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Potsdam-Mittelmark Bilder von Annemirl Bauer im Loewig-Haus
Lokales Potsdam-Mittelmark Bilder von Annemirl Bauer im Loewig-Haus
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00:32 02.10.2015
Loewig-Freund und -Museumsgründer Wolfgang Woizick und Amrei Bauer wählen Bilder aus, die im Loewig-Haus zu sehen sein werden. Quelle: Klemens
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Bad Belzig

„Es war immer mein Traum, den Ort, an dem meine Mutter gelebt und gearbeitet hat, als Kultur- und Gedenkort stärker bekannt zu machen“, sagt Amrei Bauer. In Niederwerbig, das die in der DDR aus politischen Gründen verfemte, ursprünglich aus Berlin stammende Malerin Annemirl Bauer zu ihrer zweiten Heimat gemacht hatte, hat ihre Tochter diesen Traum Wirklichkeit werden lassen.

Obwohl sich Annemirl Bauer und ihr Berufskollege Roger Loewig zu Lebzeiten nie begegneten, wird diese Begegnung am Tag der Deutschen Einheit nun nachgeholt. Denn so unterschiedlich die Handschriften der beiden auch sind, so sehr eint sie ihr Blick auf die politischen Zustände ihrer Zeit und ihr Schicksal. Auch Loewig wählte den Hohen Fläming bis zu seiner Übersiedelung ins damalige Westberlin zum häufig genutzten Zufluchtsort. Das Haus, in dem er bei Freunden Unterschlupf fand, beherbergt heute das nach ihm benannten Museum.

Das kleine Bauchgefühl behielt Recht

Der erfolgreich geknüpfte Kontakt dorthin ist für Amrei Bauer nur eine der unzähligen Bemühungen, das künstlerische Schaffen ihrer Mutter bekannter zu machen. „Das kleine Bauchgefühl, dass mir am Anfang gesagt hat, dass ich das machen soll, hat wirklich funktioniert“, freut sich Amrei Bauer, die die letzten Jahre damit verbracht hat, die umfangreiche Bilder- und Notizensammlung ihrer Mutter zu sichten und zu sichern. Die Benennung des Annemirl-Bauer-Platzes in Berlin, Ausstellungen in mehreren Brandenburgischen Galerien und eine große Bauer-Werkschau im Deutschen Bundestag sind wichtige Etappen auf diesem Weg.

Vor allem aber freut Amrei Bauer das große Interesse, dass sowohl die Arbeit, als auch das Leben ihrer Mutter findet. Die Kulturministerin, die mit Amtsmine das kleine Bauer-Museum in Niederwerbig betritt, und es eine knappe Stunde später mit einem Strahlen in den Augen wieder verlässt, nennt Amrei Bauer als beispielhafte Szene, wie sie sich immer wieder ereignet. Privatleute, Kunstinteressierte, ehemalige Künstlerkollegen und sogar Professoren ihrer Mutter haben ihr inzwischen einen Besuch abgestattet und Fernseh- und Rundfunkjournalisten Beiträge über Annemirl Bauer produziert.

Künstlerische Arbeit verschaffte Luft

Das Porträt ihrer Mutter, dass die Radiojournalistin Hilke Grabow entworfen hat, diente Amrei Bauer als Grundlage, das im Rbb gesendete Feature mit Bildern und Fotos aus dem Leben und dem Werk ihrer Mutter zu illustrieren. Der so entstandene Fotofilm wird am Tag der Deutschen Einheit im Loewig-Haus seine Premiere erleben.

Im Gegensatz zu Roger Loewig, hat Annemirl Bauer die Deutsche Einheit nicht mehr erlebt. Wenige Monate vor dem Fall der Mauer starb sie, 50-jährig, an Krebs. Wie sie dachte, wie sie fühlte, verraten ihre tagebuchartigen Notizen, aus denen ihre Tochter, ebenfalls zum ersten Mal öffentlich, lesen wird. „Zeichnen wie Atmen“, hat sie sie genannt. Denn der Rückzug in die künstlerische Arbeit gab Annemirl Bauer die Luft, an der es ihr in der Enge des real existierenden Sozialismus fehlte.

Termin: Lesung und Sonderausstellung über das Leben der Malerin Annemirl Bauer. 3.10., 16 Uhr im Roger-Loewig-Haus in Bad Belzig, Flämingweg 6. Der Eintritt ist frei.

Von Uwe Klemens

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