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Beetzsee Investor gibt Startschuss für Ferienpark Havelsee
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Investor gibt Startschuss für Ferienpark Havelsee
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14:27 17.05.2018
Investor Arne Felix Zühlke mit Bürgermeister Günther Noack und Amtsdirektor Guido Müller beim Spatenstich (v. l.) Quelle: Rüdiger Böhme
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Kützkow

Eine Gürtelschnalle, Keramikscherben und diverse Knochen. Das ist die bisherige Ausbeute von Archäologen, die auf dem Areal des künftigen Ferienparks Havelsee nach Spuren unserer Vorfahren suchen. Feuerstellen, Abfalllöcher und andere Siedlungsreste belegen, dass sich schon Steinzeitmenschen und Slawen nah am Flussufer wohl fühlten.

Endlos Zeit haben die Grabungshelfer in den Kützkower Baugruben nicht. Schon bald werden die ersten Fundamente für die insgesamt 44 Ferienbungalows gegossen. Dazu kommen Aufbauten für eine Sauna, eine Rezeption sowie ein Mehrzweckgebäude. Das neue Freizeitareal erstreckt sich über eine Größe von 3,4 Hektar und nimmt ein derzeitige Brachfläche zwischen der Mühlenbreite und einem Grünzug am Havelufer ein.

Erster Ferienpark seit der Wende

„Wir freuen uns, dass wir beginnen dürfen. Es gab einige Hürden. Immerhin müssen bei einem Bebauungsplan 23 Träger öffentlicher Belange beteiligt werden. Ganz ohne Lärm wird der Bau nicht abgehen. Aber ich hoffe, dass der spätere Betrieb zu einer Win-win-Situation für alle Seiten wird“, sagte Investor Arne Zühlke beim offiziellen Baustart für den Ferienpark. Dabei handelt es sich um ein Projekt, wie es seit der Wende im Altkreis Brandenburg noch nicht realisiert wurde.

Grabungsteilnehmer auf der Suche nach frühzeitlichen Siedlungsspuren. Quelle: Rüdiger Böhme

Erst vor einigen Jahren waren die letzten Reste der früheren Bebauung abgerissen worden. Zu DDR-Zeiten wurde auf dem Gelände Schweine- und Hühnerzucht betrieben. Projektentwickler Zühlke hatte die Fläche vom Treuhandnachfolger BVVG erworben. Die Stadtverordneten von Havelsee gaben seiner Idee von der Entwicklung eines Ferienparks die politische Rückendeckung.

Stadt wünscht guten Verlauf

„Es gab am Anfang kontroverse Meinungen. Inzwischen sind viele Unklarheiten beseitigt und offene Fragen beantwortet. Die Stadt Havelsee wünscht dem Vorhaben jedenfalls einen guten Verlauf“, meinte Bürgermeister Günter Noack. Gemeinsam mit dem Investor und Amtsdirektor Guido Müller griff das Stadtoberhaupt zum Spaten, um den symbolischen Anfang der Bauarbeiten zu vollziehen.

Gäste beim ersten Spatenstich in Kützkow. Quelle: Rüdiger Böhme

Unter den zahlreichen Gästen war Katja Brunow vom Tourismusverband Havelland, der die Schaffung neuer Bettenkapazitäten begrüßt. „Die Übernachtungszahlen steigen jährlich. Zusätzliche Angebote kann unsere Reiseregion sehr gut gebrauchen“, sagte die Marketing-Expertin der MAZ. Auch Vize-Landrat Christian Stein sieht den Ferienpark positiv. Für Kützkow sei das Projekt eine schöne Sache. In Sachen Beherbergungskapazitäten haben die Region noch einigen Nachholebedarf, so Stein auf Nachfrage. Jan Lange vom nicht weit entfernten Erlebnishof Kützkow sieht einer guten Zusammenarbeit mit dem neuen touristischen Dienstleister entgegen. „Wir können alle gemeinsam von der Investition profitieren, denn der Tourismus wird an der Havel eine immer größere Rolle spielen“, ist Lange überzeugt.

Eröffnung soll in zwei Jahren sein

Zühlkes Ziel ist es, den Ferienpark Havelsee zur Saisoneröffnung 2020 in Betrieb zu nehmen. Im Kern werden die künftigen Bungalows aus armiertem Betonteilen bestehen, die vor Ort auf einem zentralen Platz in Formen gegossen werden. Die Wände werden nach dem Aufstellen gedämmt und mit einer Holzverkleidung versehen. Seine ursprünglichen Pläne, die Fertigteile in der ehemaligen Pulverfabrik in Kirchmöser gießen zu lassen, haben sich wegen zu hoher Transportkosten zerschlagen. In Kirchmöser wolle er nun andere Ferienhäuser produzieren, sagte Zühlke.

Zum Grundstück gehört eine eigene Zuwegung für Fußgänger und Radfahrer zur Fährstraße als Abkürzung zum Kützkower Fähranleger. Von der Wasserseite ist das Freizeitareal über eine Steganlage erreichbar, die vor allem für Wasserwanderer und nicht für Motorboote gedacht ist.

Von Frank Bürstenbinder

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