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Potsdam-Mittelmark Begehren gescheitert: Beelitz kämpft weiter
Lokales Potsdam-Mittelmark Begehren gescheitert: Beelitz kämpft weiter
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20:29 06.07.2016
Die Stadt Beelitz und die Bürgerinitiative sehen vor allem das Aufstellen von Windrädern im Wald kritisch. Quelle: dpa
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Beelitz

Obwohl Beelitz in der Region als Großkampfgebiet im Ringen um eine Begrenzung von Windkraftanlagen gilt, haben nur 1224 Bürger aus der Kommune mit ihrer Unterschrift das Volksbegehren gegen Windräder im Wald und für größere Mindestabstände zu Wohnsiedlungen unterstützt. Diese Zahl war am Mittwoch von Bürgermeister Bernhard Knuth zu erfahren. Bei 10 000 Wahlberechtigten sind das gut zwölf Prozent Zustimmung. „Ich habe gedacht, dass dieses Thema die Beelitzer mehr umtreibt“, sagte Knuth, der mit mindestens 3000 Beelitzer Stimmen für das Volksbegehren gerechnet hatte, das brandenburgweit die Mindeststimmenzahl von 80 000 Unterschriften verfehlte und damit gescheitert ist. „Das Beelitzer Ergebnis ist enttäuschend für den Aufwand, den wir betrieben haben“, sagte auch Winfried Ludwig von der Bürgerinitiative, die gegen die Aufstellung von Windrädern in einem Wald bei Fichtenwalde kämpft. Einen Grund für die eher spärliche Mitwirkung am Volksbegehren sieht er in dem sehr aufwendigen Beteiligungsverfahren. Wer unterschreiben wollte, musste aufs Bürgeramt gehen oder Briefwahlunterlagen beantragen. „Wir werden aber weiter kämpfen, um Windräder im Wald oder in Naturschutzgebieten zu verhindern“, so Ludwig. Knuth sieht auch für die Kommune keinen Grund, den Kurs zu wechseln. „Wir führen die Verhandlungen mit Juwi erstmal nicht weiter und warten auf den Ausgang des Widerspruchverfahrens“, sagte er. Die Firma Juwi hatte vom Landesumweltamt eine Genehmigung für zwölf Windräder in einem Wald zwischen Beelitz-Heilstätten, Borkheide und Fichtenwalde bekommen. Beelitz legte postwendend dagegen Widerspruch ein. Die Kommune hat noch einen Trumpf in der Hand. Um die Windräder in dem Wald aufstellen zu können, muss das Areal erschlossen werden. Dafür braucht Juwi die Stadt, die Wegerecht über kommunales Gelände einräumen müsste.

Von Jens Steglich

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