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Potsdam-Mittelmark Beste Pflüger sind Lindemanns aus Krahne
Lokales Potsdam-Mittelmark Beste Pflüger sind Lindemanns aus Krahne
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00:31 23.09.2015
Die besten mit dem Pferdepflug: Jörg Lindemann und Sohn Guido aus Krahne. Quelle: Andreas Koska
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Zauchwitz

Wie der Vater so der Sohn, dieses Fazit konnte man beim Leistungspflügen der Pferdegespanne beim Kreiserntefest im Beelitzer Ortsteil Zauchwitz gewinnen. Zu dem Wettkampf sind nur drei Gespanne angetreten. Gewonnen hat Jörg Lindemann aus Krahne mit 49 Punkten vor seinem Sohn Guido der drei Wertungspunkte weniger erreicht hatte. Dabei hat der Vater wieder einmal die Nase vorne gehabt. Die Zeit des 39-jährigen Filius wird aber wohl noch kommen. Spaltfurche ziehen, Furchendämme bearbeiten, Weiterpflügen und danach Auspflügen lauteten auch bei den Treckern die Aufgaben bei der Kreismeisterschaft. 13 Landwirte wollten hierbei ihr gesamtes Können aufbieten. Darunter Manfred Berlin aus Brück, der eigens mit einem Lanz Bulldog gekommen ist.

Zum dritten Mal dabei, immer auf dem Podium

100 Punkte gab es zu erreichen. Dabei hatten die vier Richter bei der Bewertung des Gesamteindrucks der Arbeit mit 40 Punkten den stärksten Einfluss. Hier hat sich der beim Klaistower Spargelhof beschäftigte Winfried Zienicke vor Gerhard Willmann aus Mörz und Detlef Franz aus Kuhlowitz durchgesetzt. Dabei ist Franz nur Hobbybauer ohne Acker. „Es ist für mich ein Hobby“, sagt der 48-jährige. Eigentlich ist er Buchhalter und hat nur Federvieh auf dem Hof. „Ich bin zum dritten Mal dabei und war immer auf dem Podium“, erzählt er nicht ohne Stolz.

Die meisten Gäste des 19. Kreiserntefestes auf dem Spargel- und Kürbishof von Familie Syring am vergangenen Wochenende haben dies erst bei der Siegerehrung wahrgenommen. Zur offiziellen Eröffnung des Festes am Samstag zog Jens Schreinicke eine durchwachsene Bilanz. „ Die Ernte fiel besser aus als prognostiziert und lag im Durchschnitt der letzten fünf Jahre“, so der Präsident des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark. Zumindest die Erntebedingungen stellten ihn zufrieden, die Preise für die bäuerlichen Erzeugnisse weniger. „Diese sind unten, wir sind vom Weltmarkt abhängig“, stellte er nüchtern fest. Dabei betonte er die Wichtigkeit der Landwirtschaft für Deutschland.

Regen kann der Stimmung nichts anhaben

„Wir sind in der Lage alle zu ernähren, auch wenn noch 800.000 Bürger mehr im Land leben“, bezog er sich auf die Flüchtlinge. Demgegenüber wollte sich Wolfgang Blasig ausschließlich auf die lokalen Ereignisse beziehen. 2Ich könnte über die Weltwirtschaft und unsinnige Embargos reden, aber viel wichtiger ist mir, dass es solche Höfe wie bei Syrings gibt, denn sie wirken der Landflucht entgegen“, lobte der Landrat den Zauchwitzer Betrieb, der für Ortsvorsteherin von Zauchwitz, Ellen Wisniewski das kulturelle Zentrum des Ortes ist. Neben den Auftritten der Damelanger Seniorentänzer, die einen Bändetanz vorführten und der Cammertänzer, die trotz des einsetzenden Regens begeisterten, konnte man Zimmerleute beim Bau eines Dachstuhls bewundern und der Stückener Blaskapelle lauschen.

In der Halle wurden acht Erntekronen aufgestellt. Kleine Wunderwerke, die von Landfrauen gebunden worden sind. Christina Hagen aus Zauchwitz hat 65 Stunden für ihr aus Weizen, Leinen, Hafer, Roggen und Gerste geflochtenes Werk benötigt. „Eine Erntekrone muss durch einen ein Mal ein Meter großen Rahmen passen, um in die Wertung zu kommen“, erklärt Cornelia Hurttig vom Kreislandfrauenverband. Die Radeweger Krone errang beim Landeswettbewerb den 2.Platz. „Bei uns wird nicht bewertet, nur ausgestellt“, so Hurttig. Thomas Syring zeigte sich mit dem Verlauf insgesamt zufrieden. „Wir sind zum zweiten Mal Gastgeber, sonst findet um diese Zeit unser Kürbisfest statt, es war eine Herausforderung, die wir zu meistern hatten, ich hoffe zur Zufriedenheit aller“, so der Gastgeber.

Von Andreas Koska

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