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Potsdam-Mittelmark Bereit für die Feuerwehrolympiade in Villach
Lokales Potsdam-Mittelmark Bereit für die Feuerwehrolympiade in Villach
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17:34 07.07.2017
Michelle Wüstenhagen, Caroline Hoffmann und Franziska Wüstenhagen (von links) gehören zum „Team Brandenburg“ bei der Feuerwehrolympiade 2017 im österreichischen Villach. Auf dem Balken, der auf dem Reitplatz in Schwanebeck steht, haben sie in den vergangenen Wochen trainiert. Quelle: Josephine Mühln
Schwanebeck/Gömnigk

Retten, löschen, schützen, bergen – und das alles in kürzester Zeit und auf höchstem Niveau: Die besten Feuerwehrmannschaften aus Europa und Amerika werden in der kommenden Woche im österreichischen Villach ihre erfolgreichsten Olympioniken ermitteln. Antreten dürfen die Teams, die es bei den nationalen Titelwettkämpfen auf die vorderen Plätze geschafft haben. Mit dabei sind auch vier Mädels aus dem Hohen Fläming, die zusammen mit 26 weiteren Teilnehmern aus der Mark sowie Trainern und Betreuern „Team Brandenburg“ bilden.

Für Caroline Hoffmann aus Gömnigk, Luisa Pape sowie die Zwillinge Michelle und Franziska Wüstenhagen aus Schwanebeck ist es die erste Teilnahme an der Feuerwehrolympiade, die alle vier Jahre stattfindet – zuletzt 2013 im französischen Mülhausen. Qualifiziert haben sie sich für den Wettkampf dank ihres erfolgreichen Abschneidens bei den Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport in Rostock im vergangenen Jahr. In der Disziplin „Löschangriff“ ist Caroline gar Vizemeisterin geworden – beste Voraussetzungen also für den Start in Österreich.

Eine Woche lang wird um den Titel gekämpft

Abreise nach Villach ist am heutigen Sonnabend. Ein paar Tage Schonfrist hat das Team dann aber noch, bevor es sich beweisen muss. Von Sonntag bis Mittwoch stehen verschiedene Trainingseinheiten auf dem Programm, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Danach geht es schließlich bis zum 15. Juli in den Wettkampfmodus.

Die Brandenburger treten in vier Disziplinen an: Löschangriff nass, Hakenleitersteigen, 100 Meter Hindernislauf und 4x100 Meter Feuerwehrhindernisstaffel. „In den Einzeldisziplinen können wir bestimmt nichts reißen“, sagt Michelle Wüstenhagen. Schwester Franziska und Freundin Caroline Hoffmann nicken zustimmend. „Da heißt es dann eher: Dabei sein ist alles“, sagen sie und lachen. Aber in der Gesamtwertung, da könnte vielleicht was gehen. „Beim Löschangriff zählt Deutschland schon zu den Favoriten“, schließt Michelle.

Trainingslager für das ganze Team in Cottbus

Der Feuerwehrsport sei vor allem in Westeuropa verbreitet, sagt die 19-jährige Caroline. „In Russland ist das so populär wie bei uns der Fußball, deshalb sind die ja auch alle so gut!“ Denn besonders in den Einzeldisziplinen mache sich die Stärke der russischen und tschechischen Sportler bemerkbar, erzählen. die Mädchen. „Da sind richtige Leichtathleten dabei, viele machen hauptberuflich Sport. Bei uns ist es ja nur ein Hobby.“

Umso wichtiger scheint da eine gute Vorbereitung. Mindestens drei Mal pro Woche haben die Freundinnen zusammen in ihren Heimatdörfern trainiert. Zusätzlich waren sie an den Wochenenden oft in Cottbus, wo Trainingslager für das ganze Team stattgefunden haben. „Im Winter haben wir vor allem Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit trainiert“, erzählt die 20-jährige Michelle. „Und dann im Sommer mehr Techniken und Gesamtabläufe“, ergänzt ihr Schwester.

Olympiade wird seit 1961 veranstaltet

Insgesamt kommen rund 3500 Teilnehmer aus 35 Nationen zu den Feuerwehrwettkämpfen in Villach.

Veranstaltet wird die Olympiade vom CTIF – Comité Technique International de prévention et d’extinction du Feu, zu Deutsch: Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen.

Das CTIF ist eine internationale Organisation zur Förderung der weltweiten Zusammenarbeit zwischen Feuerwehrmitgliedern und weiteren Experten im Feuerwehr- und Rettungswesen.

Die Feuerwehrolympiade wird seit 1961 veranstaltet – immer an einem anderen Ort. In Deutschland war zuletzt 1993 Berlin der Gastgeber.

Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Schwanebeck und Gömnigk und beim Feuerwehrsport im Speziellen sind die Mädchen seit ihrem 16. Lebensjahr dabei. Feuerwehrsport betreiben die Zwillinge sogar schon seit der Grundschule. „Das lag in der Familie“, sagen alle drei. „Oma, Opa, die Eltern – alle waren schon in der Feuerwehr, wir wurden da reingeboren.“ Die Erfolge bei den Wettkämpfen spornten zusätzlich an, dabei zu bleiben. „Der Ehrgeiz ist gestiegen und wir haben dadurch auch neue Freunde gefunden.“

Von Josephine Mühln

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