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Beetzsee Italiener will Drahtzieherei retten
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Italiener will Drahtzieherei retten
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08:42 07.07.2018
In der Drahtzieherei Wiesenburg wird noch produziert. Aber nächste Woche soll das Werk geschlossen werden. Quelle: Dirk Froehlich
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Wiesenburg

Ermanno Pizzini ist einer der Interessenten, die sich um die Übernahme der Drahtzieherei Wiesenburg bemühen. Das hat Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) jetzt berichtet. Der Italiener sei zu einem Ortstermin und zu Gesprächen mit Banken in Deutschland gewesen.

Für den Unternehmer wäre es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Er kennt das Werk, hat es nach der Insolvenz am Ende der 90er-Jahre wieder mit in Gang gebracht, ehe es später Teil in der Air-Liquide-Gruppe und im vergangenen Jahr beim US-Konzern Lincoln Electric geworden ist.

Briefwechsel mit dem Landrat

Dass ein Verkauf des Unternehmens von Seiten der aktuellen Eigentümer zumindest nicht ausgeschlossen ist, geht aus einem Brief an Wolfgang Blasig (SPD) hervor. Der Landrat hatte sich für den Erhalt des Traditionsbetreibebes eingesetzt. In der Antwort versichert Geschäftsführer Jean Geurts, „dass wir weiterhin Gespräche mit potenziellen Investoren für die Betriebe führen.“

Selbst hatten die Amerikaner angekündigt, die Schweißdrahtherstellung an den Standorten Brielow und Wiesenburg zur Mitte des Monats einzustellen. Auf diese Weise wollen sie Kapazitätsüberschüsse abbauen. Die Produktion für den eigenen Bedarf soll ins europäische Ausland verlagert werden, wo sie augenscheinlich effektiver zu realisieren ist. Insgesamt rund 80 Mitarbeiter sind damit von der Arbeitslosigkeit bedroht. Dabei haben die Erzeugnisse- insgesamt 20 000 Tonnen pro Jahr - einen guten Ruf und sind nachgefragt.

Pachtvertrag gilt eigentlich bis 2032

Kommt es nicht zur Übernahme, läuft vorerst der Pachtvertrag der kommunalen Wirtschaftsfördergesellschaft mit Lincoln Electric weiter. Er ist bis 2032 befristet, hat Marco Beckendorf auf MAZ-Nachfrage bestätigt. Laut Verwaltungschef hat hat die Gemeinde Wiesenburg/Mark bislang jährlich einen mittleren fünfstelligen Betrag für die Nutzung ihrer Immobilie erhalten. Eigentlich wollte die Kommune das Augenmerk auf Neuansiedlungen in leer stehenden Büros und Hallen am Rande richten.

Nach wie vor weit voneinander entfernt sind Geschäftsführung und Betriebsrat, was die Sozialplanverhandlungen angeht. Das hat jedenfalls Arbeitnehmervertreter Marco Hauer erklärt. Mit Blick auf mögliche Abfindungen halten demnach die meisten Beschäftigten dem Unternehmen noch die Treue. Ein wenig wird noch Hoffnung auf den Fortbestand gehegt.

Von René Gaffron

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