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Beetzsee Feuerwehrwettkampf mitten im Dorf
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Feuerwehrwettkampf mitten im Dorf
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18:08 23.07.2018
Startvorbereitungen des Frauenteams der Feuerwehr aus Radewege. Quelle: Christine Lummert
Kützkow

Nicht im Einsatzauto, sondern mit der Fähre reisten am Sonnabend sieben Feuerwehren aus dem Amt Beetzsee zum großen jährlichen Amtsausscheid ins kleine Kützkow. Da eigentlich 17 Wehren rund um den Beetzsee aktiv sind und damit auch beim Wettbewerb um den heiß begehrten Wanderpokal des Amts antreten könnten, war die Beteiligung auf den ersten Blick eher bescheiden.

Amtswehrleiter Jan Lehnhardt war aber durchaus zufrieden mit seiner Truppe. „Bei diesen Witterungsbedingungen ist es gut, dass einige in der Nähe ihrer Gerätehäuser bleiben und bei einem Notruf gleich einsatzbereit sind.“ Vor allem die Trockenheit, bei der ein Funke genügt, macht allen Wehren der Region zu schaffen.

In Kützkow wurde zum 25. Mal das beliebte Sommerfest gefeiert. In das Programm integriert war der Feuerwehr-Wettkampf um den Wanderpokal des Amtes Beetzsee.

Selbst die Feuerwehrleute, die beim Amtsausscheid in der Disziplin Löschangriff ihre Kräfte messen wollten, waren auf alles gefasst. „Deshalb haben wir die großen Einsatzfahrzeuge auch in Pritzerbe gelassen und ein Boot der Feuerwehr liegt am Kützkower Ufer, um die Kameraden im Notfall so schnell wie möglich überzusetzen“, erklärte Lehnhardt.

Wer vor Ort war, wollte etwas reißen, obwohl mit absoluten Spitzenzeiten in Kützkow nicht zu rechnen war. Normalerweise wird auf Sportplätzen oder anderen großen Freiflächen in direkten Duellen um den Sieg gekämpft. In Kützkow ist das traditionell ein bisschen anders. Mitten im Dorf, entlang der Schulstraße, lag die Wettkampfbahn, die jeweils nur von einem Team in Angriff genommen werden konnte.

Die beteiligten Wehren haben alles gegeben

Schotter und Pflasterstraße machten als Untergrund bei einem Sturz im Wettkampfgetümmel ebenfalls nicht so viel Spaß wie weicher Fußballrasen. Die Wehren haben alles gegeben und den Zuschauern, die ganz nah am Geschehen waren, einiges geboten. Bei den Frauenteams gewann Roskow (0:49:85) vor Radewege (1:02:17).

Ein bisschen Pleiten, Pech und Pannen

Obwohl die Mannschaft aus Radewege auch bei den Männern als erste an den Start gehen konnte, reichte es nach ein bisschen Pleiten, Pech und Pannen beim Kuppeln der Schläuche in einer Zeit von 1:20:22 ebenfalls nur zum letzten Platz.

Den Amtspokal duften die Pritzerber (0:33:35) mit über die Havel nehmen. Auf das Siegertreppchen sprang auch Fohrde (0:34:25) vor Hohenferchesar (0:42:84). Die Wehr aus Brielow (0:43:63) reihte sich auf dem vierten Platz vor Roskow (0:47:44) ein. Kützkow (0:54:21) belegte den sechsten Rang.

Zum Kützkower Sommerfest war das ganze Dorf auf den Beinen

Die Lokalmatadoren duften sich auf ihrer Heimstrecke über Unterstützung freuen, denn der Amtspokal lief im Programm des Kützkower Sommerfestes, zu dem fast das ganze Dorf auf den Beinen war.

Vom Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen bis zur Tanzparty wurde einiges geboten. „Das Fest findet in diesem Jahr schon zum 25. Mal statt, und da immer ein Feuerwehrwettkampf dazu gehört, sonst allerdings mit Spaßcharakter, haben wir uns gefreut, dass der Amtspokal jetzt bei uns ausgetragen wird“, sagte der Kützkower Helmut Pollanik.

Von Christine Lummert

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