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Beetzsee Kiez bringt mehr Komfort in Bungalows
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Kiez bringt mehr Komfort in Bungalows
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14:49 27.04.2018
Marko Nöltge (l.) und Steffen Ebert wechseln die Eingangstür zu einem Bungalow aus. Quelle: JACQUELINE STEINER
Bollmannsruh

Die neue Tür kommt zum Schluss. Tischler Steffen Ebert aus Ziesar und sein Kollege Marko Nöltge gehören zu den Handwerkern, die im Kinder- und Erholungszentrum Bollmannsruh (Kiez) für mehr Komfort sorgen. Nach und nach werden alle Bungalows in Waldlage einer umfassenden Modernisierung unterzogen. „Heizung, Sanitär, Möbel, Fenster, Türen und Innenausbau bringen wir auf den heutigen Stand“, kündigte Kiez-Leiter Frank Dornieden an.

Gästezimmer bereits renoviert

Die Erneuerung der Unterkünfte gehört zu dem Investitionspaket, das der Humanistische Regionalverband Brandenburg/Belzig (HRV) im Zusammenhang mit dem Erwerb der Kiez-Immobilie von der Kommune zugesagt hatte. Auf dem Gelände stehen über massive 40 Bungalows aus DDR-Zeiten, die in der Vergangenheit nur teilweise saniert wurden. Bereits renoviert hat der Träger zwölf Gästezimmer im Gästehaus am Eingang zum Kiez. Überhaupt wird sich der Eingangsbereich weiter verändern. Nach dem Bau einer hölzernen Überdachung , wo sich Gruppen für die Anmeldung aufhalten können, ist ein passendes Tor für die Einfahrt geplant.

So sieht es in den ersten sanierten Bungalows aus. Quelle: JACQUELINE STEINER

In Abstimmung mit den Naturschutzbehörden erfolgt in diesem Jahr die Reaktivierung des Kanuhauses am Beetzsee, dessen zugewachsene Einfahrt freigeschnitten werden darf. Als Ausgleichsmaßnahme wird das Kiez Nisthilfen für Trauerseeschwalben aufstellen. Größte Herausforderung für den Betreiber bleibt jedoch Erneuerung des unterirdischen Kanalnetzes. Immer wieder kommt es in den jahrzehntealten Tonleitungen zu Havarien.

Grundstück digital vermessen

„Grundlage für die weitere Bauplanung war die digitale Grundstücksvermessung. Diese ist jetzt abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass wir 2019 mit einem von den Brandenburger Stadtwerken entwickeltem Konzept beginnen können“, sagte Kiez-Leiter Dornieden der MAZ. Das betrifft auch die Heiztrassen und eine dezentrale Warmwasseraufbereitung in den Bungalows. Vorerst abgeschlossen ist eine Baumpflege, die sich über das ganze Kiez-Gelände erstreckte. Es gab aus Sicherheitsgründen einzelne Entnahmen.

Auch bei den Kiez-Partnern vom Natur-Sport Beetzsee laufen die Vorbereitungen auf den Saisonstart am 1. Mai. Quelle: JACQUELINE STEINER

Dem öffentlichen Saison-Auftakt 2018, der am 1. Mai von 13 bis 18 Uhr begangen wird, geht das Kiez Bollmannsruh optimistisch entgegen. „Wir verzeichnen mit 28 000 Übernachtungen super viele Vorbuchungen. Die Anlage mit 270 Plätzen ist bis Ende September so gut wie ausgebucht“, berichtet HRV-Geschäftsführer Axel Krause.

Gäste aus ganz Deutschland

Dass der Verein als früherer Pächter das Areal seit 2017 über eine gemeinnützige Tochterfirma im eigenen Besitz hat, beflügelte offensichtlich das Buchungsgeschäft. „Nach einer kurzen Zitterpartie um die Zukunft des Geländes honorieren die Stammgäste die Planungssicherheit und das gastfreundliche Ambiente im Kiez Bollmannsruh“, ist Krause überzeugt. 15 festangestellte Mitarbeiter kümmern sich in der Rezeption, in der Küche, in der Haustechnik, als Freizeitpädagogen und Reinigungskräfte um die Zufriedenheit der jungen Gäste, die inzwischen aus fast ganz Deutschland an den Beetzsee kommen.

Kiez-Leiter Frank Dornieden (l.) und HRV-Geschäftsführer Axel Krause gehen optimistisch in die Saison 2018. Quelle: JACQUELINE STEINER

Zum Saisonauftag am 1. Mai wird unter anderem Birgit Fischer erwartet, die ihre Kanuschule vorstellt. Auch die Segelschule Bollmannsruh und der touristische Dienstleister Natur-Sport-Beetzsse präsentieren sich. Es gibt einen Flohmarkt und eine Bastelstraße, die Päwesiner Feuerwehr ist zu Gast. Interessierte Besucher können sich zu Führungen anmelden. Informiert wird über Jobs für Schüler und Studenten, die in der Sommersaison in den Bereichen Küche, Hauswirtschaft und Freizeit zu vergeben sind.

Von Frank Bürstenbinder

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