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Potsdam-Mittelmark Besuch in der Stein-Therme wird teurer
Lokales Potsdam-Mittelmark Besuch in der Stein-Therme wird teurer
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00:18 04.01.2018
Das Badevergnügen in der Stein-Therme kostet ab sofort mehr. Quelle: Dirk Fröhlich
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Bad Belzig

Ab sofort gelten veränderte Eintrittspreise in der Stein-Therme. Die Erhöhungen schlagen quasi bei allen Angeboten in allen Tarifen zu Buche. Die Preissteigerungen liegen zwischen acht und 13 Prozent. „Sie findet nicht gerade Applaus, aber durchaus Akzeptanz”, sagt Christian Kirchner über die Reaktion des (Stamm-)Publikums, das unmittelbar seit dem einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates im Herbst darüber informiert wird.

„Zum einen geben wir – nach Überprüfung freilich – die Erhöhung der Kosten von unseren Partnern weiter“, rechtfertigt der Geschäftsführer der Kurgesellschaft das Vorgehen. „Zum anderen kann jeder festzustellen, dass regelmäßig investiert wird.“ In den beiden zurückliegenden Jahren wurde neben kleineren Reparaturen und Anschaffungen die Modernisierung von Licht-Klang- und Hamham-Raum erledigt. Nun steht die Erneuerung der Dampfsauna an. Rund 40 000 Euro sind demnach für dieses Vorhaben kalkuliert. Vom Dampferzeuger über die Mosaikstein bis zur Beleuchtung wird alles einmal ausgetauscht.

Kurgesellschaft sieht sich im Mittelfeld

Nachdem zwischen 2010 und 2015 absolute Konstanz gewahrt wurde, scheint es jetzt die Strategie zu sein, etwa alle 1,5 Jahre die Preise anzupassen. „Zuvor haben wir natürlich bei den anderen Einrichtungen recherchiert“, berichtet Christian Kirchner. „Im Vergleich liegt die Stein-Therme Bad Belzig im unteren Mittelfeld.“ So werden für die Tageskarte mit Bade- und Sauna-Welt jetzt 28 statt 26 Euro von Erwachsenen kassiert, von Kindern 14 statt 13 Euro. Die Tageskarte für die Bade-Welt kostet nunmehr 17 statt 15 Euro für Erwachsene und 6 statt 5 Euro für Kinder. Daneben gibt es noch günstigere Früh- und Spät- sowie Kurzzeittarife.

Sigi Morgenstern erklärt die neuen Tarife im Wohlfühlfindling zu Bad Belzig. Quelle: Dirk Fröhlich

Im vergangenen Jahr haben wieder knapp 145 000 Gäste vornehmlich aus Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Offerten des Wohlfühltempels am Rand der Kur- und Kreisstadt genutzt. „Das ist stabil, auch wenn die intern ehrgeizig gesetzte 149 000-Marke verfehlt worden ist“, schätzt Christian Kirchner ein. Anscheinend aber keine Folge der neuen Konkurrenz in Potsdam, wo das Freizeitbad „Blu“ im Juni seine Pforten geöffnet hat. „Die hiesige Delle gab es im April/Mai“, so der Geschäftsführer.

Warten auf das Hotel

Der Hotelbau im Kurpark lässt auf sich warten. „Die Investoren und Betreiber sind weiter am Ball, hat aber wohl die zeitlichen Abläufe unterschätzt“, berichtet Christian Kirchner.

Der Geschäftsführer der Kurgesellschaft zeichnet quasi für den Anschluss an die Stein-Therme verantwortlich.

Mit dem Jahr 2017 die Aussicht auf eine 38-Prozent-Förderung für das Vorhaben vergangen. Nun steht eine Quote von 33 Prozent in Rede. Gespräche mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg laufen.

Einige Stadtväter bleiben skeptisch wegen der ihrer Meinung nach nicht klar genug benannten drei Geldgeber. Bislang ist der Grundstücksverkauf zwar beschlossen, aber noch nicht realisiert. Das Risiko für die Kommune überschaubar, heißt es dazu.

Dass die Kurgesellschaft dennoch wie seit 2012 üblich mit einem deutlich positiven Ergebnis abschließen wird, liege seiner Aussage nach daran, dass der Umsatz nochmals erhöht werden konnte. Durchschnittlich liegen die Ausgaben pro Kopf demnach bei 22,30 Euro. Hauptmagnet bleibt dabei die Bade- vor der Sauna-Welt. Gut gebucht ist mithin das Medifit-Zentrum.

Personallücken im Medi-Fit-Zentrum geschlossen

Dort hat die Stein-Therme freilich fast das ganze Jahr unter dem Personalsoll gearbeitet. Denn zwei der zehn Stellen in der Physiotherapie waren nicht besetzt. Der Fachkräftemangel schlägt sich wie bei allen Unternehmen und Branchen nieder, wie Christian Kirchner einräumen muss. Inzwischen sind die Lücken vorerst geschlossen.

Von René Gaffron

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