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Potsdam-Mittelmark Bewegung auf Michendorfer Teltomat-Gelände
Lokales Potsdam-Mittelmark Bewegung auf Michendorfer Teltomat-Gelände
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19:29 18.01.2016
Kein Stillstand mehr: Erstmals werden Altbauten abgerissen. Quelle: Privat
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Michendorf

Auf dem früheren Teltomat-Gelände in Michendorf bewegt sich etwas: Nach jahrelangem Stillstand lässt dort die Papenburg AG als Arealeigentümer den Wildwuchs entfernen und hat erstmals auch damit begonnen, einige morsche Bestandsbauten abzureißen. Es ist eine Nachricht, die wieder Hoffnung aufkeimen lässt, dass die Industriebrache im Herzen des Ortes eines Tages doch verschwindet und Platz wird für ein neues Ortszentrum.

Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) sieht die begonnenen Abrissarbeiten als Signal von der Papenburg AG, „dort etwas zu tun und die weiteren Schritte zu gehen“. Gemeint ist eine Entwicklung der Flächen, die seit Jahrzehnten brach liegen. Auf die Nachricht, das endlich gebaut wird, warten die Michendorfer seit den 1990er Jahren. Zu große Hoffnungen will Mirbach zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht aufkommen lassen. „Wir sind in regelmäßigem Kontakt. Es gibt derzeit aber noch keine Ankündigung oder Bauvoranfrage zur Entwicklung des Geländes“, sagte er. Vom Unternehmen war am Montag keine Stellungnahme zu bekommen.

Für das Teltomat-Areal liegt ein unvollendeter Bebauungsplan in der Schublade, der ein Ortszentrum mit Wohnhäusern und einem Marktplatz vorsieht. Das Verfahren war vor Jahre eingefroren worden, weil es von der Papenburg AG keine Signale mehr gab, den Plan umzusetzen. Die Kommune wollte dann den B-Plan allein vollenden, um wenigstens Parkplätze am und auf dem Areal schaffen zu können. Allerdings hätte sie sich dann auch um die teure Altlastenentsorgung kümmern müssen und stoppte deshalb das Verfahren.

„Bei einer Einigung mit der Papenburg AG soll es fortgesetzt werden“, sagte Michendorfs Bauamtsleiter Christopher Gerhard. Das Unternehmen hatte der Gemeinde mitgeteilt, mit Abrissarbeiten beginnen zu wollen. Laut Gerhard sind die Arbeiten auch ordnungsgemäß bei der Unteren Bauaufsicht angezeigt worden. Eine „Anzeige der Arbeiten“ sei in dem Fall ausreichend. Die Bauaufsicht könne einschreiten, wenn sie Probleme damit hätte, so Gerhard. Anwohner, die Abriss-Erschütterungen hörten, hatten gefragt, ob es eine Genehmigung dafür gibt.

Auf dem Gelände sollen 20 000 Quadratmeter beräumt werden – so ist es der Kreis-Baubehörde mitgeteilt worden, von der am Mittwoch keine Stellungnahme zu erhalten war. Die Bauaufsicht müsste die Abriss-Ankündigung auch an die Naturschutzbehörde weiterleiten, sagte Gerhard. Das „Anzeigeverfahren“ diene dazu, reagieren zu können, wenn es Einwände gebe – zum Beispiel von der Umweltbehörde. Für Naturfreunde stellt sich etwa die Frage, was aus den Fledermäusen wird, die in Altbauten leben sollen.

Aus städtebaulicher Sicht bleibt eine Beräumung der Brache ein Hoffnungssignal. Ende 2014 hatten bereits drei Stadtentwickler überraschend im Auftrag der Papenburg AG ein Konzept fürs Gelände vorgestellt, das sich am B-Plan orientierte. „Wir sind als neue Truppe im Auftrag Herrn Papenburgs mit dem Ziel angetreten, etwas zu bewegen“, hieß es. Nach den Enttäuschungen der Vergangenheit wäre ein Vertrauensvorschuss drin, „wenn das Areal wie versprochen erst einmal beräumt würde“, sagte damals Gemeindevertreter Peter Pilling (Linke).

Von Jens Steglich

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