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Potsdam-Mittelmark „Bester Schutz sind aufmerksame Nachbarn“
Lokales Potsdam-Mittelmark „Bester Schutz sind aufmerksame Nachbarn“
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23:07 11.10.2017
Polizisten auf Streifenfahrt in Fichtenwalde. Der Ort ist waldreich, viele Grundstücke sind schlecht einsehbar. Einbruchschutz ist deshalb besonders wichtig. Quelle: Laude
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Fichtenwalde

 „Die beste Beitrag zum Schutz vor Einbrüchen sind aufmerksame Nachbarn“, sagt Polizeioberkommissar Jürgen Holze. Die Erkenntnis gilt prinzipiell, bedarf aber für Fichtenwalde besonderer Betonung. Denn der Beelitzer Ortsteil ist weitläufig, viele Bäume behindern die Sicht auf die Grundstücke und vor allem: Oft kennen sich die Nachbarn kaum, weil es sehr viele Zuzügler gibt. Fichtenwalde ist enorm gewachsen.

Jürgen Holze fährt mit dem Streifenwagen durch den Ort und steckt Hinweiszettel in die Briefkästen, wenn ihm oder seinem Kollegen Jürgen Graf in Häusern, deren Bewohner offenkundig nicht zu Hause sind, angekippte Fenster oder offene Tore auffallen. Oft sprechen die Beamten auch Bürger an. „Die meisten reagieren freundlich“, sagt Graf. Dass die Fichtenwalder das Thema Sicherheit ernst nehmen, zeigte sich jetzt wieder beim „Tag des Einbruchschutzes“ im Hans-Grade-Haus. Trotz der winterlichen Verhältnisse sei der Besucher- und Interessentenzuspruch erheblich höher gewesen, als bei den vorhergehenden Veranstaltungen bei besserer Wetterlage, bilanziert Freya Lindauer-Schulze vom Sachbereich Prävention der Polizei. Zum Beispiel wurden elf individuelle Beratungstermine mit Haus- und Wohnungseigentümern vereinbart. Die Statistik für 2016 liegt noch nicht vor, aber über eine Tendenz konnte die Polizeidirektion West, in deren Bereich Beelitz liegt, schon informieren: Die Zahl der Einbrüche ist zurückgegangen. Das dürfte auch für Fichtenwalde gelten.

Polizeiobermeisterin Karina Mollenhauer berät einen Mann aus Borkwalde zu Fenstern, die es Einbrechern schwer machen. Quelle: Stephan Laude

Man könnte dies als Erfolg der Sicherheitspartnerschaft werten. Aber eine so schlichte Argumentationslinie ist Reinhard Scheiper, dem Leiter der Sicherheitspartnerschaft, fremd. Da einen unmittelbaren Zusammenhang herzustellen, wäre unseriös, sagt Scheiper. 20 Leute sind in Fichtenwalde Sicherheitspartner der Polizei. Sie gehen auf Streife und sind an speziellen Jacken, die sie von der Polizei bekommen haben, zu erkennen.

Die Streifengänge werden bei der Polizei in Brandenburg/Havel angemeldet. Das ist sinnvoll. Denn es kann vorkommen, dass ein besorgter Bürger die 110 wählt, weil ihm Männer, die abends mit Taschenlampen durch den Ort laufen, verdächtig erscheinen. Mit der Anmeldung wissen die Polizeibeamten, ob es sich quasi um die eigenen Leute handelt. „Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist ausgezeichnet“, sagt Reinhard Scheiper.

Besondere Rechte haben die Sicherheitspartner nicht, sie sind auch keine sogenannte Bürgerwehr, wie Revierpolizistin Claudia Ritter erläutert. Sie haben nur das sogenannte Jedermannsrecht, nach dem jeder eine Person vorläufig festnehmen darf, die auf frischer Tat ertappt wird. Wenn es zu einem Einbruch kommt, ist es Claudia Ritter, die sich mit den Opfern zum Nachsorgegespräch trifft. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Liste der gestohlenen Gegenstände durchgegangen. Jedes Einbruchsopfer bekommt ein solches Papier. Es sollte in Ruhe ausgefüllt werden. Ein großer Fehler ist es, wenn jemand gleich nach einem Einbruch feststellen will, was alles fehlt. „Bitte nichts anfassen, sonst werden wichtige Spuren verwischt“, so der Appell Ritters an alle Betroffenen.

Hinweise zum Schutz vor Einbrüchen

Hinweise zum Schutz vor Einbrüchen: Fenster, Balkon- und Terrassentüren immer verschließen. Schlüssel niemals draußen verstecken.

Bei Verlust des Schlüssels den Schließzylinder auswechseln.

Auf Fremde im Haus oder in der Nachbarschaft achten. Im Auto das Handschuhfach geöffnet halten. Keine Wertsachen und kein Bargeld im Auto zurücklassen.

Kostenlose Beratungsangebote der Polizei nutzen: Beratungsstellen unter www.k-einbruch.de

Von Stephan Laude

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