Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° bedeckt

Navigation:
Bewegung auf Michendorfer Wohnungsmarkt

Initiative will 40 Quartiere bauen Bewegung auf Michendorfer Wohnungsmarkt

Die Gemeinde Michendorf ist zwar reichlich mit Einfamilienhäusern ausgestattet, bezahlbare Mietwohnungen aber sind Mangelware – noch. In den Wohnungsmarkt kommt jetzt Bewegung. Entstanden ist zum Beispiel der Verein Wohnmichel, aus dessen Reihen jetzt eine GmbH gegründet wurde, die fünf Häuser mit etwa 40 Quartieren bauen will.

Michendorf 52.312726 13.026067
Google Map of 52.312726,13.026067
Michendorf Mehr Infos
Nächster Artikel
Im Winter ist Ruhe oberstes Gebot

Einfamilienhäuser gibt es in Michendorf reichlich, was fehlt, sind bezahlbare Mietwohnungen.
 

Quelle: Jens Steglich

Michendorf.  In den Michendorfer Wohnungsmarkt kommt Bewegung – auch dank privater Initiativen. So gibt es jetzt den Verein Wohnmichel, aus dessen Reihen jüngst eine GmbH gegründet wurde, die sich zum Ziel gesetzt hat, Wohnraum zu schaffen. Die Initiative, die ähnlich wie eine Wohnungsgenossenschaft organisiert ist, haben Michendorfer, Berliner und Potsdamer ins Leben gerufen.

Die GmbH arbeitet nicht gewinnorientiert, sagt Geschäftsführer Matthias Frost. Die Vereinsmitstreiter werden „Mieter und zugleich Vermieter sein.“ Derzeit wird nötiges Eigenkapital von Vereinsmitgliedern eingesammelt, um das erste Projekt zu realisieren, sagt Peter Bartels, Gründungsmitglied des Vereins. Laut Frost sollen auf einem Grundstück am Michendorfer Hasenweg drei Wohnhäuser mit 24 Quartieren entstehen. Der Bauantrag ist gestellt. Auf einer Nachbarfläche will die GmbH weitere zwei Häuser mit 16 bis 17 Wohnungen errichten. „Es gibt noch freie Wohnungen, man kann noch zu uns stoßen“, so Frost. Bedingung ist, „dass wir zu den Leuten passen und sie zu uns“.

Auch auf kommunaler Ebene tut sich etwas. Die Arbeitsgruppe Wohnungsbau trifft sich am 26. Januar. Tagesordnungspunkt: Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften. Die Gemeinde Michendorf, in der Mietwohnungen Mangelware sind, hat keine eigene Gesellschaft und versucht bislang vergeblich, mit privaten Investoren bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum zu schaffen. Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) hat für den 26. Januar Kleinmachnows Wohnungsgesellschaft Gewog eingeladen, die in Nuthetal barrierefreie Wohnungen errichtete. Der Besuch bedeute nicht, „dass die Gewog bald in Michendorf baut“. Mirbach hält es aber „durchaus für sinnvoll, auf bewährte Akteure zurückzugreifen“.

Weitere Wohnprojekte

Dieses Jahr will der Wilhelmshorster Bernd Müller mit dem Bau des barrierefreien Mehrgenerationenhauses mit 24 Wohnungen in der Potsdamer Straße 36 in Michendorf beginnen.

In Wilhelmshorst könnten auf einer kommunalen Fläche an der Huchel-Chaussee/An den Auen Wohnungen entstehen. Der Ortsbeirat sprach sich dafür aus. „Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum“, so Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte (FBL/UWG).

 

FDP-Fraktionschef Hartmut Besch plädiert indes dafür, für diese Aufgabe eine eigene Wohnungsgesellschaft in Michendorf zu gründen. „Wir müssen da selbst aktiv werden.“ Jetzt biete es sich auch an, dass eine solche Gesellschaft den Bahnhof, den die Gemeinde kaufen will, mit managt, so Besch.

Von Jens Steglich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg