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Potsdam-Mittelmark Besucherströme in der Leitstelle
Lokales Potsdam-Mittelmark Besucherströme in der Leitstelle
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12:50 10.09.2017
Leo, fröhlich geschminkt, sitzt stolz auf dem großen Motorrad der Johanniter-Unfallhilfe. Quelle: Brigitte Einbrodt
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Brandenburg/H

Es ist keine leichte Entscheidung gewesen, den 15. Tag der offenen Tür am Samstag so zu begehen, wie in den Jahren zuvor. Mit einem bunten Programm. Nach dem tödlichen Unfall von zwei Männern der Freiwilligen Feuerwehr auf der Autobahn 2 vorigen Dienstag bei Netzen waren die Fahnen auf dem Gelände der Regionalleitstelle in der Fontanestraße auf Halbmast gesetzt. „Wir haben lange mit den Kollegen aus Potsdam, wo heute auch Tag der offenen Tür ist, und den zuständigen Verantwortlichen der Stadt Brandenburg gesprochen“, sagte Feuerwehrchef Mathias Bialek. „Es war eine richtige Entscheidung,“ sagte er bestimmt: „Die Bürger stellen hier direkte Fragen, wir spüren ihre Sorgen.“

So begann der Besuchertag mit einer Schweigeminuten im Gedenken an die beiden getöteten Feuerwehrmänner. Die Anteilnahme ist groß, das konnte man nicht nur im ausgelegten Kondolenzbuch lesen. Vor allem gab es auf dem Fest viele Spenden für die Angehörigen der Opfer, so kamen 1000 Euro vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr der Havelstadt.

Neugierige Blicke in die Löschfahrzeuge

Mathias Bialek freute sich, wenn auch mit ernsterem Gesicht als sonst, über die große Besucherresonanz auf dem Gelände in der Fontanestraße 1. Es waren noch mehr Menschen gekommen als im Vorjahr. Vor allem viele junge Familien interessierten sich für die Vorführungen zu historischen und technisch modernen Löschangriffen. Es gab Ausstellungen, Flyer mit Informationen zur Berufsausbildung bei Feuerwehr und anderen Rettungsberufen und zahlreiche neugierige Blicke in die Löschfahrzeuge, Wissensquiz.

Geht man einmal von der großen Anzahl kleiner Jungs an der Hand der Eltern aus, die aufgeregt und staunend zum Tag der offenen Tür kamen, dürfte es eigentlich keine Sorgen um den Feuerwehrnachwuchs geben. Nach wie vor scheinen die knallroten Autos mit ihren großen Leitern die Kinder zu faszinieren. Leo, zum Beispiel, der mit seiner Tante Julia Schulze auf dem Fest war. Der vierjährige bunt geschminkte Junge wollte unbedingt aufs Motorrad, das die Johanniter Unfallhilfe dabei hatte. Mit stolzer Miene ließ er sich erklären, worauf es ankommt. Steve Langner, ehrenamtlich seit 2013 dabei, hauptberuflich am Städtischen Klinikum beschäftigt, erklärte der großen Traube von Zuhörern, wofür die Maschine sinnvoll ist. Vor allem bei Staumeldungen und der Absicherung von Großveranstaltungen.

Seit kurzem bei der Freiwilligen Feuerwehr Göttin

Heiko Möhring ist erst seit kurzem bei der Freiwilligen Feuerwehr Göttin dabei. Er wurde angesprochen, weil Leute gebraucht wurden, und sagte Ja. Heute hätten er und seine Kameraden für den Tag der offenen Tür „nur“ gekocht, sagte er bescheiden, und schob den Kinderwagen weiter, um näher an den Vorführungen dran zu sein.

Das Ehrenamt ist ein zentraler Punkt im Gespräch mit den Feuerwehrleuten. Wie bekommt man engagierten Nachwuchs? „Es ist immer eine Konkurrenzsituation mit anderen Vereinen, Fußball, Fanfarenzug oder auch Angeln“, sagte Mathias Bialek. Junge Leute sollten über die Jugendarbeit insgesamt gewonnen werden. „So richtig viele gute Ideen dazu haben wir noch nicht“, gab er zu. Das gelte für die gesamte Bundesrepublik. In Brandenburg, so der Leiter der Feuerwehr- und Rettungsstelle, „sind wir noch recht gut dran.“

Von Brigitte Einbrodt

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