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Beste Bedingungen für Treuenbrietzener Retter

Neue Rettungswache eröffnet Beste Bedingungen für Treuenbrietzener Retter

Auf dem Gelände des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen ist die neue Rettungswache jetzt betriebsbereit. Der mehr als 600 000 Euro teure Neubau wurde am Freitag offiziell übergeben. Im 330 Quadratmeter umfassenden Winkelbau mit vier Fahrzeugstellplätzen sind 17 Sanitäter für den Schichtdienst stationiert. Die Notärzte stellt das benachbarte Krankenhaus.

Treuenbrietzen Johanniterstraße 52.082812143302 12.876274615344
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Ein moderner Winkelbau beherbergt die neue Rettungswache in Treuenbrietzen.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Mit einer Kette von Schlüsselübergaben ist in Treuenbrietzen am Freitag eine neue Rettungswache auf dem Gelände des Johanniter-Krankenhauses offiziell übergeben worden. Grund des mehrfachen Zeremoniells ist ein ungewöhnliches Konstrukt. Denn die Johanniterkliniken fungierten seit September vorigen Jahres als Bauherr und investierten mehr als 600 000 Euro in den Winkelbau direkt an der Hauptzufahrt zu ihrem Klinikkomplex. So ging der symbolische Schlüssel nach acht Monaten termingerechter Bauzeit vom Treuenbrietzener Architekten Olaf Bölke zunächst an Brigitte Scharmach, Geschäftsführerin der Kliniken, und an Lothar Koch als Kuratoriumsmitglied des Johanniterordens über.

Mehr als 2000 Rettungseinsätze gefahren

Dem Ex-Landrat-Potsdam-Mittelmarks oblag sodann die Weitergabe an seinen Nachfolger, Wolfgang Blasig (SPD). Immerhin ist der Kreis für den Rettungsdienst zuständig. Er wird den 330 Quadratmeter großen Winkelbau mit vier Garagenplätzen und Sozialtrakt langfristig mieten und so die Baukosten refinanzieren. Eigentlicher Nutzer ist wiederum die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Bei deren Regionalvorstand Ralf Boost und schließlich bei Wachenleiter Ronny Olejniuk endete die Kette der Schlüsselübergaben.

Sanitäter Marcel Kraft  zeigt  Kindern der Kita Spielkiste  den Notarztwagen

Sanitäter Marcel Kraft zeigt Kindern der Kita Spielkiste den Notarztwagen.

Quelle: Thomas Wachs

Für den Schichtdienst rund um die Uhr stellt die JUH 17 Sanitäter bereit, während die Notärzte weiterhin aus dem angrenzenden Krankenhaus rekrutiert werden. „Für deren Ausbildung dort sind wir als Landkreis sehr dankbar“, sagte Wolfgang Blasig. „Ansonsten wäre der Rettungsdienst im Kreis nicht in der hohen Qualität möglich“, so der Landrat.

Der Treuenbrietzener Stützpunkt sichert mit den weiteren Rettungswachen in Bad Belzig, Niemegk, Brück und Jeserig/Fläming die Notfallversorgung im Süden Potsdam-Mittelmarks und angrenzenden Arealen in Teltow-Fläming. 2015 erfolgten allein von Treuenbrietzen aus mehr als 2000 Rettungseinsätze. Bei 581 davon war ein Notarzt mit an Bord.

Symbolische Schlüsselübergabe

Symbolische Schlüsselübergabe: Landrat Wolfgang Blasig (SPD) und Ralf Boost (li.), Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Quelle: Thomas Wachs

Stationiert sind in Treuenbrietzen weiterhin ein Rettungs-, ein Kranken- sowie ein Notarztwagen. Zusätzlich parkt dort auch ein Ersatzfahrzeug.

Der moderner und deutliche größere Neubau ersetzt das bisherige Domizil des Rettungsdienstes in seit 1991 genutzten Garagen auf dem Klinikgelände. Diese waren mit lediglich 180 Quadratmetern Nutzfläche nicht mehr zeitgemäß. „Investitionen waren auch nötig, um der neuen Arbeitsstättenrichtlinie zu genügen“, sagte Klaus-Dieter Hallex kürzlich auf Nachfrage der MAZ. „Ein Neubau erwies sich von den Kosten als günstiger“, so der Fachdienstleiter für Rettungswesen in der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark. Der Kreis sei am dauerhaften Erhalt des Standortes interessiert. Das Mietmodell anstelle eines direkt durch den Kreis finanzierten Neubaus sei in Einzelfällen auch an anderen Standorten bereits praktiziert worden.

Kreis muss in weitere Rettungswachen investieren

Investitionsbedarf für neue Rettungswachen sieht der Fachdienstleiter mittelfristig noch an den Standorten in Jeserig/Fläming sowie in Bollmannsruh. Dort müssten die jetzigen Carports für die Einsatzfahrzeuge durch wintertauglichere Garagen ersetzt werden. Im Jahr 2014 hatte der Kreis für rund 430 000 Euro eine neue Rettungswache in Brück-Ausbau errichtet und den Standort in Michendorf modernisiert. 2013 war in Werder/Havel investiert worden.

INTERVIEW

Ronny Olejniuk leitet die neue Rettungswache 

Ronny Olejniuk leitet die neue Rettungswache. 

Quelle: Thomas Wachs

Ronny Olejniuk von der Johanniter-Unfall-Hilfe leitet die neue Rettungswache auf dem Gelände des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen.

Herr Olejniuk, wie haben sich die Bedingungen für Sie und Ihr Team mit der neuen Rettungswache verändert?

Ronny Olejniuk : Die Arbeitsbedingungen sind nicht mehr vergleichbar mit denen im alte Domizil, das mehr als 20 Jahre als Stützpunkt diente. Im Neubau haben wir nun bessere Abläufe, weil die Schleuse und die Desinfektionsabteilung nun eigene Räume haben. Insgesamt sind die hygienischen Umstände nun viel besser.

Die Wache ist rund um die Uhr besetzt. Wie erfolgt der Dienst?

Olejniuk : Zwei unserer Fahrzeuge sind je 24 Stunden besetzt. Ein weiteres neun Stunden am Tage.

Wie viel Personal arbeitet am neuen Stützpunkt?

Olejniuk : Insgesamt 17 Leute, 16 Mann und eine Frau gehören zu den Teams. Zudem ist Platz für drei Gäste, die manchmal von anderen Wachen umgesetzt werden. Drei Kollegen arbeiten jeweils im 24-Stunden-Dienst und fünf in der Tagesschicht von 8 bis 17 Uhr.

 

Von Thomas Wachs

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