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Behörde bremst Baupläne für Netto-Markt

Wiesenburg Behörde bremst Baupläne für Netto-Markt

Der Netto-Markt im Wiesenburger Ortszentrum soll um fast 200 Quadratmeter erweitert werden. Gleichwohl der seit zehn Jahren etablierte Standort als städtebauliche Narbe in der „Perle des Flämings“ etabliert ist und die Lokalpolitiker das Vorhaben befürworten, bremst die Aufsichtsbehörde des Kreises Potsdam-Mittelmark.

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An diesem Giebel des Wiesenburger Netto-Marktes ist ein Anbau vorgesehen.

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg. Die Erweiterung des Netto-Marktes in der „Perle des Flämings“ wird nicht kurzfristig erfolgen. Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark verlangt für die geplante Erweiterung der Verkaufsfläche von 756 auf 952 Quadratmeter zunächst eine Bauleitplanung. „Bei der Größenordnung kommt das nicht unerwartet“, sagt Hartmut König. Nach Einschätzung des Fachamtsleiters in der Gemeindeverwaltung Wiesenburg/Mark sollen so vor allem die Auswirkungen für den Einzelhandel in der Umgebung ausgelotet werden.

Das lokale Parlament hat mit seinem Votum in der jüngsten Sitzung jedenfalls das Verfahren und das Vorhaben einmal mehr befürwortet. Vorgesehen ist vor allem ein Anbau an der Seite zur Friedrich-Ebert-Straße, wo derzeit noch der Unterstand für die Einkaufswagen steht. Er soll zum Parkplatz hin versetzt werden und so dem neuen Domizil der Bäckerei Steinecke weichen. Sie führt aktuell ein Nischendasein im Windfang. Künftig sind jedoch sogar Sitzplätze drinnen und draußen vorgesehen. „Die Befürchtungen, dass sich das Dach womöglich in gleicher Höhe des Geländes samt Ortsdurchfahrt befinden würde, haben sich nach unseren Bemessungen nicht bestätigt“, sagte Anja Geißler. Die Architektin des Investors hat folgerichtig kaum Veränderungen im Vergleich zur Präsentation am Jahresanfang offenbar. Denn die Modernisierung, inklusive neuer Leergutannahme, soll ja im Grunde wie seinerzeit vorgestellt erfolgen.

Eine Erweiterung des Sortiments von 3700 bis 4000 Artikeln steht demnach nicht zur Debatte, wohl aber deren bessere Präsentation. Nochmals ist Michael Sappok von Daniela Rabinowitsch (Die Linke) auf den Weg gegeben worden, die große, grelle Werbung im historischen Ortskern drastisch zu reduzieren. Details dieser Art würden allerdings erst in der Ausführungsplanung für nächstes Jahr geklärt, so der Entwicklungschef der Handelskette. Der seit zehn Jahren etablierte Standort gilt ohnehin als städtebauliche Narbe im Sanierungsgebiet des Modelldorfes. Mit dem Zugeständnis war damals eine Ansiedlung am Rand verhindert und die Kaufkraft vor Ort gehalten worden.

Die in Teltow ansässige Aufsichtsbehörde indes zeigt sich – wie bei der geplanten Expansion des Edeka-Marktes am Busbahnhof in Bad Belzig – konsequent und fordert mehr Vorbereitung. Derweil für die Erweiterung der Netto-Filiale in der in der Niemegker Straße der Kur- und Kreisstadt im vergangenen Jahr lediglich ein genehmigter Bauantrag nötig gewesen ist, weil quasi im Gebäudebestand der Ausbau erfolgen konnte.

Von René Gaffron

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