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Potsdam-Mittelmark Blaue Welten treffen fremdartige Figuren
Lokales Potsdam-Mittelmark Blaue Welten treffen fremdartige Figuren
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16:21 24.11.2017
Oda Schielicke und Chris Hinze haben bereits mehrfach zusammen ausgestellt – diesmal dreht sich vieles um die Farbe Blau. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Wie Mystik, Urlaubseindrücke und Alien-Figuren zusammenpassen, zeigen die Künstler Chris Hinze und Oda Schielicke in einer gemeinsamen Schau in den Havel­auen. Am Sonnabend, 25. November, um 15 Uhr laden sie zur Eröffnung in das Atelier von Oda Schielicke an der Promenade, Zum Großen Zernsee 6F, ein. Die Gastgeberin selbst wird etwa 16 neue Gemälde verschiedener Größen zeigen, die etwa von genau so vielen Skulpturen des bildenden Künstlers Chris Hinze ergänzt werden. Im Gedächtnis bleibt vor allem die Farbe Blau, die sich in den Werken beider Künstler wiederfindet.

Oda Schielicke hat sich in diesem Jahr von ihren Urlaubszielen St. Petersburg und der griechischen Insel Kreta inspirieren lassen, wie sie berichtet. Daher überrascht es wenig, dass das Wasser eine große Rolle spielt, wie beispielsweise beim Hauptbild, das inmitten der Zeile hängt. Diese blaue Welt zeige eine Vision zwischen Himmel und Erde. „Darauf gibt es viel zu entdecken“, sagt die Künstlerin. Sie überlässt es den Betrachtern gern, eine eigene Interpretation für die Bilder zu finden. Neben dem Wasser taucht zwischen den Pinsel- und Federstrichen auch immer wieder Mystik als Thema auf. Die sei für Oda Schielicke keine neue Entdeckung. „Das Mystische verleiht den Bildern etwas Packendes“, so die Malerin. Bewusst oder unbewusst sei dies ein Thema, das viele Menschen beschäftigt.

Gemeinschaftsausstellung von Oda Schielicke und Chris Hinze in den Havelauen Quelle: Luise Fröhlich

Nicht die erste Gemeinschaftsausstellung

In einem anderen Werk stellt Oda Schielicke einen Oktopus dar, der von einem schwarzen Schatten verfolgt wird. „Es geht bei mir auch darum, wie gefährdet unsere Meere sind. Ich zeige nicht nur das Schöne“, erklärt die 65-Jährige. Zu den Naturbildern gesellt sich weiterhin eine Serie, die den Namen „Winterrosen“ trägt. Eine kleine Hommage an die Stadt Werder, noch pünktlich zum 700. Geburtstag, verbirgt sich ebenfalls in der neuen Ausstellung. „Ich habe mich schon verändert in meiner Ausdrucksweise. Meine Malerei ist etwas ruhiger, besonnener, nachdenklicher geworden“, sagt Oda Schielicke. In den neuen Bildern kommt die Zeichnung in der Malerei stärker zum Ausdruck. Viele hat sie mit Acryl und Öl gespachtelt und im Nachhinein dunkle Linien hineingezeichnet. Chris Hinze und Oda Schielicke sind bereits ein eingespieltes Team und können auf mehrere gemeinsame Expositionen zurückblicken. Unter anderem haben sie vor einigen Jahren anlässlich der Kunsttour Caputh in Schielickes vorherigem Atelier zusammen gearbeitet. Einige von Chris Hinzes fremdartig oder verzerrt wirkenden Figuren sind nun für die Schau in den Havelauen von seinem neu eröffneten Atelier auf dem Gelände der Ziegeleimanufaktur in Glindow nach Werder umgezogen. Die ultramarinfarbenden Skulpturen stechen in der lichtdurchfluteten Galerie heraus.

Chris Hinze bei der „Traumschiff“-Eröffnung in Glindow Quelle: Jan Kiaulehn

Beim internationalen Pleinair der Stadt Werder im Sommer hat Schielicke nach einer Führung durch die Ziegelei Motive aus dem Ringofen auf die Leinwand gebracht und in einer vorherigen Schau gezeigt. An diesem traditionsreichen Ort zeigte Chris Hinze im Oktober sein „Traumschiff“ – eine Installation aus 53 Baumstämmen, und feierte dabei seinen Umzug in das ehemalige Ziegeleimagazin (MAZ berichtete).

Info: Die Ausstellung ist bis zum 21. Januar zu sehen, geöffnet donnerstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Von Luise Fröhlich

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