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Potsdam-Mittelmark Bei akuter Gefahr immer einsatzbereit
Lokales Potsdam-Mittelmark Bei akuter Gefahr immer einsatzbereit
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17:26 08.05.2017
Wenn es brennt, ist die Not groß. Bei akuter Gefahr helfen die Feuerwehren der Nachbargemeinden mit. Quelle: Julian Stähle
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Schwielowsee

Das Thema Einsatzbereitschaft der drei Feuerwehren in der Gemeinde Schwielowsee hat eine heiße Diskussion entfacht. Bei der Podiumsrunde der SPD, den Wehren und dem Landesfeuerwehrverband am vergangenen Donnerstag in Caputh wurde klar, dass die Not schon seit Jahren groß ist und dass sie weiter wächst. Davon, dass die Feuerwehr in manchen Fällen bis zu 40 Minuten braucht, um zum Einsatzort zu kommen, weil die Personaldecke so dünn ist, distanzierte sich Gemeindewehrführer Dennis Hartmann gegenüber der MAZ am Montag klar. Ein Kamerad hatte anhand eines Beispiels darstellen wollen, wie prekär die Lage gerade tagsüber ist. Doch bei diesem konkretem Fall habe es sich nur um einen qualmenden Komposthaufen gehandelt.

Im Falle eines Wohnungsbrandes und akuter Gefahr sähe das ganz anders aus: „Bei so einem Stichwort wird immer die komplette Feuerwehr Schwielowsee mit allen drei Ortsteilen und einer Nachbargemeinde, also zum Beispiel Werder, Seddiner See oder Michendorf, alarmiert“, so Dennis Hartmann. Damit sei zu hundert Prozent garantiert, dass der Bürger die entsprechende Hilfe in einer angemessenen Zeit erhält. Eine sogenannte Alarm- und Ausrückeordnung sichere zu, dass immer und zu jeder Tageszeit eine Feuerwehr zur Hilfe eilt. Hartmann sei bis jetzt kein einziger Fall bekannt, in dem die Freiwillige Feuerwehr Schwielowsee nicht ausrücken konnte. Damit sich die Schwielowseer aber auch weiterhin sicher fühlen können, müssten sich Politiker auf allen Ebenen und auch die Bürger Gedanken machen, wie die Feuerwehr in Zukunft personell fit gemacht werden kann. Begründete Kritik sei daher hilfreich, so Hartmann.

In einer Diskussionsrunde hatte die SPD in Schwielowsee die Staatssekretärin des Brandenburgischen Innenministeriums, Katrin Lange, die Bundestagskandidatin Manja Schüle und den Landesfeuerwehrverband zusammengebracht, um herauszufinden, wo die größten Probleme bei den ehrenamtlichen Brandschützern in der Gemeinde liegen. Neben der Personalnot kristallisierte sich zum Beispiel auch heraus, dass mehr Unternehmer dafür gewonnen werden müssten, ihre Mitarbeiter für die Feuerwehr freizustellen.

Von Luise Fröhlich

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