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Beschluss zum Anbau von Liften abgeblasen

Seddiner See Beschluss zum Anbau von Liften abgeblasen

Die Gemeinde Seddiner See will kommunale Häuser in Neuseddin für 2,8 Millionen Euro mit Aufzügen ausstatten. Gegenwind kommt indes von Mietern. Sie kritisierten unter anderem, zu kurzfristig und nicht ausreichend informiert worden zu sein. Der Bürgermeister zog daraufhin den Beschlussantrag zurück. Jetzt soll es eine Mieterbefragung geben.

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Will jetzt die Mieter befragen: Bürgermeister Axel Zinke (parteilos).

Quelle: Privat

Seddiner See. Die Gemeinde Seddiner See nimmt erst einmal Abstand davon, in kommunalen Häusern in der Neuseddiner Hans-Beimler-Straße zügig mit dem Anbau von Aufzügen zu beginnen. Für 2,8 Millionen Euro – finanziert über einen Kredit – wollte sie zunächst in drei Wohnblöcken mit 133 Quartieren für Barrierefreiheit sorgen. Den Beschlussvorschlag dazu zog Bürgermeister Axel Zinke (parteilos) am Dienstagabend kurz vor der Abstimmung zurück. Zuvor hatten Mieter in der Sitzung unter anderem beklagt, zu kurzfristig und nicht ausreichend informiert worden zu sein. Zudem seien Fragen noch ungeklärt. „Was passiert eigentlich, wenn wir uns sträuben“, fragte eine Mieterin. Zinke bekannte, er habe mit keinem großen Widerstand gerechnet. Nach dem Zurückziehen des Beschlussantrags kündigte er an, die Mieter anzuschreiben und unter ihnen eine Umfrage zum Vorhaben durchzuführen. Das Ziel bleibe, aber: „Wenn eine große Mehrheit dagegen sein sollte, werden wir es nicht machen“, sagte Zinke auf Anfrage. Er glaube aber nicht, dass eine Mehrheit dagegen sei. Der Anbau der Aufzüge hätte eine Mieterhöhung von monatlich 50 Cent pro Quadratmeter und höhere Betriebskosten von 25 bis 39 Cent je Quadratmeter zur Folge. Wobei die Kommune nach Angaben des Bürgermeisters den Modernisierungsaufwand nur zu einem kleineren Teil auf die Miete umlegt und bei den besagten 50 Cent „deckelt“. Der Anbau von Aufzügen an den fünfgeschossigen Häusern ist als Ziel im Leitbild der Kommune formuliert. In einem ersten Schritt ist bislang geplant, in der Hans-Beimler-Straße drei Wohnblöcke mit den Nummern 33-37, 60-63 und 64-66 mit Aufzügen auszustatten. Die Verwaltung schlägt als Ziel vor, in zwei Drittel der gemeindeeigenen Wohnungen des Gebietes Lifte einzubauen. Folgen sollen vier Wohnblöcke in der Beimlerstraße mit 200 Quartieren. Insgesamt ist also für 333 Wohnungen der Liftanbau vorgesehen. In allen diesen Häusern will die Gemeinde nun aber vorher über Umfragen ermitteln, ob die Mieter die Modernisierung wollen.

Von Jens Steglich

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