplatz als großzügiges Außengelände an. In einer Grundsatzentscheidung haben die Abgeordneten auf ihrer jüngsten Sitzung mit überwältigender Mehrheit die Zustimmung für das Abbrennen von pyrotechnischen Erzeugnissen auf dem kommunalen Grundstück gegeben.

Feuerwerk zur Hochzeit

Anlass für den Beschluss war der Antrag einer Hochzeitsgesellschaft auf ein Kleinfeuerwerk. Zwar entscheidet in letzter Instanz immer die Ordnungsbehörde des Amtes Beetzsee über diese Wünsche, doch eine einmal erteilte positive Grundsatzentscheidung erspart der Verwaltung das wiederholte Einholen der gemeindlichen Zustimmung. „Damit können wir Anfragen nach einer Feuerwerk-Erlaubnis schneller beantworten“, sagte Amtsdirektor Guido Müller auf der Gemeinderatssitzung.

Ganz und gar nicht einverstanden mit dieser Grundsatzentscheidung ist Lisa Price. Die Gemeindevertreterin wohnt in Nachbarschaft zum Festplatz. Als einzige Kommunalpolitikerin stimmte sie gegen die Vorlage. Sie befürchtet nicht mehr zu kontrollierende Lämbelästigungen für Mensch und Tier. „Wenn wir es diesem Antragsteller erlauben, müssen wir anderen Leuten das selbe Recht auf Feuerwerk einräumen. Niemand weiß, wo das hinführt“, gab Price zu bedenken.

Wenige Einzelfälle im Jahr

Bürgermeister Hubertus Kühne sieht in dem Feuerwerk-Beschluss dagegen kein Problem. Es handele sich nur um wenige Einzelfälle im Jahr, die man tolerieren könne. Außerdem würden auch auf privaten Grundstücken Feuerwerke zu besonderen Anlässen stattfinden. In Päwesin handelte es sich konkret um den zweiten Antrag im laufenden Jahr. Dagegen könne von den befürchteten 50 Feuerwerken im Jahr keine Rede sein, sagte Amtsdirektor Müller.

Grundsätzlich gilt, dass die Veranstalter ein Feuerwerkes außerhalb der Silvesternacht eine spezielle Genehmigung des Ordnungsamtes brauchen. Ansonsten drohen Bußgelder. Auch der Grundstückseigentümer muss natürlich einverstanden sein. Zudem rät Amtsdirektor Müller vor dem Feuerwerk mit den Nachbarn zu sprechen, um Ärger zu vermeiden. Lisa Price befürchtet jedoch vor allem negative Auswirkungen auf das Verhalten von Haus- und Nutztieren. Den Tieren seien die Belästigungen durch Pyrotechnik nicht zuzumuten.

Von Frank Bürstenbinder

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