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Bester Nachwuchs-Hotelier arbeitet in Teltow

Dehoga-Jugendmeisterschaften Bester Nachwuchs-Hotelier arbeitet in Teltow

Er ist Brandenburgs bester Nachwuchs-Hotelfachmann: Emilio Vanderpool ist 24 Jahre alt, hat im Januar nach nur zweieinhalb Jahren seine Ausbildung im Pentahotel Berlin-Potsdam in Teltow abgeschlossen und setzte sich bei den 26. Jugendmeisterschaften des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga) als Sieger durch.

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Emilio Vanderpool hat als Quereinsteiger begonnen.
 

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Teltow.  Der beste Nachwuchs-Hotelfachmann Brandenburgs arbeitet in Teltow. Emilio Vanderpool ist 24 Jahre alt, hat im Januar nach nur zweieinhalb Jahren seine Ausbildung im Pentahotel Berlin-Potsdam in Teltow abgeschlossen und sich bei den 26. Jugendmeisterschaften des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga) als Sieger durchgesetzt.

Der junge Mann mit Wurzeln in der Dominikanischen Republik gehört zu den Quereinsteigern: 2013 hat er in Berlin sein Abitur an einer bilingualen Schule gemacht, mit Spanisch als Zweit-, und Englisch als Fremdsprache. Als Leistungskurse hatte er sich für Physik und Mathematik entschieden – nichts deutete damals auf eine Karriere in der Hotellerie hin. „Ich wusste gar nicht, in welche Richtung es gehen sollte“, sagt Vanderpool. Doch durch die Leistungsfächer lag es nahe, sich eher technisch-naturwissenschaftlich zu orientieren. Zunächst folgte jedoch ein halbes Jahr als Sport- und Unterhaltungsanimateur auf Mallorca. Hier schnupperte der Abiturient auch in andere Abteilungen – und fand Gefallen daran. Zunächst versuchte er es jedoch noch mit einem Studium – zwei Semester Wirtschaftsinformatik an der TU Berlin stellten sich aber doch nicht als das Richtige heraus, und als er dann von einem Bekannten den Tipp bekam, das Pentahotel in Teltow würde Azubis suchen, bewarb er sich. Es war die einzige Bewerbung, die er schrieb – und es sollte auch die einzige bleiben. Es folgten ein Vorstellungsgespräch, drei Tage Probearbeit und ein paar Tage danach dann die Zusage für den Lehrvertrag.

Nach der Ausbildung am Lieblingsarbeitsplatz übernommen

Am 1. August 2014 war der erste „echte“ Arbeitstag. Er sei gleich mit offenen Armen empfangen und ins Geschehen eingebunden worden, erzählt Vanderpool. „Nicht irgendwie schonend – ich habe diese Herausforderung aber auch gebracht.“ Er habe keine kleinen, niedrigen Tätigkeiten übertragen bekommen, wie man es immer wieder erzählt bekommt, sondern habe von Anfang an alle Dinge gemacht, die auch ein Facharbeiter tun müsse. „Man lernt so ziemlich schnell, Verantwortung zu übernehmen – das ist für mich gut. Für Jüngere, direkt nach der 10. Klasse, könnte das vielleicht zu viel werden – aber bei jedem wird das Tempo individuell angepasst“, erzählt Vanderpool. Mit neun Monaten im Restaurant-Service begann die Ausbildung, es folgte die Rezeption, die Küche, noch einmal Rezeption, ein paar Monate in der Technik sowie Training im Housekeeping. Am meisten Spaß habe ihm die Rezeption gemacht, die Arbeit am Computer und der direkte Kontakt mit den Gästen würden ihm gefallen, sagt der junge Hotelfachmann. „Und ich mag es, verschiedene Dinge gleichzeitig zu koordinieren. Stresssituationen sind das Beste – da kann man sich messen, ob man sich verbessert.“

Nach der Ausbildung wurde er dann auch an seinen Lieblingsarbeitsplatz übernommen, als „Guest Service Agent“ ist er jetzt mit fünf anderen Kollegen, einem Azubi und derzeit einer Praktikantin erster Ansprechpartner für die Gäste des Hotels.

Im zweiten Lehrjahr den zweiten Platz der Meisterschaften geholt

Im zweiten Lehrjahr wurde Vanderpool von seinem Ausbilder auf die Jugendmeisterschaften angesprochen und belegte im ersten Anlauf regional und für Brandenburg den zweiten Platz. Dieses Jahr wollte er dann schon von sich aus antreten, wurde erster bei den Hotelfachleuten – und präsentierte außerdem die beste Theorieprüfung aller Kandidaten. Getestet werden dabei Aufgaben wie Menüschreiben nach einem vorgegebenen Warenkorb, das Erstellen eines Service-Ablaufplans, eine Teambesprechung, das Schreiben einer Hotelrechnung oder der Service am Tisch. Auch ein Showtisch muss vorbereitet werden, an dem der Ausbildungsbetrieb vorgestellt wird. Nun macht er beim Vorbereitungskurs der besten drei Teilnehmer für die deutschen Meisterschaften mit, wo auch noch andere Fähigkeiten abgefragt werden – derjenige, der am geeignetsten erscheint, darf dann im Oktober Brandenburg vertreten.

Vanderpool hofft, dass er selbst das sein wird – er habe ja schon gute Chancen, schließlich sei er auch im Vorjahr schon bei den Trainings mit dabei gewesen, sagt er. Das Ziel Vanderpools, der sich selbst als ehrgeizig und perfektionistisch bezeichnet – „manche würden vielleicht auch sagen, ein bisschen zu perfektionistisch“ –, irgendwann einmal selbst Chef eines Hotels zu sein, würde damit sicher ein kleines Stück näher rücken.

Bester Nachwuchs-Restaurantfachmann aus Potsdam

Bei den 26. Brandenburgische Jugendmeisterschaften wurden neben Emilio Vanderpool als bester Koch Tolgahan Bilgen aus Cottbus (Restaurant Stadtwächter) und als bester Restaurantfachmann Christoph Grothe aus Potsdam (La Maison du Chocolat) ausgezeichnet.

Die Jury bestand aus Mitgliedern des Verbandes der Servicefachkräfte, Restaurant- und Hotelmeister und des Verbandes der Köche.

Bewertet wurden sie in Kategorien wie Warenkunde, Servieren von Speisen oder Mixen von Cocktails.

Von Konstanze Kobel-Höller

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