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Beetzsee Wenn plötzlich rechts vor links gilt
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Wenn plötzlich rechts vor links gilt
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13:31 27.07.2018
Bislang gilt freie Fahrt von und zum Fähranleger. Dabei soll es auch in einer Tempo-30-Zone als Ausnahme bleiben. Quelle: Frank Bürstenbinder
Pritzerbe

Wer soll das kontrollieren? Ein Vorschlag aus der Verwaltung sorgt ausgerechnet im Hochsommer für erhitzte Debatten. Wenn es nach dem Amt Beetzsee geht, sollte die Pritzerber Innenstadt zu einer Tempo-30-Zone erklärt werden. Dies hätte grundlegende Änderungen der Vorfahrtsregelungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Folge. Doch das letzte Wort ist über diese Idee noch nicht gesprochen.

„Ich sehe eigentlich keinen Grund an der jetzigen Situation etwas zu ändern“, sagte Ortsvorsteher Thomas Schenk auf der jüngsten Sitzung des Pritzerber Ortsbeirates. Nicht nur Schenk stellt sich die Frage, ob auf dem Pflaster der engen Altstadtstraßen überhaupt schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden kann. Auch Havelsee-Bürgermeister Günter Noack fasste die Beschlussvorlage mit spitzen Fingern an, weil keine flächendeckende Kontrolle möglich ist.

Ausnahmen werden gefordert

Anderes Problem: Auf dem Weg von und zum Fähranleger müssen Verkehrsteilnehmer auf der Puschkinstraße die schwierig einzusehende Havelstraße/Kietzstraße queren. Bisher gilt für sie eine Vorfahrtsregelung. „Rechts vor links geht auf der Kreuzung gar nicht. Das würde nur den Verkehrsstrom unterbrechen“, meinte Noack.

Carsten Muschol sind ähnliche Probleme auf der zur B 102 führenden Dammstraße. Auch diese ist derzeit als Hauptstraße ausgeschildert. Plötzlich hätten Marktstraße und Gartenstraße Vorfahrt. „Ich wäre für eine Tempo-30-Zone. Aber es müsste Ausnahmen für diese beiden Bereiche geben“, so Muschol. Bisher gibt es nur für einen kleinen Bereich der Kirchstraße eine zeitlich begrenzte Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Auch die Vorfahrtsregelung an der Kreuzdamm-Kreuzung würde bei einer Tempo-30-Zone fallen. Quelle: Frank Bürstenbinder

Für die Amtsverwaltung dagegen würde eine Tempo-30-Zone den tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten entsprechen. „Die derzeitige Regelgeschwindigkeit von 50 km/h ist aufgrund der Ausgestaltung der Pritzerber Straßen so gut wie nicht erreichbar“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit würde deshalb keine „Gängelung“ der Bürger bedeuten.

An Fachausschuss verwiesen

Ein anderer Grund für den Vorstoß des Amtes Beetzsee ist die jüngste Novellierung der Straßenverkehrsordnung. Danach könnten Temporeduzierungen neben Kitas und Schulen auch vor Alten- und Pflegeheimen sowie Horten ausgesprochen werden. Folglich wären neben der Kirchstraße mit der Schule auch vor dem Hort in der Havelstraße, der Kita in der Mühlenstraße und der Seniorenwohnanlage in der Marktstraße Geschwindigkeitsbegrenzungen erlaubt. Wegen der hohen Fußgänger und Fahrradverkehrsdichte würde sich eine Tempo-30-Zone ebenfalls anbieten, argumentiert die Verwaltung.

Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen. Der Pritzerber Ortsbeirat verwies das Thema an den Verkehrsausschuss der Stadt Havelsee. Außerdem ist die Vorlage auch Gesprächsstoff bei einer für September anberaumten Ortsbegehung des Ortsbeirates.

Von Frank Bürstenbinder

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