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Potsdam-Mittelmark Bildhauer begegnen Bischofsresidenz
Lokales Potsdam-Mittelmark Bildhauer begegnen Bischofsresidenz
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02:15 17.06.2017
Die Bildhauer Anna Franziska Schwarzbach, Rudolf Borkenhagen, Florian Flierl, Marco Flierl und Klaus Cenkier und Klaus-Martin Bresgott vom Kulturbüro. Quelle: Archiv Burgmuseum
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Ziesar

„Sie können nicht anders Bildhauer begegnen einer Bischofsresidenz“, diesen spannenden Namen trägt die neue Ausstellung im Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters in Ziesar. Sie ergänzt und bereichert die die Dauerausstellung zur Christianisierung im Burg-Museum. Die sechs Bildhauer Rudolf Borkenhagen, Klaus Cenkier, Florian Flierl, Marco Flierl, Anna Franziska Schwarzbach und Bernd Streiter stellen ihre Arbeiten zur Reformation und Religion aus. Sie haben sich mit dem Thema schon lange beschäftigt. Die Künstler kennen Ziesar. Sie nahmen im vorigen Herbst am Symposium „Flug der Bronze“ teil und fertigten die in Bronze gegossenen Reliefs über die Stadtgeschichte Ziesars.

Klaus Cenkiers „Lebensfenster“ sind Bestandteil der neuen Ausstellung im Burgmuseum Ziesar. Quelle: Marion von Imhoff

Der Ausstellungstitel ist ungewöhnlich und wurde von dem Lutherischen Spruch „Ich stehe hier und kann nicht anders“ abgewandelt. „Gemeinschaftlich wurde am Titel gefeilt und so entstand dieser doch neugierig machende Ausspruch “, so Museumsleiter Clemens Bergstedt. „An diesem historischen Ort, wo einst die Bischöfe viele Jahrhunderte lebten, öffnet sich der zeitgenössischen Kunst. Er ermöglicht Begegnungen zwischen der Geschichte und der Gegenwart“, sagte Klaus Martin Bresgott, Mitarbeiter des Kulturbüros der Evangelischen Kirchengemeinde, bei der Eröffnung der Ausstellung. Die rund 100 Bilder, Exponate oder Skulpturen wurden in den Sonderausstellungsräumen und in die bestehende Ausstellung zur Christianisierung eingefügt und zeigen nicht immer die heile Welt.

„Gefangener Kopf“ von Bernd Streiter. Quelle: Silvia Zimmermann

Die Umsetzung der Reformation war damals nicht selbstverständlich. „Die Gesichter der Reformation“ etwa oder „Gefangener Kopf“, „Der Ketzerkopf“ verdeutlichen das. Der Besucher wird vergebens Erklärungen zu den einzelnen Werken suchen. „Die Betrachter sollen sich ihre eigene Meinung und Gedanken zum Gezeigten bilden“, so Bergstedt.

Museum für brandenburgische Kulturgeschichte

Die Sonderausstellung „Sie können nicht anders – Bildhauer begegnen einer Bischofsresidenz“ ist noch bis zum 31. Oktober zu besichtigen.

Geöffnet ist sie von Dienstag bis Sonntag im „Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters“ in der Ziesaraner Burg jeweils von 10 bis 17 Uhr.

Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg „Wort & Bildung. Luther und die Reformation in Brandenburg.“

Weitere Informationen gibt es im Museum unter 033830/12735 oder im Internet unter www.burg-ziesar.de

Vom Dachboden bis in die Kellerräumen stehen teils winzige und filigrane , teils wuchtig kantige, aber auch harmonisch verlaufende Skulpturen. Gefertigt aus Holz, in Bronze, Blei oder Eisen gegossen. Anna Franziska Schwarzbach und Bernd Streiter drücken in ihren Bildern aus, wie sie die Reformation und die Religion aus der heutigen Sicht sehen. Nicht streng, eher ironisch. Sie können nicht anders und so malte Bernd Streiter das Bild „Tanz mit dem Ketzer“. Es ist bereits 1991 entstanden. Florian Flierl zeigt ein weibliches Kreuz. Claus Cenkier fertigte seine vier Lebensfenster.

Frauenfiguren, geschaffen von der Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach. Quelle: Silvia Zimmermann

Von Silvia Zimmermann

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