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Blick hinter die Fassaden

Treuenbrietzen startet Umfrage zum Stand energetischer Sanierung Blick hinter die Fassaden

Hausbesitzer in der Treuenbrietzener Altstadt bekommen demnächst Post aus dem Rathaus. Anhand eines Fragebogens wollen Mitarbeiter des Bauamtes erfahren, in welchem Umfang private Gebäude modernen Anforderungen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien entsprechen.

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Treuenbrietzens Altstadt soll energetisch fit werden.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Dies erklärte Bauamtsleiter Christoph Höhne in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr. Ziel der auf freiwilliger Basis erfolgenden Umfrage sei es, einen Überblick zu bekommen, wo schon moderne Fenster eingebaut sind, in welchem Umfang die Häuser eine Wärmedämmung haben und ob womöglich bereits alternative Energiequellen genutzt werden. "Von außen können wir das nicht sehen und bitten daher die Hausbesitzer um Mithilfe", erklärte der Ressortleiter. Im Gegenzug will die Verwaltung in Kooperation mit dem Sanierungsträger "Stadtkontor" Empfehlungen erarbeiten, wie Hausbesitzer Fördergeld oder günstige Finanzierungen für entsprechende Projekte zur energetischen Sanierung nutzen könnten.

Interessant seien dabei auch die Art und das Alter der Heizungsanlagen. Denn im Rahmen des Projektes zur energetischen Stadtsanierung wird aktuell auch darüber nachgedacht, wie moderne Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien verstärkt auch in der Altstadt zum Einsatz kommen kann. "Denkbar wäre es zum Beispiel, für mehrere Häuser eines Viertels oder Straßenzuges ein Blockheizkraftwerk zu errichten", erklärte Höhne. Das Gemeinschaftsmodell könnte die Anlagen zur Erzeugung von Wärme und Strom effektiv machen. Für kleinere Haushalte allein ist dies heute noch nicht immer gegeben.

Ausgelotet werden sollen mit dem Projekt auch Einsatzmöglichkeiten für Solar- und Photovoltaikanlagen, so Höhne. Dies gilt bisher aufgrund der Gestaltungssatzung für die Altstadt als problematisch. "Wir müssen uns heute dem Thema aber auch dort stellen und offensiv in die Diskussion mit der Denkmalpflege eintreten", sagte Höhne. Das Projekt wird von der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen realisiert. Die Umfrage soll möglichst in diesem Jahr abgeschlossen werden. Vor Beginn werde es eine Bürgerversammlung geben, kündigte Christoph Höhne an.

Kommentar: Umdenken nötig

Die Überlegungen, jetzt auch Gebäude in der historischen Altstadt Treuenbrietzens energietechnisch auf einen modernen Stand zu bringen, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Denn auch Innenstädte können langfristig nur attraktiv bleiben, wenn Mieter und Eigentümer dort Möglichkeiten haben, ihre Gebäude für Einsparungen und alternative Energiegewinnung zu ertüchtigen. Dies wird angesichts stetig steigender Energiekosten immer stärker zu einem Standortfaktor. Baulich ist dies aber schwieriger und kostenintensiver als bei modernen Neubauten. Intelligente Lösungen sind gefragt, die über das eigene Haus hinaus gehen. Daher wäre es sinnvoll, die in den zurückliegenden 20 Jahren für die umfassende Sanierung der Substanz geflossene Förderung fortzuführen, um die Quartiere nun zukunftsfähig zu machen.

Von Thomas Wachs

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