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Benkener wollen in Tempo-Anzeige investieren

Hohe Geschwindigkeiten Benkener wollen in Tempo-Anzeige investieren

Immer mehr Autos rollen auf der L 95 zwischen Görzke und Bad Belzig. Doch durch das 125-Einwohner-Dorf Benken wird weiter gerast. Nun wollen Anwohner und Kommune in eine Geschwindigkeitsanzeige investieren und hoffen, dass dann etwas Verkehrsberuhigung erreicht wird.

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An der L-95-Ortsdurchfahrt Benken bremsen aktuell höchstens am Rand parkende Fahrzeuge.

Quelle: René Gaffron

Benken. Die L 95 wird mehr denn je zur Schnellstraße in dem 125-Einwohner-Ort Benken. Dabei gilt es, eingangs von Bad Belzig kommend immerhin eine kleine Doppelkurve zu meistern. Etwas außerhalb, an der Zufahrt zur Miteinander-gGmbH-Wohnstätten für Behinderte, wird zuweilen die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometer je Stunde von Beamten des Polizeireviers Bad Belzig kontrolliert. Doch im Dorf sind die Anwohner genervt von den Rasern. Mitunter stellen sie deshalb eigene Fahrzeuge am Fahrbahnrand ab, was Wirkung zeigt, aber durchaus zu brenzligen Situationen führen kann.

Zumal der Verkehr zunimmt, wie Rita Neumman bemerkt hat. „Nicht nur wenn die A 2 zwischen Ziesar und Brandenburg an der Havel wie zuletzt so oft gesperrt ist, rollt die Blechlawine durch Benken“, so die Ortsvorsteherin. „Sondern bei zahlreichen Straßenbauvorhaben in Bad Belzig und Umgebung wird die Strecke obendrein als offizielle Umleitung empfohlen“, stellt die Ortsvorsteherin fest. Doch hat die steigende Zahl der Fahrzeuge ihrer Meinung nach nicht dazu geführt, dass das Tempo reduziert wird. Im Gegenteil: Alle hätten es eiliger denn je.

Weil amtlich nach wie vor keine Verkehrsberuhigung auf 30 Kilometer je Stunde zu erwirken ist, setzen die Anwohner nunmehr darauf, dass wenigstens das Tempo-50-Limit innerorts eingehalten werden soll. Da es keine dauerhafte Überwachung geben kann, wird die Anschaffung eines sogenannten Dialog-Displays in Betracht gezogen. Es zeigt den Fahrzeugführern wahlweise in rot oder grün an, wie schnell sie unterwegs sind.

Durch einen Sensor wird die Geschwindigkeit erfasst und dargestellt, doch dient das System nicht zur Verkehrsüberwachung, da es keine Kamera und keine Kennzeichenaufzeichnung besitzt. „Das hat dennoch durchaus Effekte“, wissen die Benkener auch aus eigener Erfahrung. Denn gleich im Nachbarort Lübnitz am ehemaligen Standort der Freien Schule Fläming ist eine solche Anlage installiert. Sie wurden in der Vergangenheit von einer Stiftung vor allem zur Schulwegsicherung preiswert angeboten.

„Zwischen 1000 und 3000 Euro müssen kalkuliert werden“, hat Peter Krzistkowski recherchiert. Das ist es ihm und zahlreichen Anwohnern wert, wie eine Probeabstimmung während der jüngsten Ortsbeiratssitzung ergeben hat. Zumal Bürgermeister Marco Beckendorf (Die Linke) signalisiert hat, dass er sich vorstellen kann, dass die Gemeinde Wiesenburg/Mark die Hälfte der Kosten übernimmt und im nächsten Etat einplanen könnte. Tatsächlich habe sich die Technik, die ohne große Wartung auskommt, auch schon vor der Grundschule „Am Schlosspark“ bewährt, so der Gemeindechef.

Von René Gaffron

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