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Potsdam-Mittelmark Beim Abi-Ball in Werder (Havel) lief einiges schief
Lokales Potsdam-Mittelmark Beim Abi-Ball in Werder (Havel) lief einiges schief
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00:19 06.08.2017
Seit vergangenem Jahr betreibt Wohlthat Entertainment das Ausflugsrestaurant auf der Bismarckhöhe und richtet Veranstaltungen aus. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Werder

Eigentlich sollte es der schönste Abend für die Abiturienten des Ernst-Haeckel-Gymnasiums in Werder werden. Am 8. Juli feierte die Jahrgangsstufe 12 ihren Abiball auf der Bismarckhöhe. Jetzt liegen die Abiturienten im Clinch mit dem Betreiber und Veranstalter des Balls, Wohlthat Entertainment. Während die ehemaligen Schüler kritisieren, dass für einen Kartenpreis von 57 Euro pro Person zu viel falsch lief, beklagt die renommierte Berliner Agentur erhebliche Schäden am Objekt, die nach seiner Aussage durch Teilnehmer und Gäste der Abiturfeier verursacht worden sind. Das ergab eine Nachfrage bei Wohlthat Entertainment, nachdem sich ein Abiturient bei der MAZ per Mail über den misslungenen Abi­ball beschwert hatte. Die Liste der Vorwürfe ist lang. Der Veran­stalter erklärt alle für haltlos. Derzeit laufe ein Verfahren, an dem auch die Stadt Werder beteiligt sei.

Der Ärger habe bereits im Vorfeld des Abiballs begonnen, wie der ehemalige Schüler erklärt. Weil sämtliche Angebote des Betreibers für die Veranstaltung als Nettobetrag ausgewiesen waren, habe Wohlthat Entertainment unter der Androhung, den Abiball abzusagen, kurzfristig eine Nachzahlung von 2000 Euro gefordert. Dies haben die Abiturienten als „fragwürdige Umgangsform mit Schülern im Alter von 17/18 Jahren“ empfunden. Laut Gabriele Just von Wohlthat Entertainment hat es sich dabei nicht um eine Nachzahlung, sondern um eine längst fällige Restzahlung des vereinbarten Veranstaltungshonorars gehandelt. Sie bestätigt, dass der Termin kurz vor der Absage stand. Allerdings deshalb, weil „das gegengezeichnete Angebot erst sieben Tage vor der geplanten Veranstaltung bei uns einging, trotz mehrerer Erinnerungen“, so Gabriele Just. Eigentlich hätte es drei Monate vorher abgeschickt werden müssen. Sonst könne der Veranstalter den Wunschtermin nicht frei halten. Da sich im Laufe der Zeit die Gästezahlen änderten und es Kommunikationsschwierigkeiten gab, hätten die Schüler nicht rechtzeitig zahlen können, sagen sie.

Sicherheitsauflagen führten zu Einlassstopp

Außerdem kritisierten die Abiturienten, dass der zeitliche Ablauf durcheinander geraten sei und die Gäste eine halbe Stunde auf die Eröffnung des Büffets warten mussten. Diese Vorwürfe weist Wohlthat Entertainment von sich. Die Planung habe sich deshalb verschoben, weil eine Vertreterin des Veranstaltungskomitees vorher darum gebeten hatte, die Essensvorbereitungen zu stoppen. Dies war dann kurzfristig nicht mehr umzukehren, sagt Gabriele Just. Mit dem Catering waren die Abiturienten auch wegen anderer Dinge unzufrieden: „Hühnchen wurde noch fast roh serviert, es waren Glassplitter im Essen und die Erdbeeren schimmelten“, schreibt der Abiturient in seiner Mail. Im Anhang befanden sich zwei Fotos, die diese verschimmelten Erdbeeren zeigen.

Weiterhin beklagen die Abiturienten, dass schon ab 22.30 Uhr keine Gäste mehr auf den Ball gelassen wurden, weil die Eintrittsbändchen aufgebraucht gewesen sein sollen. Anfangs wurden diese Bändchen, die mit ihrer Farbe das Alter kenntlich gemacht haben, angeblich vertauscht, heißt es in dem Brief weiter. Laut Gabriele Just ist der Einlass gestoppt worden, als die für die Sicherheitsfreigabe maximale Personenzahl erreicht war. „Ein Verstoß gegen Sicherheitsauflagen kann aus naheliegenden Gründen nicht toleriert werden“, erklärte sie. Dies sei an dem Abend auch so kommunziert worden. Nachdem einige die Feier verlassen hatten, seien neue Gäste nachgerückt. „Alle Eintrittsbändchen waren in ausreichender Anzahl vorhanden und wurden auch nicht vertauscht“, so Gabriele Just. Detailliertere Stellungnahmen wollte Wohlthat Entertainment zum jetzigen Zeitpunkt des laufenden Verfahrens nicht machen, um sowohl die Schule als auch die nachfolgenden Abi-Jahrgänge zu schützen.

Die Anschuldigungen, Schäden am Haus der Bismarckhöhe hinterlassen zu haben, kennen die ehemaligen Schüler. Allerdings könne sie sich keiner erklären. „Den ganzen Abend war nichts passiert“, schreibt der Schüler auf Nachfrage der MAZ. Die Versicherung müsse nun untersuchen, ob die Vorwürfe berechtigt sind. Die Abiturienten planen, einen Beschwerdebrief an den Veranstalter zu schicken. Darin fordern sie eine Entschädigung in Höhe von 20 Prozent der Vertragssumme.

Von Luise Fröhlich

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