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Bereit für die Energiewende zu Hause

Kleinmachnow Bereit für die Energiewende zu Hause

Die Gemeindliche Wohnungsgesellschaft Gewog, die Umweltgruppe Lokale Agenda 21 und die Brandenburger Verbraucherzentrale wollen im April die Aktion „PrimaKlimaMieter“ in Kleinmachnow starten.

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Gewog-Geschäftsführerin Katja Schmidt (43) freut sich auf die Mieter-Aktion.

Quelle: Claudia Krause

Kleinmachnow. Die Energiewende geht alle an, aber Aufklärung ist noch nötig, um zu zeigen, wie jeder selbst eingreifen kann. Deshalb haben sich auf Anregung von Julian Affeld, Mitglied der Lokalen Agenda 21 und ehrenamtlicher Ansprechpartner für E-Mobilität in der Gemeinde, die Gewog und die Verbraucherzentrale Brandenburg zu dem Projekt „PrimaKlimaMieter“ verabredet. Die Idee: Wie können sich Mieter an der Energiewende beteiligen und von ihr profitieren.

Der Einwand, diese seien etwas eingeschränkter als Hauseigentümer, die schalten und walten können, wie sie wollten, gelte nicht zwingend. Sicher könne der Eigentümer schnell selbst über den Wechsel des Heizungstyps entscheiden, was der Mieter nicht kann, räumt Affeld ein. Doch auch der Mieter kann einiges tun, um etwa Heiz- und Stromkosten zu sparen – und zwar „ohne Verlust von Komfort“, keiner müsse deshalb in der kalten Stube sitzen oder Wasser sparen, wie Gewog-Chefin Katja Schmidt sagt. Sie war sofort bereit, mitzumachen. „Jetzt suchen wir Gewog-Mieter, die an dem einjährigen Modellprojekt teilnehmen möchten“, wirbt Prokurist Christian Gröner ( 52). Bis zum 20. März können sich Gewog-Mieter melden. Gewünschter Projektstart ist April 2017; nach einem Jahr wird Bilanz gezogen. Die Verbraucherzentrale rechnet laut Affeld (48) „mit einer Einsparung von 30 bis 50 Prozent pro Haushalt“. Und was erwartet die Teilnehmer am Projekt?

Ein Energieberater der Verbraucherzentrale kommt in den Haushalt und erfasst den Ist-Stand. Er schaut sich die Beleuchtung an, ob sie effizient und das Geld für sie optimal eingesetzt ist. Oder ob eine Umstellung auf LED besser wäre. Er checkt die großen Haushaltsgeräte auf Energiefresser und rät gegebenenfalls zum Neukauf. Hinweise zum Abschalten von Standby-Funktionen bei TV- und Radiogeräten gehören ebenso dazu wie etwa der Vorschlag, mittels eines sogenannten Balkonkraftwerkes Stromkosten zu sparen. Dafür wird über ein Solarmodul Energie aus Sonnenstrahlen in Strom umgewandelt und direkt in den Wohnungsverbrauch eingespeist. Möglich wäre auch eine Erneuerung der Heizkörperventile oder der Einbau von Wasserspararmaturen.

Julian Affeld ist der offizielle ehrenamtliche Ansprechpartner für E-Mobilität in der Gemeinde Kleinmachnow

Julian Affeld ist der offizielle ehrenamtliche Ansprechpartner für E-Mobilität in der Gemeinde Kleinmachnow. Er hat das „PrimaKlimaMieter“-Projekt angeregt. Hier betankt er sei Elektroauto an der Stromsäule hinterm Rathaus.

Quelle: Martin Steger

Die Agenda-Gruppe und die Gewog reichen pro Haushalt insgesamt 400 Euro für Maßnahmen aus. Aber es könne zum Beispiel auch jemand während des Projektes ein Pedelec ausprobieren und das eigene Auto stehen lassen. Der Energieberater schaut sich zwischendurch die Einsparergebnisse an, persönliche Daten werden nicht erhoben und nirgends außerhalb dokumentiert. Die Mieter werden zu Treffen der Agenda-Gruppe eingeladen und gebeten, im Internet ihre Erfahrungen übers Jahr kundzutun, damit auch andere Menschen davon profitieren und die persönliche Energiewende zu Hause einleiten können.

Interessierte Teilnehmer gesucht

Die Gemeindliche Wohnungsgesellschaft Kleinmachnow mbh (Gewog) hält 1300 Wohnungen im eigenen Bestand, darunter 300 in der Gemeinde Nuthetal. Schätzungsweise 2600 Mieter leben in den Quartieren.

Die Teilnahme an der ab April geführten Aktion „PrimaKlimaMieter“ ist kostenlos.

Interessierte Haushalte, die sich beteiligen möchten, können formlos ihre Bereitschaft bis zum 20. März bei der Gewog bekunden.

Das kann per Anruf, per Post oder Mail erfolgen. Die Gewog hat ihren Sitz in 14532 Kleinmachnow, Rodelberg 2,
Tel.: 033203/3055-12, Fax: 033203/7 97 44, Mail: primaklima@gewog-kleinmachnow.de

Beteiligen können sich ausschließlich Bürger, die Mieter bei der Gewog sind – egal, ob in einem Mehrgeschosser oder in einem Einfamilienhaus.

Nach Rücksendung eines Fragebogens zur Motivation der Teilnahme, werden Haushalte ausgewählt und zum Gespräch eingeladen.

Von Claudia Krause

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