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Potsdam-Mittelmark Blütenkönigin Christin Schiffner blickt zurück
Lokales Potsdam-Mittelmark Blütenkönigin Christin Schiffner blickt zurück
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11:16 28.04.2018
Für ein Jahr war Christin Schiffner das Gesicht der Blütenstadt. Quelle: Stadt Werder/Henry Klix
Werder

Für Christin Schiffner (22) geht in zwei Monaten eine aufregende Zeit als Baumblütenkönigin in Werder zu Ende. Etwa 50 Termine liegen hinter der Studentin und bei ihrem letzten wird sie die Krone an die Nachfolgerin übergeben. Im MAZ-Interview erzählt die Glindowerin von Erlebnissen mit ihrem Kleid, über die schönsten Majestätstermine und worauf sie sich nach der Amtszeit am meisten freut.

Frau Schiffner, als Sie zur Blütenkönigin gekrönt wurden, waren Sie mitten in der Prüfungsphase. Haben Sie die Ausbildung zur Geomatikerin trotzdem gut abgeschlossen?

Christin Schiffner: Ja! Ich hatte tatsächlich kurz vor dem Blütenfest eine Prüfung und kurz danach auch noch zwei. Aber es lief alles gut. Danach habe ich nebenberuflich wieder in der Schwimmhalle gearbeitet und mache jetzt von der Wasserwacht aus meinen Ausbilderschein. Und seit Oktober studiere ich wie geplant Geowissenschaften an der Uni Potsdam – das heißt, ich kämpfe mich gerade wieder durch Klausuren.

Das klingt nach einem straffen Programm. Wie haben Sie das Jahr als Majestät erlebt?

Klar war es auch mal anstrengend, aber insgesamt hat es Spaß gemacht. Zusammen mit der Kirschkönigin hätte ich es sogar noch ein Jahr länger gemacht. Wir haben viel gelacht in der Zeit und waren bei einigen Auftritten zusammen, auch weiter weg, zum Beispiel in Oranienburg, Cottbus oder Lauscha beim Kugelmarkt.

Was hat Ihnen am besten gefallen?

Mit der Bürgermeisterin beim Baumblütenumzug im Auto durch die Menge zu fahren, war schon etwas sehr besonderes. Aber auch die Grüne Woche hat viel Spaß gemacht. Obwohl ich am Ende immer noch aufgeregt war, wenn ich auf die Bühne musste. Vor so vielen Menschen in der knackevollen Brandenburg-Halle zu reden, ist schon nicht so leicht.

Hand aufs Herz: Können Sie Ihr Kleid noch sehen?

Nach der Grünen Woche war ich tatsächlich froh, dass es ein paar Tage in der Reinigung war und nicht in der Wohnung hing. Zumal mir am letzten Tag jemand ein ganzes Tablett Wein drüber geschüttet hat.

Krone und Schärpe sollen einen Ehrenplatz bekommen

Was haben Sie gedacht, als Sie es kurz vor der Inthronisierung auf der Bismarckhöhe zum ersten Mal gesehen haben?

Ganz schön rosa! Ich meine, ich wusste ja, dass es rosa wird und ich bin froh, dass es nicht blau oder grün ist. Aber ich trage sonst eher kein Rosa. Dennoch ist es schön so wie es ist.

Und es passt auch noch?

Ja, ich musste allerdings mein Schwimmtraining etwas herunterfahren, da es an den Schultern sonst etwas zu eng geworden wäre.

Wird das Kleid einen Ehrenplatz in der Wohnung bekommen?

Das einzige, was draußen bleiben wird, ist die Krone, weil die wirklich sehr schön ist und vielleicht auch die Schärpe. Das Kleid hängt auf drei Bügeln und lässt sich schlecht irgendwo aufhängen.

Haben Sie als Baumblütenkönigin neue Ecken von Werder kennengelernt?

Nein, ich kannte eigentlich schon alle, weil ich ja hier groß geworden bin. Durch meine Mama kannten mich auch fast alle in Werder. Neu war aber, dass ich bei der Tour über die Obsthöfe zum Blütenfest bei jedem Hof ein Glas Wein getrunken habe. Das waren am Ende so 20 Gläser und ich war sehr froh, dass ich zwei Flaschen Wasser dabei hatte.

Tipp der Majestät: Ausreichend Wasser und warme Kleidung

Auf was freuen Sie sich, wenn Sie den Blütenthron geräumt haben?

Am meisten freue ich mich auf den Urlaub im Sommer. Mit meinem Freund zusammen geht es drei Wochen nach Kanada. Insgesamt wird es aber auch schön sein, wieder ein bisschen mehr Zeit zu haben, zum Beispiel für den Verein, wo ich als Rettungsschwimmerin und Sanitäterin tätig bin. Ich möchte gerne mal wieder ins Templiner Strandbad gehen oder meinen Freund beim Fußball in Töplitz am Spielfeldrand anfeuern. In meiner Amtszeit gibt es aber auch noch zwei Dinge, auf die ich mich sehr freue. Im März geht es nach Österreich in den Skiurlaub. Das ist zu einer kleinen Tradition geworden. Wir fahren immer zu einem Familienbauernhof und nehmen natürlich Werder-Wein für die Besitzer mit. Außerdem holen wir uns demnächst zwei Hasen nach Hause. Ich hatte seit ich sechs Jahre alt war immer Hasen und jetzt anderthalb Jahre keinen. Mein Freund wollte eigentlich einen Hund, aber das geht in der Wohnung schlecht.

Was geben Sie Ihrer Nachfolgerin mit auf den Weg?

Sie sollte immer Turnschuhe und Wasser dabei haben. Warm anziehen ist auch wichtig, vor allem in der Baumblütenwoche.

Lese Sie auch: Das hat die Blütenkönigin 2016, Cindy Linke, im MAZ-Interview gesagt.

Aktuell noch keine Bewerbungen

Die Frist für Bewerbungen auf den Blütenthron endet am 28. Februar. Bis Freitag ist noch keine im Rathaus eingegangen, wie Stadtsprecher Henry Klix auf MAZ-Anfrage sagte. Es sei allerdings nicht unüblich, dass sie erst kurz vor Fristende kommen.

Die Blütenkönigin soll mindestens 18 Jahre alt sein, in Werder oder einem der Ortsteile wohnen und Spaß daran haben, die Blütenstadt zu repräsentieren. Gefragt sind eine natürliche Ausstrahlung und tiefe Verbundenheit zum Werderaner Havelland.

Von Luise Fröhlich

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