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Beetzsee Kützkower helfen sich bei Herzproblemen selbst
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13:55 30.12.2018
Der schnellste Weg nach Kützkow führt über die Havelfähre. Doch in der Nacht brauchen Retter länger. Quelle: Frank Bürstenbinder
Kützkow

Den Stein ins Rollen gebracht hat Karsten Batsch. Der Stadtverordnete und andere Einwohner des am westlichen Havelufer gelegenen Kützkows sorgen sich um die notfallmedizinische Versorgung vor allem in der Nacht. Dann hat die Havelfähre Pause. Einen Bereitschaftsdienst gibt es nicht. Der Hubschrauber fliegt nur am Tage. Rettungswagen müssen Umwege fahren.

Für den Notfall

„Wir haben in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass die gesetzlich festgelegte Hilfsfrist von 15 Minuten nicht gehalten wurde“, beklagte sich Batsch auf der letzten Stadtverordnetenversammlung im alten Jahr. Der Kommunalpolitiker forderte daher für Kützkow die Anschaffung eines Defibrillators, um zumindest in kardiologischen Notfällen Ersthilfe leisten zu können. Im Vorfeld waren Bemühungen um Spenden bei der Stiftung eines Geldhauses gescheitert.

Die Havel trennt Kützkow von Pritzerbe und damit von schnellen Rettungswegen in der Nacht. Quelle: Dirk Fröhlich

Die Stadt Havelsee reagierte auf den Vorschlag umgehend. „Am Geld soll es für diese gute Sache nicht liegen“, kündigte Havelsee-Bürgermeister Günter Noack an. Noch im Dezember beschlossen die Stadtverordneten einstimmig die Beschaffung eines Erste-Hilfe-Defibrillators.

Der Havelsee-Stadtverordnete Karsten Batsch lebt selbst in Kützkow. Quelle: Frank Bürstenbinder

Der rund 2000 Euro teure und auch ohne Vorkenntnisse zu bedienende Schockgeber soll im Gerätehaus der Kützkower Feuerwehr stationiert werden. Details einer Alarmkette für den Zugriff auf die lebensrettende Technik müssen allerdings noch besprochen werden.

Viele Gäste im Sommer

Zwar hat Kützkow keine 200 Einwohner, doch von der Notfallaufrüstung profitieren auch die vielen Camper und Datschenbesitzer in den Sommermonaten. In Zukunft erhöht sich die Gästezahl durch ein neues Feriendorf. In den Havelsee-Ortsteilen Fohrde und Marzahne wurden bereits Defibrillatoren durch die Fördervereine der Feuerwehren mit Unterstützung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse angeschafft. Diese Geräte sind allerdings auf den Einsatzfahrzeugen verlastet und sollen nicht den Rettungsdienst ersetzen. Ein Antrag des Fördervereins der Löschgruppe Kützkow hatte hingegen keinen Erfolg.

Von Frank Bürstenbinder

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