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Potsdam-Mittelmark Benefizkonzert für die „Königin“
Lokales Potsdam-Mittelmark Benefizkonzert für die „Königin“
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00:28 23.08.2015
Pfarrer Jürgen Lüdersdorf mit einer wurmzerfressenen Holz- und einer billigen Blechpfeife, die später als Ersatz eingebaut wurde, aber nicht lange hielt. Quelle: Uwe Klemens
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Rietz

Tango, Bossa Nova und Bach’sche Fuge erklingen am kommenden Sonntag um 17 Uhr in einem Benefizkonzert in der Dorfkirche in Rietz. Zu Gast ist der Berliner Organist Joachim Thoms, der bereits mehrfach in der Treuenbrietzener Region zu hören war und erst am vergangenen Wochenende Wagner-Orgel in der Marienkirche der Sabinchenstadt zum Klingen brachte. Als Thoms am Rande eines seiner Konzerte vom Schicksal der Rietzer Orgel erfuhr, entstand spontan die Idee eines weiteren Konzertes zu deren Gunsten.

Die Rietzer Orgel ganz groß zum Klingen zu bringen, wird auch dem erfahrenen Organisten wohl kaum. Denn fünf der ursprünglich sechs Register fehlen komplett. Dort, wo früher die Pfeifen aus Holz und englischem Zinn standen, wurden die Löcher zur Luftzufuhr mit Papierstreifen überklebt, damit wenigstens die verbliebenen Pfeifen noch etwas Luft bekommen. „Zu wenig, um damit einen Chor so begleiten zu können, dass die Zuhörer davon etwas haben“, sagt die Treuenbrietzener Kantorin Henrike Etté, die froh ist, mit Joachim Thoms nun einen weiteren Unterstützer für die beabsichtigte Sanierung der Orgel gefunden zu haben.

„Noch dazu einen so schwungvollen“, wie sie versichert. Mit etwa 70 weiteren Zuhörern lauschte sie bereits am vergangenen Wochenende in der Sabinchenstadt Thoms schwungvollen Mix aus Welt- und Kirchenmusik. Damit das Konzert auch für die Zuhörer in Rietz ein Genuss wird, bringt Joachim Thoms seine eigene E-Orgel mit.

„Wir hoffen, mit dem Benefizkonzert die Grundlage für die Instandsetzung der Orgel legen zu können“, sagt der pensionierte Pfarrer Jürgen Lüdersdorf, der 23 Jahre lang in Treuenbrietzen in Treuenbrietzen wirkte und auch für die Rietzer Gemeinde zuständig war. Als langjähriger Chorleiter und Gelegenheits-Organist kennt auch das Handicap, auf der Rietzer Orgel glanzvolle Töne zu erzeugen. Dass das bis zum ersten Weltkrieg ganz anders war, ist er überzeugt.

Bomben und Granaten waren damals wichtiger, als Orgelmusik. Mit dem kaiserlich verordneten Einschmelzen der Pfeiffen ereilte die Rietzer Orgel das selbe Schicksal, wie unzähligen ihrer Schwestern. Für das vom Niemegker Orgelbauer Gottfried Wilhelm Baer 1854 gebaute Instrument begann die bis heute währende Leidenszeit. Der Zahn der Zeit und der immer aktive Holzwurm leisteten in den Jahrzehnten danach ganze Arbeit.

Als die Kirche in den 90er Jahren restauriert wurde, schauten die Orgelfachleute der Potsdamer Firma Schuke auch nach der betagten „Königin der Instrumente“, von deren königlichen Glanz nicht mehr viel übrig geblieben war. Notdürftig wurde wenigstens eines der Register wieder hergestellt, so dass sich während des Gottesdienstes kleiner Stücke spielen lassen.

Von Uwe Klemens

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