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Potsdam-Mittelmark Beim Herbstputz zusammengerückt
Lokales Potsdam-Mittelmark Beim Herbstputz zusammengerückt
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18:15 22.10.2017
Beim Herbstputz auf dem Spielplatz im Bad Belziger Klinkengrund rückten am Sonnabend alle Generationen zusammen. Nicht nur aus dem Wohngebiet selbst. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Zwei Dutzend Leute treffen sich am Sonnabend Vormittag auf dem Spielplatz hinter dem altersgerechten Wohnblock an der Hans-Marchwitza-Straße. Sie sind mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken, Besen und Laubharken ausgerüstet und guter Laune. „Wir sind mehr als doppelt so viele Leute wie beim ersten freiwilligen Arbeitseinsatz“, freut sich Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos). Er streift die Arbeitshandschuhe über und packt wie beim Subbotnik im Sommer ordentlich mit an.

Die Einsätze sollen zur Tradition werden und an das Bewusstsein der Bewohner des Viertels appellieren, selbst auf die Sauberkeit im Wohnumfeld zu achten. Quartiersmanager Carsten Tarrach vom Stadtteiltreff „Klinke 1“ ist der Organisator. Die Aktion ist nämlich in das Programm „Soziale Stadt“ eingebettet, über das nicht nur eine Wohnumfeldverbesserung erreicht, sondern auch das Miteinander gestärkt werden soll.

„Ich denke, dass die Subbotnikidee nicht nur hier wiederbelebt werden muss“, bemerkt Leisegang und hofft, dass dieselbe im gesamten Stadtgebiet und in den 14 Dörfern wieder mehr greift Zugunsten von verloren gegangenem Gemeinschaftsgefühl und der Verantwortung jedes einzelnen über die eigenen vier Wände bzw. das eigene Hoftor hinaus.

Hilfe vom anderen Ende der Stadt

Tobias Jäger ist einer der freiwilligen Helfer, die am Sonnabend mit anpacken. Dabei wohnt er nicht einmal im Klinkengrund, sondern am entgegen gesetzten Ende der Stadt, im Kurpark. Ein Arbeitskollege erzählte ihm vom Einsatz und fragte, ob er nicht mit anpacken möchte. Für den 26-Jährigen gab es nur eine Antwort: „Na klar.“ Inge Leifheit bildet mit ihrer Enkeltochter Alexandra ein Team. Die Zehnjährige ist in Borkheide zu Hause und verbringt das Wochenende bei den Großeltern in der Kur- und Kreisstadt. Die beiden fegen, harken und lachen. Die gemeinsame Arbeit bereitet ihnen Freude.

Mit jedem Meter des Spielplatzareals, auf dem es neben einer Skaterbahn auch ein Volleyballfeld und einen riesigen Sandkasten gibt, wächst die Gruppe der freiwilligen Helfer enger zusammen. „Ich habe solche Einsätze schon früher als sehr angenehm empfunden. Es war mir immer ein Bedürfnis mit anzupacken“, bemerkt Leifheit.

Ursula Senftleben ist mit ihren Kindern zum Herbstputz gekommen. Die Familie ist in der Wittenberger Straße zu Hause. Wenn der Nachwuchs nicht gerade mit dem Bobbycar oder dem Skateboard auf dem Areal unterwegs ist, hilft er den Erwachsenen beim Fegen von Blättern oder greift zur Harke. Wir haben diesen Platz für unsere Familie erst im Frühjahr entdeckt“, erzählt die 43-Jährige. Auf der Suche nach einem Areal, auf dem die Tochter gefahrlos das Fahrradfahren erlernen kann. Von Carsten Tarrach erfuhren sie wiederum vom freiwilligen Arbeitseinsatz. „Man kann als Familie hier wunderbar einen Sonntag verbringen“, so Senftleben weiter. Sie hofft, dass der Platz um einige Spielgeräte für kleine Kinder und einen Grillplatz ergänzt wird und dass sich noch mehr Menschen als bisher für freiwillige Arbeitseinsätze – zu Gunsten der Allgemeinheit – begeistern lassen.

Von Christiane Sommer

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