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Beliebte Namen: Marie und Leon ganz vorn

Statistik für Neugeborene im Fläming Beliebte Namen: Marie und Leon ganz vorn

Ausgefallene Wünsche waren nicht dabei. Bei der Namensgebung für ihre Neugeborenen setzten Eltern im Fläming vorige Jahr auf bekannte Favoriten wie Marie und Leon. Aber auch Vornamen früherer Zeiten kommen zunehmend wieder in Mode. Das geht aus einer MAZ-Umfrage bei den Standesämtern der Region hervor.

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Oskar gehört zu den beliebtesten Vornamen im Fläming.

Quelle: thomas Wachs

Bad Belzig. Die Eltern im Fläming entwickeln viel Fantasie, wenn es um die Vornamen ihrer neu geborenen Kinder geht. Allerdings gab es für die Standesbeamten im Fläming im vorigen Jahr keinen Grund, einen Namenswunsch zu versagen. Dies könnte passieren, wenn ein Name nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden kann oder nach Ansicht des aufnehmenden Beamten dem Wohl des Kindes schaden könnte.

Im gesamten Fläming wurden im Vorjahr 303 Neugeborene angemeldet. In der Kreisstadt führen Marie, Mia und Emma bei den Mädchen die Namenshitliste an. Bei den Jungs liegen Leon und Oscar vorne. In Bad Belzig sind seit vorigem Jahr 90 neue Erdenbürger zu Hause. In Treuenbrietzen wurde kein einziger Vorname der 65 Neugeborenen doppelt vergeben. Auch die 32 in der Gemeinde Wiesenburg/Mark geborenen Babys heißen alle anders. Im Amt Brück, wo 72 Kinder das Licht der Welt erblickten, findet man 64 unterschiedliche Vornamen.

Neuer Name nur mit Gutachten

Die beliebtesten Vornamen im Hohen Fläming waren 2015 bei den Mädchen Marie, Hannah, Emilia, Lea, Selma und Lieselotte. Bei den Jungen ist die Rangfolge Leon, Oscar/Oskar, Jonas, Tim, Mats, Liam.

Für Neugeborene ist die Namensregelung im deutschen Personenstandsgesetz geregelt.

Wenn ein Standesbeamter einen Namenswunsch ablehnt, wird die Entscheidung von der Gesellschaft für deutsche Sprache überprüft und dort eine endgültige Entscheidung getroffen.

Bei mehreren Vornamen haben Erwachsene die Möglichkeit, den Rufnamen zu ändern.

Um einen gänzlich anderen Vornamen für sich zu wählen ist ein psychologisches Gutachten notwendig, das diesen Wunsch befürwortet. Bekanntestes Beispiel im Land Brandenburg ist der Schweizer Fernsehmoderator Dieter Moor. Er möchte seit zwei Jahren Max genannt werden.

Nur Hannah, Lea, Lieselotte und Selma sowie Jonas, Leon und Liam werden später in Kindergarten und Schule auf einen Namensvetter treffen. Ein Schicksal, dass auch die 45 Niemegker Kindern, die im Vorjahr geboren wurden, nur selten ereilen dürfte. Dort hat Jonas – gemeinsam mit Tim und Osc(k)ar – die Nase mit je zwei Nennungen vorne. Bei den Mädchen wurden einzig zwei Babys mit dem Namen Emilia ins Melderegister eingetragen.

Trotz der Namensvielfalt registrieren die Standesbeamten allgemein im Fläming eine Rückbesinnung auf frühere Vornamen. Während Emma inzwischen auch in der Spitzengruppe der deutschlandweiten Hitlisten liegt, sind jetzt auch Freya oder Mathilda im Fläming anzutreffen. Bei den Jungs sind Karl, Edgar, Gustav und Konrad zu finden. Exotische Namen haben indes eher Seltenheitswert. Flämingweit haben Leon, Os(c)kar und Jonas die Nase vorne, dicht gefolgt von Tim. Bei den Mädchen sind Marie, Hannah, Emilia, Lea und Selma die Spitzenreiter.

Von den regionalen Favoriten tauchen nur Jonas als sechster und Tim als 16. auf einem vorderen Platz in den bundesweiten Hitlisten auf. Oscar indes findet man nicht mal unter den 50 häufigsten Vornamen. Mit Lea als Dritte und Emilia als Achte finden sich jedoch zwei Vornamen aus dem Spitzenfeld des Flämings auch im bundesdeutschen Ranking weit vorne. Marie als 26. und Hannah auf Platz 34 sind in Gesamtdeutschland im guten Mittelfeld zu finden.

Von Andreas Koska

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