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09:58 22.10.2013
Das Leitsystem der Treuenbrietzener Altstadt wird auf die Ortsteile erweitert. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

So wie in der Altstadt bereits vor drei Jahren aufgebaut, weisen Schilder künftig auch in den Dörfern den Weg. Bis zum Jahresende soll ein Großteil der Arbeiten erledigt sein, kündigte Treuenbrietzens Bauamtsleiter Christoph Höhne diese Woche in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr an.

Insgesamt sind rund 200 Objekte in Auftrag gegeben worden. Dazu zählen neben den Masten mit farbigen Wegweisern an Knotenpunkten auch Informationstafeln und Sitzbänke an Orten von allgemeinem Interesse, erklärte der Ressortleiter auf Nachfrage der MAZ. Bei den Wegweisern wird es eine gegenseitige Verknüpfung zwischen den einzelnen Orten sowie über die Stadtgrenzen hinaus in Nachbarregionen geben. Beispielsweise im angrenzenden Amt Niemegk sowie in der Gemeinde Wiesenburg/Mark ist ein entsprechendes Leitsystem bereits installiert worden.

Gemeinsam mit Ortsbeiräten und aktiven Helfern in den Dörfern war in den zurückliegenden Monaten über ein damit beauftragtes Planungsbüro die Recherche zu den auszuweisenden Zielpunkten in den Ortsteilen und den Standorten der Wegweiser erfolgt.

Finanziert werden die insgesamt mit 58.000 Euro kalkulierten Ausgaben für Planung und Aufbau des Leitsystems aus Förderprogrammen zur Dorferneuerung. "Die Stadt Treuenbrietzen muss für das Projekt einen Eigenanteil von 20 Prozent aufbringen", so der Bauamtsleiter. Sie steuert somit 11.600 Euro bei.

Stehen demnächst auch in den Ortsteilen der Sabinchenstadt alle Hinweisschilder, ist das gestaffelte System für die gesamte Stadt Treuenbrietzen nach Jahren komplett. Große grüne Wegweiser an Durchfahrtsstraßen weisen Autofahrer auf zentrale Anlaufpunkte wie Stadtinformation, Rathaus, Parkplätze, Sportstätten, Schulen, Versammlungsorte und Ähnliches hin. Kleinere blaue Schilder knüpfen daran an. Sie liefern Ergänzungen für Fußgänger und Radfahrer. Zudem gibt es an drei markanten Punkten in der Stadt größere Tafeln mit einem Übersichtsplan sowie Fotos für die im System ausgeschilderten Ziele.

Die Stadtverordneten hatten sich vor gut drei Jahren darauf verständigt, in dieses Leitsystem keine Gastronomiebetriebe oder Pensionen aufzunehmen. Auch geht es in diesem Projekt nicht darum, Wander-, Rad- und Reitwege auszuschildern. Dies erfolgt unabhängig davon.

Für kommerzielle Ziele könnte ergänzend ein gesondertes, flexibles System aufgebaut werden, schlugen die Abgeordneten damals vor. Im Gespräch war dazu die Aufstellung von Stadtplänen an zentralen Punkten und Ortseinfahrten. Am Rand dieser Karten sollten die zuweilen wechselnden Inhaber von Gaststätten und Herbergen mit Verweis zum Stadtplan auf eigene Kosten werben können, hieß es damals in der Stadtverordnetenversammlung.

Von Thomas Wachs

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