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Beste Aussichten zwischen Havel und Fläming

Lehrstellenmobil Beste Aussichten zwischen Havel und Fläming

Mehr als 150 Ausbildungsberufe hat das Lehrstellenmobil an Bord. Es machte diese Woche Station an den Oberschulen in Bad Belzig und Brück. Dort sind die Zehntklässler durchaus schon gut informiert und einige haben sogar schon ihre Perspektive gefunden.

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Die Berufswahl scheint getroffen. Daniel Völcker wünscht sich eine Lehstelle in einem modernen Metallverarbeitungsbetrieb

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig/Brück. Die Interessenlage ist für Daniel Völcker schon einmal geklärt. Er will nämlich gern in der Metallverarbeitung _ weniger klassisch mit der Feile als vielmehr mit neuester Technik- tätig werden. Wie er es beim Praktikum in der Chronimax-GmbH im Gewerbepark Seedoche kennen gelernt hat. „Von der Vorbereitung am Computer bis zur Herstellung mit modernen Maschinen ist alles abwechslungsreich anspruchsvoll“, sagt der 16-Jährige. Er hat das noch junge Unternehmen nämlich bei einem Praktikum kennen gelernt. Da ist der Berufswunsch noch mehr gereift.

In der Branche werden es die Unternehmer gern hören. Denn gerade sie hat im Südwesten des Landes Brandenburg erheblichen Bedarf an Fachkräften deutlich gemacht. Das wird beim Blick auf die Angebote des Lehrstellenmobils allemal deutlich. Es rollt gerade wieder durch die Mark Brandenburg – die Krause-Tschetschog-Oberschule in Bad Belzig und die Oberschule Brück waren in dieser Woche die ersten Stationen nach den Herbstferien. In zehn Tagen kommt es nach Ziesar.

Mehr als 150 Angebote aus Potsdam, Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sind auf den Tafeln gelistet. Hinzu kommen Informationen über 24 duale Studiengänge, die in der Nähe offeriert werden. Der Nachwuchsmangel hat zur Folge, dass die Behörde – schon ein Dreivierteljahr vor Ausbildungsbeginn – nicht nur eine Vielzahl, sondern auch eine Vielfalt an Offerten unterbreiten kann.

Statistik stimmt

Schulabgänger sind zumindest laut Statistik versorgt, wenn es um eine Lehrstelle geht. 4067 freie Ausbildungsplätze wurden der Arbeitsagentur dieses Mal gemeldet 3131 junge Menschen waren hingegen auf der Suche nach.

Ganz so einfach geht die Rechnung jedoch nicht auf. Unversorgt blieben in diesem Herbst nämlich 335 Bewerber; immerhin 113 mehr als zum Vorjahr.

Noch zu oft passen Stärken und Schwächen der jungen Leute einerseits sowie Anforderungen oder/und Einsatzbedingungen andererseits nicht zusammen. Da soll laut Arbeitsagentur künftig noch intensiver vermittelt werden.

„Den größten Bedarf hat das Baugewebe gemeldet“, sagt Frank Liebig, der bei der Arbeitsagentur für die Ausbildungsvermittlung zuständig ist. Unter dem Motto „Zukunft finden und Mitnehmen“ liegen Handzettel parat mit konkreten Beschreibungen von Anforderungen und Aufgaben. Das Design der Stellwände ist sowohl in Wort („Hier wird in die Röhre geguckt“ für Kanal- und Tiefbau) als auch überhaupt mit illustrierenden Bildern zeitgemäßer gestaltet und nötigenfalls kann per Wunschzettel für die Hosentasche gleich der Kontakt zum künftigen Lehrbetrieb hergestellt werden.

„Zuerst wird schon gefragt, was unmittelbar in der Heimat möglich ist“, berichtet Monika Bothe. Mitunter würde dafür auf Verdienst- und Aufstiegschancen verzichtet, wenn beispielsweise der elterliche Hof weiter bewohnt und bewirtschaftet werden kann. Andere potenzielle Bewerber hätten durchaus schon einen Karriereplan. „Und die Eltern fragen nach krisensicheren Jobs“, so die Berufsberaterin. Insgesamt gelten die jungen Leute aus den hiesigen Bildungsstätten aber als gut vorbereitet. „Gerade erst vor den Herbstferien waren alle noch mal im Praktikum“, bestätigt Christian Wieland, Klassenlehrer der 10 b in Bad Belzig.

Bei einer der Stippvisiten hat Daniel Völcker auch erkannt, was ihm keine Freude im Arbeitsleben bereiten wird. „Ich habe es extra ausprobiert. Aber das Malerhandwerk wird es wohl nicht“, sagt er.

Von René Gaffron

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