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Potsdam-Mittelmark Bergholzer Feuerwehr muss bald laufen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bergholzer Feuerwehr muss bald laufen
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22:52 19.10.2015
Bernd Naethe Quelle: Uwe Klemens
Bergholz

Die Feuerwehrleute im Bad Belziger Ortsteil Bergholz bangen um ihre Einsatzbereitschaft. Denn die Tage des betagten Fahrzeugs in ihrem Depot sind gezählt. Rückendeckung bei ihrem Ruf nach einer Lösung erhalten sie nun von ihrem Ortsvorsteher Bernd Naethe, der auch Mitglied der Wehr ist.

MAZ: Ist der Ruf nach einer Neuanschaffung nicht verfrüht, so lange das Fahrzeug noch seinen Dienst tut?

Bernd Naethe: Leider nicht. Der T4, den die Bergholzer Wehr jetzt hat, ist Baujahr 1991 und hat inzwischen mehr als 225.000 Kilometer runter. Das merkt man inzwischen an vielen Stellen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er seinen Geist ganz aufgibt. In die Innenverkleidung haben die Kameraden beispielsweise schon ein Loch geschnitten, damit man von hinten durchgreifen kann, wenn sich die Tür mal wieder nicht von außen öffnen lässt.

So viele Kilometer klingen nach vielen Einsätzen. Wie groß ist die Wehr und wie oft rückt sie aus?

Naethe: Die meisten Kilometer stammen aus der Zeit, als das Fahrzeug nach als Krankenwagen diente. Vor 15 Jahren haben unsere Kameraden das Fahrzeug ein Jahr lang selbst zum Feuerwehrauto umgebaut. Die Zahl der Einsätze der 23 aktiven Kameraden ist nicht so hoch und schwankt zwischen drei und sieben pro Jahr.

Machen Ihnen nur Alter und Zustand des T4 Sorgen?

Naethe: Leider nicht. Das Fahrzeug ist grundsätzlich nicht für unsere Erfordernisse geeignet. Die Einbauten sind so schwer, dass das Auto tiefer liegt und wir ständig Angst haben, bei einem Einsatz auf dem Acker oder im Wald aufzusitzen. Außerdem passen legal maximal vier Leute hinein, was zu wenig ist. Und der Platz für die Ausrüstung ist so knapp bemessen, dass wir nicht alles mitnehmen können. Das geht so weit, dass wir das, was uns dann vor Ort fehlt, bei anderen Wehren zusammenborgen müssen.

Welche Alternativen dazu gibt es?

Naethe: Die einzige richtige Lösung ist ein anderes Fahrzeug.

Wo können Sie dieser Forderung Gehör verschaffen?

Naethe: Das Problem haben wir bereits diskutiert, bevor der vorletzte Gefahrenabwehrplan für die Stadt beschlossen wurde. 100.000 Euro waren in diesem für zehn Jahre aufgestellten Bedarfsplan für die beiden Wehren in Borne und Bergholz vorgesehen. Keine 10.000 sind geflossen, unter anderem auch, weil die Wehr in Borne inzwischen geschlossen wurde.

Das heißt, Ihre Sorgen blieben unberücksichtigt?

Naethe: Bisher leider ja. Auch das Geld, das für uns ausgegeben wurde, kam erst, als es wirklich nicht mehr anders ging. Die Einsatzkleidung der Kameraden war wegen der Feuchtigkeit im Gerätehaus schon teilweise so verschimmelt, dass man um den Einbau einer neue Heizung nicht mehr herum kam.

Findet sich für ein geeignetes Fahrzeug im neuen Gefahrenabwehrplan nun ein Plätzchen?

Naethe: Das haben wir gehofft, bist vor ein paar Wochen der neue Plan verabschiedet wurde. Unmittelbar vor der Abstimmung schoben die Stadtverordneten unseren Wunsch von Platz zwei auf Platz drei.

Wie kam das?

Naethe: Durch einen überraschenden Antrag zugunsten eines neuen Fahrzeugs für die Dippmannsdorfer Wehr. Davon wussten wir nichts und konnten uns nicht darauf einstellen.

Bedeutet das, dass möglicherweise auch in den nächsten zehn Jahren nichts geschieht?

Naethe: Die Erfahrung zeigt: Wenn einmal geschoben wurde, wird schnell noch mal geschoben.

Von Uwe Klemens

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