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Potsdam-Mittelmark Bismarck auf der Bismarckhöhe
Lokales Potsdam-Mittelmark Bismarck auf der Bismarckhöhe
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17:05 09.11.2015
Mit der Bismarck-Ausstellung nimmt Achim Risch (85) Abschied als Kurator der Turmgalerie. Quelle: Edith Mende
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Werder

Mit der Ausstellung „Otto von Bismarck – Mensch, Macht, Mythos“ beschließt die Turmgalerie auf der Bismarckhöhe von Werder die Ausstellungssaison 2015 und würdigt zugleich den ersten deutschen Reichskanzler, dessen 200.Geburtstag im April begangen wurde. Zur Vernissage am Wochenende war mit Maren von Bismarck auch eine Vertreterin der Familie erschienen. Die Exposition, die von der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh nahe Hamburg zusammengestellt worden ist, war zuvor bereits im Bundesarchiv Koblenz zu sehen.

Ulf Morgenstern, Historiker der Stiftung, referierte zur Vernissage nicht zum ersten Mal auf Einladung des Freundeskreises Bismarckhöhe in Werder über den Staatsmann des 19. Jahrhunderts. Diesmal ging er zunächst auf das Pressecho anlässlich des Jubiläums ein, sprach über die unterschiedlichen Bewertungen Bismarckscher Politik im vorigen Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Den Werdegang des jungen Gutsherrn Bismarck, den es statt in die Landwirtschaft eher in die Politik zog, kann man nun für vier Wochen in Nachbarschaft des Christian-Morgenstern-Literatur-Museums nachvollziehen. Informationstafeln beleuchten sowohl Familie und Herkunft, den Weg in die Diplomatie bis hin zum Reichskanzler sowie verschiedene Perioden und Aspekte seiner Politik und auch der Bismarckverehrung, die bis zum Kitsch getrieben wurde. Fotografien, Dokumente und Bücher ergänzen die Schau über diese Jahrhundertgestalt, die Bismarck wohl trotz seiner Schattenseiten war.

Übrigens: Mit der Finissage am 6. Dezember beendet Achim Risch seine Arbeit als Kurator der Turmgalerie. „35 Ausstellungen habe ich begleitet oder kuratiert“, sagt Risch. „Über Nachfolger hat der Verein schon nachgedacht. Die Leitung des Morgenstern-Museums gebe ich Ende März 2016 ab. Ich bin jetzt in meinem 86. Lebensjahr.“

Dennoch hat sich der Freundeskreis für 2016 viel vorgenommen. In der Turmgalerie sind vier Ausstellungen geplant. Die erste zu „Poesie und Fotografie“ ab 28. Februar gestalten zwei Potsdamer. Auch einen zweiten Teil der Ausstellung „Bismarckhöhe gestern und heute“ soll es geben.

Geöffnet ist die Ausstellung in der Turmgalerie noch am 15. und 22. November sowie am 6. Dezember jeweils von 14 bis 17 Uhr. Zu Führungen kann man sich telefonisch anmelden: 03327 66 31 70.

Von Edith Mende

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