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Potsdam-Mittelmark Bienen in Not – Honigernte eher schwach
Lokales Potsdam-Mittelmark Bienen in Not – Honigernte eher schwach
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21:12 29.06.2017
Bodo Wackrow betreut zehn bis zwölf Bienenvölker in Kleinmachnow. Quelle: Stich
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Kleinmachnow

Bodo Wackrow hat eine klare Botschaft: „Die Bienen werden niemals aussterben, da können Sie sicher sein.“ Trotz aller Hiobsbotschaften über den omnipräsenten Schädling „Varroamilbe“, die Folgen des Klimawandels und das Verschwinden der blühenden Blumen an den Feldrainen – der 78-jährige Imker aus Kleinmachnow ist sich sicher, dass die Bienen überleben werden. „Sie gibt es seit 90 Millionen Jahren, beinahe unverändert.“

Dennoch kann Wackrow, der auch Chef des Imkervereins Region Teltow ist, mit schlimmen Zahlen aufwarten. „Im Vergleich zur Zeit der Wende 1989 haben wir in Brandenburg nur noch 15 Prozent der damaligen Bienenanzahl.“ Hatte der Imkerverein Kleinmachnow damals noch 130 Mitglieder mit rund 1500 Bienenvölkern, so seien es heute im übergreifenden Teltow-Verein noch 78 Mitglieder mit rund 400 Bienenvölkern. Das sei zwar ein drastischer Rückgang, aber der Trend kehre sich gerade um. Wobei: „Der Nutzen für die Natur ist minimal.“ Denn die Trendwende betreffe lediglich die Imkerei in den Großstädten, das flache Land gehe eher leer aus, so Wackrow.

Tag des offenen Bienenstandes

Zum Tag des offenen Bienenstandes wird für das Wochenende in drei Kommunen eingeladen:

1. Juli, 10 bis 15 Uhr: Bodo Wackrow, Allee am Forsthaus in Kleinmachnow (ganz in der Nähe der Schleuse).

2. Juli, 10 bis 15 Uhr: Ullrich Schnell, Stolper Weg 23, Güterfelde-Kienwerder.

2. Juli, 10 bis 15 Uhr: Armin Kunath, Jägerstraße 11, Michendorf.

Der 78-Jährige will aber keine Panik verbreiten. Wer Fragen habe, solle sich an den Imker seines Vertrauens wenden. Dazu besteht am Wochenende beim „Tag des offenen Bienenstandes“ reichlich Gelegenheit. In Kleinmachnow, Güterfelde-Kienwerder und Michendorf stehen Wackrow und seine Kollegen Ullrich Schnell und Armin Kunath gerne Rede und Antwort.

Eines ist aber bereits jetzt gewiss: Die Honigernte wird in diesem Jahr schlechter ausfallen als in den vergangenen Jahren. Schuld ist laut Wackrow das Wetter. „Bis in den März hinein haben sich die Bienenvölker gut entwickelt. Dann kam der Frost und die Blüten an den Obstbäumen sind erfroren. Das war ein Rückschlag.“ Außerdem könnten die Königinnen bei solchen Wetterbedingungen nicht ausfliegen, um Männchen zu begatten.

Doch alle Probleme, die sich bei der Bienenhaltung stellen, sind laut Wackrow lösbar. „Es kommt immer auf die Fähigkeiten des Imkers an.“

Von Jürgen Stich

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