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Benzingespräche auf dem Turnplatz

Oldtimertreffen in Bad Belzig Benzingespräche auf dem Turnplatz

Mehr als 50 betagte Fahrzeuge rollten am Sonnabend zum vierten Oldtimertreffen auf den Turnplatz in Bad Belzig. Das lockere Treffen der teils mehr als 100 Kilometer weit angereisten Liebhaber historischer Autos und Motorräder markierte den Auftakt der 53. Burgfestwoche in der Kur- und Kreisstadt. Höhepunkt war ein Korso durch die Stadt.

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Hans-Joachim Beyer rollte mit seinem EMW 340-2 von 1953 zum Oldtimertreffen in Bad Belzig.

Quelle: Thomas Wachs

Bad Belzig. Der erste Enkel von Hans-Joachim Beyer ist versorgt. Zum Oldtimertreffen in Bad Belzig durfte der fünfjährige Gustav am Samstagnachmittag das erste Mal auf seiner AWO 425 sitzen. Das liebevoll restaurierte Motorrad hat ihm sein Großvater zugedacht. „Es stammt von 1951 aus der allersten Serie nach dem Krieg“, erzählt er. Auch für seinen zweiten Enkel, dem vierjährigen Johannes, hat der Oldtimerfreund aus Wiesenburg bereits eine AWO gleichen Typs reserviert. Die muss allerdings noch restauriert werden. Für den 63-Jährigen und seinen Sohn sind alte Fahrzeuge seit Jahren das große Hobby. Mehr als 20 verschiedene Fahrzeuge gehören inzwischen zu ihrer privaten Sammlung. Aktuell werkeln die Enthusiasten an einem BMW 320 Cabrio von 1938. „Von dem Typ gibt es weltweit nur noch neun Stück“, erzählt der langjährige Vertriebsleiter der Drahtzieherei Wiesenburg auf dem Turnplatz in Bad Belzig.

Dort reiht er an dem Tag seinen in drei Jahren Arbeit originalgetreu hergerichteten EMW 340-2, Baujahr 1953, in die Reihen der insgesamt mehr als 50 präsentierten Schmuckstücke verschiedenster Art ein. „So 80 bis 90 fahrbereite Wagen dieses Modells gibt es heute noch“, erzählt Beyer beim Oldtimertreffen am Turnplatz.

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Mehr als 50 betagte Fahrzeuge rollten am Sonnabend zum vierten Oldtimertreffen auf den Turnplatz in Bad Belzig. Das lockere Treffen der teils mehr als 100 Kilometer weit angereisten Liebhaber historischer Autos und Motorräder markierte den Auftakt der 53. Burgfestwoche in der Kur- und Kreisstadt. Höhepunkt war ein Korso durch die Stadt.

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Flotte englische Roadster parken dort neben Wartburg-Kombis und umgebauten Trabant-Cabrios aus DDR-Produktion sowie betagten Limousinen. Auch Motorräder, amerikanische Jeeps und historische Traktoren sind dabei. „Benzingespräche“ gehören zum Flair. Jeder Enthusiast hat spannende Geschichten zu seinem Fahrzeug zu erzählen.

Hannelore und Peter Fröhlich sind den Sommer über fast jedes Wochenende auf Oldtimertreffen anzutreffen. Bis zu 250 Kilometer spulen sie dafür mit einem ihrer historischen Gefährte ab. Den ehemaligen Inhabern einer Autoverwertung in Brandenburg an der Havel hat es nun im Rentenalter der Aufbau von Oldtimern angetan. Zur Sammlung zählen dutzende Trabant und auch ein demnächst 100 Jahre alter Ford T, eines der ersten am Fließband produzierten Autos. Nach Bad Belzig sind die Havelstädter mit ihrem Ford A, Baujahr 1930, angerollt. Der Wagen bringt dem Paar prompt die Anerkennung als ältestes Fahrzeug des Tages ein.

Hannelore und Peter  Fröhlich stellten mit ihrem Ford A von 1930 das älteste Auto des Oldtimertreffens

Hannelore und Peter Fröhlich stellten mit ihrem Ford A von 1930 das älteste Auto des Oldtimertreffens.

Quelle: Thomas Wachs

„Wir haben für das Treffen keine festen Regeln. Alle Fahrzeugfreunde mit ihren mindestens 30 Jahre alten Oldtimern sind willkommen“, sagt Hans-Joachim Brauer, Organisator des Treffens vom Motorsport- und Simson-Club „Burg Eisenhardt“ Bad Belzig (MSC).

Drei Preise vergeben

Zum vierten Oldtimertreffen in Bad Belzig gab es für jeden beteiligten Fahrzeugfreund eine Teilnehmerurkunde.

Darüber hinaus erfolgte eine Wertung in drei Kategorien. Prämiert wurden das älteste Fahrzeug, das Fahrzeug mit der längsten Anreise auf eigener Achse sowie das Lieblingsfahrzeug in der Gunst des Publikums.

Den Preis für das älteste Fahrzeug erhielten Hannelore und Peter Fröhlich aus Brandenburg an der Havel für ihren Ford A, Baujahr 1930.

Die weiteste Anreise absolvierte Bernd Busl aus dem Raum Stendal. Er war mit seinem Dnepr-Motorradgespann 110 Kilometer weit angerollt.

Das beliebtes Fahrzeug in der Publikumswertung war der Traktor Lanz Bulldog, Baujahr 1939, von Manfred und Lars Habedank aus Dippmannsdorf.

„Das Oldtimertreffen bildet nun wieder einen würdigen Rahmen zum Auftakt unserer Burgfestwoche“, sagt Hannelore Klabunde-Quast (parteilos). Nach der offiziellen Eröffnung der 53. Auflage des Stadtfestes durch die Bürgermeisterin gehen die Oldtimerfreunde auf Rundfahrt durch die Stadt. Mit ihrem Lanz Bulldog, Baujahr 1939, führen Lars und Manfred Habedank aus Dippmannsdorf den Korso historischer und origineller Fahrzeuge an. Den Straßenrand säumen indes nur wenige Schaulustige. An der Sandberger Straße erwartet ein Paar, das es sich extra mit Kaffeetassen und Campingstuhl gemütlich gemacht hat, den Korso.

 

Von Thomas Wachs

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