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Beetzsee Buddhistische Weisheiten in Musical-Form
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16:45 16.12.2018
Die United Peace Artists brachten zum Sangha-Fest in Päwesin eine knallbunte Show auf die Bühne. Quelle: Christine Lummert
Päwesin

Einmal im Jahr tritt die meditative Ruhe in der buddhistischen Klosterschule Ganden Tashi Choeling in Päwesin in den Hintergrund. Wenn die Mönche und Nonnen zum Sangha-Fest einladen, zieht es über tausend Besucher in die Abgeschiedenheit am Beetzsee.

Das Sanghafest in der buddhistischen Klosterschule in Päwesin lockte über 1000 Besucher in das Dorf am Beetzsee. Größter Anziehungspunkt war die große Bühnenshow.

Zu den Feierlichkeiten auf dem Gelände der Klosterschule gehören neben einem Wintermarkt mit verschiedenen Ständen, an denen unter anderem buddhistische Texte und religiöse Gegenstände und Kleidung angeboten wurden, auch eine reiche kulinarische Auswahl an Leckerbissen, die genauso gut auf einen Street-Food-Markt passen würden.

Mexikanische Burritos, asiatische Suppen, aber auch deutscher Weihnachtsmarkt-Klassiker wie Pilzpfanne und Bratwurst versetzten die zahlreichen Gäste geschmacklich in gute Laune. Die inzwischen überregional bekannten Köstlichkeiten aus der Bäckerei der Klosterschule standen ebenfalls auf dem Programm und fanden wie gewohnt reißenden Absatz.

Größter Anziehungspunkt ist beim Sangha-Fest immer eine große und vor allem knallbunte Show im Saal des buddhistischen Zentrums. Aufgrund der weiter wachsender Beliebtheit müssen die Mönche und Nonnen, die als United Peace Artists auf der Bühne stehen, jetzt schon zwei Mal vor ausverkauftem Haus den Vorhang öffnen, um allen Interessenten eine Chance zum Miterleben der etwa zweistündigen Aufführung zu geben.

Die aktuelle Show stand unter der Überschrift „Der Hamster im Rad – das Rad des Lebens“ und verwies damit schon im Titel auf das Grundprinzip der buddhistischen Lehre. Ein sich ewig drehendes Rad steht symbolisch für den nicht endenden Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt, aus dem es nur durch Selbsterkenntnis und intensive Meditation einen Ausweg gibt.

Auf den ersten Blick durchaus schwere Kost für ein fröhliches Fest, aber die Darsteller verstanden es gekonnt religiöse Grundsätze und Klassiker der Popkultur zu einem bunten Spektakel auf der Bühne zu vereinen. Nicht zuletzt weil einige Nonnen und Mönche vor ihrem Eintritt in die Klosterschule als ausgebildete Tänzer oder Schauspieler durchaus vom Fach sind.

Im Wechsel liefen dann kleine erklärende Filme zum Buddhismus über die Leinwand auf der Bühne, während die Mönche und Nonnen in ihren Auftritten in immer neue Rollen schlüpften. Passend zum Rad des Lebens gab es etwa den „Circle of Life“ aus dem Musical „Der König der Löwen“ genauso wie die bekannten Lieder aus den Bühnenklassikern wie „Cabaret“ oder „West Side Story“.

Zum großen Finale wurde sogar die „Rocky Horror Picture Show“ bemüht. Zwischen den Stuhlreihen im Zuschauerraum war zwar kein Platz zum Mittanzen für den „Timewarp“, aber der Auftritt von Frank N. Furter in greller Schminke und mit rotem Lackmieder verfehlten die Wirkung nicht. Großer Applaus war allen Darstellern sicher.

Der tibetische Gelehrte Lama Gangchen Rinpoche saß als Ehrengast im Publikum und erinnerte noch einmal an den Sinn des Sangha-Festes. „Es geht darum eine Kultur des Friedens zu verbreiten.“

Von Christine Lummert

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