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Bei Rot bleib’ stehen, bei Grün kannst du gehen

Sicherheit im Straßenverkehr Bei Rot bleib’ stehen, bei Grün kannst du gehen

Am Montag werden wieder viele Kinder einen neuen Lebensabschnitt beginnen: Sie werden eingeschult. Neu wird für sie auch das Verhalten im Straßenverkehr sein, das sie erst langsam lernen müssen. Schon in der Kita werden sie auf diese Situation spielerisch vorbereitet. In den ersten Wochen verschärft die Polizei die Kontrollen auf den Straßen.

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Anna Schneider, Tristan Gebbert und Marc Dylan Leo (v.l.) starten gut vorbereitet in die erste Klasse.

Quelle: Foto: Melanie Höhn

Bad Belzig. Am Montag ist ihr großer Tag: Für mehr als 500 ABC-Schützen im Fläming beginnt die Schule. Damit gehen auch große Veränderungen einher, vor allem was die Teilnahme am Straßenverkehr betrifft. Denn sie werden zum größten Teil erstmals selbstständig den täglichen Weg zur Schule und zurück bewältigen.

Auch 20 ehemalige Kinder der Kita Lindenzwerg in Bad Belzig haben am Samstag Einschulung, für sie startet nun ein neuer Lebensabschnitt. Oft durchblätterten sie in den vergangenen Monaten spielerisch ein Malbuch, wo noch einmal kindgerecht alle Verkehrsregeln mit Bildern und Merksätzen dargestellt wurden. Als der sechsjährige Tristan Gebbert durch das Heft blättert, weiß er die Situation auf dem Bild sofort einzuschätzen: „Es ist gefährlich, wenn man auf die Straße rennt und ein Auto kommt,“ sagt er. Auch die Polizei ist einmal im Jahr zur Vorbereitung auf den Straßenverkehr in der Kita und spricht über Verhaltensregeln und Verkehrsschilder, später wird dann alles noch einmal praktisch auf der Straße geübt.

Kids tragen gelbe Kappen

Die Erzieherin Dorette Bunzel der Kita Lindenzwerg hat die werdenden Erstklässler viele Jahre begleitet und weiß, wie wichtig eine umfassende Aufklärung über den Straßenverkehr ist: „Eltern müssen mit ihren Kindern über den Schulweg reden. Vor allem ist es wichtig, dass die Kleinen aufmerksam sind.“ Konzentration und richtige Wahrnehmung seien das A und O. Beim Spazierengehen durch die Stadt übte sie schon oft mit ihren Schützlingen, wie sie sich als Fußgänger verhalten müssen. „Manchmal verdecken parkende Autos den Verkehr, auch darauf machen wir sie aufmerksam,“ erzählt sie.

Tipps vom ADAC

Genug Zeit sollte für den Schulweg eingeplant werden. „Wenn Kinder rennen müssen, leidet die Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr,“ ist sich Klaus-Ulrich Hähle vom ADAC Berlin-Brandenburg sicher.

Zudem sei es wichtig, dass Eltern den Schulweg mit ihren Kindern nicht am Wochenende ablaufen, sondern in der Woche, dann, wenn der Verkehr morgens und abends richtig rollt.

Reflektierende Kleidung und Taschen sind wichtig, damit die Kinder von den Autofahrern richtig gesehen werden.

Schulanfänger sind den komplexen Situationen Straßenverkehrs noch nicht gewachsen, unterschätzen Gefahrensituationen durch ihr eingeschränktes Sichtfeld und sind oftmals in ihren Reaktionen unberechenbar. Zudem kann man die Kleinen leicht übersehen.

Bei großen Ausflügen tragen die Kleinen immer ihre leuchtend gelben Kappen. Bunzel findet, dass das Verhalten bei Regen und Nebel noch mehr geübt werden müsste, denn das sei eine komplett andere Situation. „Außerdem sollten Autofahrer jetzt besonders vorsichtig fahren, nicht nur in der 30er-Zone,“ appelliert die Erzieherin. Im Land Brandenburg wurden im Jahr 2014 insgesamt 1 019 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt, die Hälfte davon waren als Radfahrer oder Fußgänger zu Schaden gekommen.

Polizei verstärkt Einsätze

Die sechsjährige Lina Henning wird in der ersten Zeit von ihrem Vater Denis zur Schule begleitet. „Meine Tochter weiß, dass sie aufmerksam nach links und rechts schauen muss, bevor sie über die Straße geht. Autofahrer sollten sehr achtsam fahren, wenn Kinder in Sichtweite sind,“ fordert Denis Henning. Auch die Eltern der fünfjährigen Anna Schneider haben ihr schon gezeigt, wo es auf ihrem Schulweg gefährlich werden kann. „Meine Mama bringt mich am Anfang noch hin, irgendwann laufe ich dann alleine,“ sagt sie. Marina Kuligk, die Oma von Anna, wird ihre Enkelin jeden Tag von der Schule abholen. „Wir werden zusammen mit dem Fahrrad fahren, natürlich mit Helm,“ erzählt die Rentnerin. „Kinder sollten wirklich aufmerksam schauen, dass Autos anhalten, wenn sie eine Kreuzung überqueren.“

In den ersten Tagen nach Schulbeginn wird die Polizei ihre Einsätze an besonders gefährlichen Punkten, wie beispielsweise an der Ampelkreuzung Puschkinstrasse sowie vor den Grundschulen und am Busbahnhof in Bad Belzig, verstärken. Auch an anderen Standorten wie Niemegk, Treuenbrietzen, Brück und Wiesenbruck sind verschärfte Kontrollen angekündigt. An den Schulen selbst werden Polizisten in den nächsten Wochen über den Straßenverkehr aufklären. „Pflicht ist die Busschule mit allen Klassen. Dabei werden das Ein- und Aussteigen, Grundverkehrsregeln sowie die gegenseitige Rücksichtnahme geübt,“ erklärt Polizeihauptkommissarin Doreen Köhler. Im vergangenen Schuljahr gab es relativ viele Rangeleien an Bushaltestellen.

Von Melanie Höhn

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