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Bio-Bauer will Freilandschweine präsentieren

EU-Förderung Bio-Bauer will Freilandschweine präsentieren

Besucher müssen bei der Freiland-Schweinezucht von Bernd Schulz nicht länger über den Zaun gucken. Der Bio-Bauer will eine Plattform auf dem Hof in Brück-Gömnigk bauen. Dafür könnte er Geld aus dem Landwirtschaftsfonds der Europäischen Union bekommen. Wann es fließt, ist allerdings unklar.

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Sind die Schweine glücklich, freut sich Bio-Bauer Bernd Schulz.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Viele Besucher wollen die glücklichen Schweine in Freilandhaltung von Bernd Schulz sehen. „Ich freue mich über das Interesse, stoße aber zunehmend an meine Grenzen und kann nicht alle durch das Gelände führen“, räumt der Bio-Bauer aus Brück-Gömnigk ein.

Jetzt soll aber aus der Not eine Tugend werden. Die Idee eines Informationszentrums direkt an der Koppel wurde entwickelt. In einem Container will der Unternehmer eine Ausstellung realisieren. Auf dem Dach wird eine Aussichtplattform errichtet. „Zum Plan gehört es, eine Drohne über das Gelände fliegen zu lassen. Dann können die Besucher auf einem Monitor einen Live-Eindruck bekommen“, erklärt der Landwirt.

Um eine Förderung für sein Vorhaben zu bekommen, hat er ein Konzept bei der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel in Wiesenburg eingereicht. Und stieß offensichtlich auf offene Ohren. Jenes von Bernd Schulz gehört jedenfalls zu den insgesamt 27 Projekten, die jetzt ein positives Votum vom Regionalmanagement erhalten haben und auf eine Förderung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für ihre Vorhaben hoffen können.

Bis Mitte März mussten die Anträge eingereicht werden. Für das inzwischen dritte Auswahlverfahren waren nicht weniger als 55 Vorschläge eingegangen. Jetzt müssen die Ausgewählten einen Antrag an das Landesamt für ländliche Entwicklung stellen, wo noch einmal die Voraussetzungen geprüft werden. Aus der Erfahrung der ersten beiden Runden, kann man allerdings davon ausgehen, dass die Einschätzung bestätigt wird.

Mehr als 100 Mitglieder

Hatte die Lokale Aktionsgruppe Fläming/Havel im Jahr 2013 noch 90 Mitglieder, sind es aktuell 109. Darunter sind 25 Kommunen, 32 Verein,e 31 Unternehmen und 21 Privatleute.

In der Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Ihm gehören elf Mitglieder an. 15 Kandidaten hatten sich beworben.

Als Vorsitzende wurde Eveline Vogel bestätigt, die weiterhin von Stefan Ratering und Gisela Burmeister als Stellvertreter unterstützt wird. Neu im Vorstand sind Florian Schulze und Andreas Koska vertreten. Mathias Nadler hat aus Gesundheitsgründen nicht mehr kandidiert, Chris Rappaport wurde nicht wiedergewählt.

Genau 200 Projekte sind seit Anfang 2015 zu dem Zweck unter die Lupe genommen worden. Im Frühjahr 2015 wurden 17, im Herbst 22 und jetzt 27 empfohlen. Insgesamt standen dafür 9,5 Millionen Euro zur Verfügung. Gleichzeitig konnten die LAG-Geschäftsstelle je zwei Projekte im Programm für ländlichen Wegebau unterbringen.

Aktuell erhielten der Ausbau der Waldstraße in Dahnsdorf und der Pramsdorfer Straße zwischen Buckau und der Ziegelei eine Zusage. Hingegen ist die Ausbau des Weges zwischen Boecke und Mahlenzien, der vor einem Jahr beantragt wurde vom Landesamt in Groß Glienecke abgelehnt worden.

Für die jetzt empfohlenen Projekte steht dem Südwesten des Landkreises Potsdam-Mittelmark ein Budget von rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. 13 der Vorhaben sind im Hohen Fläming angesiedelt. Demnach wird wohl die lang ersehnte Skaterbahn in Brück endlich gebaut werden können.

Dazu sind die Sanierung der Außenmauern der Burg Rabenstein und der Klausdorfer Kirche sowie die Herrichtung von Grünanlagen samt Ehrenhain am Paukertring Treuenbrietzen gelistet. Die Laufbahn im Flämingstadion Wiesenburg soll ebenso instandgesetzt wie ein Trainingsplatz in Borkheide. In Niemegk wird einem Landwirt bei der Herstellung eines innovativen Trockenfutters aus Luzerne unter die Arme gegriffen, während in Treuenbrietzen und Lüsse noch Pensionen ausgebaut werden.

Doch noch braucht es überall Geduld: Wann das Fördergeld fließt, ist ungewiss. Denn von den 43 im Vorjahr befürworteten Projekten haben erst acht eine Überweisung erhalten, was zuweilen schon für Unmut gesorgt hat. Einige Antragsteller verzichteten auf den Zuschuss, andere auf das Vorhaben. In jedem Fall lässt sich dieser Tage noch ein Blick über den Zaun der Schweinekoppel bei Bernd Schulz werfen.

Von Andreas Koska

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