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Potsdam-Mittelmark Stadt wartet auf finale Angebote der Investoren
Lokales Potsdam-Mittelmark Stadt wartet auf finale Angebote der Investoren
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12:05 22.02.2018
2016 hat die Stadt Werder die Thermen-Baustelle übernommen, nachdem sie sich von der Kristall-Bäder-AG getrennt hat. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Werder

Die Suche nach einem geeigneten Investor für die Blütentherme in Werder geht in die heiße Phase. Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, steht das Ausschreibungsverfahren für den Fertigbau und den Betrieb des Bades kurz vor dem Abschluss. „Die teilnehmenden Bieter des Vergabeverfahrens sind aufgefordert, im März ihre finalen Angebote abzugeben“, erklärt Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Wie viele Bieter teilnehmen, verrät das Rathaus aus Wettbewerbsgründen noch immer nicht. Acht Interessenten hatten sich im Mai vorigen Jahres auf die Vorinformation gemeldet. Ob alle auch ein Angebot machen, ist unklar.

Sobald die finalen Angebote ausgewertet sind, werden der Badausschuss und die Stadtverordnetenversammlung in das Verfahren involviert – allerdings hinter verschlossenen Türen. Für den 14. und 21. Februar sind nicht öffentliche Treffen des Fachausschusses unter Vorsitz von Anja Spiegel (SPD) im Sitzungskalender vorgesehen. „Danach wird über weitere Schritte entschieden“, sagt Manuela Saß.

„Mir wäre ein schnelleres Verfahren lieber gewesen“

Die Werderaner warten seit dem Beschluss der Stadtverordneten am 9. März 2017 darauf, dass es konkret wird. Doch bis das Rathaus den Namen des Investors, der die als Millionengrab betitelte Baustelle am Großen Zernsee übernimmt, nennt, wird es noch eine Weile dauern. Denn die Verwaltung gibt ihre Zuschlagsempfehlung zunächst an die Stadtverordneten, die einen Beschluss fassen, über den der Bieter informiert wird. Er hat dann das Recht, das Vergabeverfahren innerhalb einer gesetzlich vorgegebenen Frist überprüfen zu lassen, wie die Bürgermeisterin zuvor auf MAZ-Anfrage erklärt hatte. Rund 16 Millionen Euro hat die Stadt bislang in die Therme gesteckt und es wird jeden Tag mehr. Gas, Wasser, Strom, Kameraüberwachung sowie die Bewirtschaftung der Therme und des Grundstücks haben 2017 etwa 140 000 Euro gekostet, wie Manuela Saß auf MAZ-Nachfrage bestätigte

Auch wenn die Baustelle seit Ende 2014 ruht, herrsche kein Stillstand für Werders neues Bad, betonte sie. Im Vergabeverfahren habe man den Bietern ausreichend Zeit einräumen müssen, um ihre Konzepte zu erarbeiten und anzupassen. Bei dem Verfahren seien umfassende Vorschriften zu beachten. „Mir wäre wie vermutlich allen Werderanern ein schnelleres Verfahren lieber gewesen, aber wir sind an Recht und Gesetz gebunden“, erklärt die Stadtchefin. Nach einem intensiven Austausch mit den Bietern in den zurückliegenden Monaten freue sie sich nun auf die finalen Angebote. Auf ein Datum fürs Anbaden wollte sie sich zuletzt aber nicht festlegen. Vor sechs Jahren sollte das Bad ursprünglich öffnen.

Deal mit der Kristall-Bäder AG platzte

Trotz schlechter Erfahrungen mit der fränkischen Kristall Bäder AG entschieden die Stadtverordneten mehrheitlich, wieder einem privaten Investor die Zügel in die Hand zu geben. Bei der Grundsteinlegung im Oktober 2011 hatte der damalige Geschäftsführer Frank Nägele von einem „Rundumsorglos-Vertrag“ gesprochen, mit dem sich die Stadt glücklich schätzen könne. Mehrkosten für den Bau versprach die Bäder AG zu zahlen. 18 Millionen Euro sollte das Bad kosten, die Stadt streckte vor und verließ sich auf das Rückzahlungsversprechen der Kristall Bäder AG. Doch der Deal platzte mitten in den Bauarbeiten, sieben Eröffnungstermine verstrichen und die Therme wurde zum verwaisten Millionengrab. 2016 übernahm die Stadt den Rohbau.

Vergabeverfahren läuft seit April

Das europaweite Vergabeverfahren hatte im April 2017 begonnen. Die Blütentherme soll in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vergeben werden.

Im Teilnahmewettbewerb wurde zunächst die Eignung der Bewerber geprüft. Im nächsten und noch laufenden Schritt, dem Verhandlungsverfahren, haben die ausgewählten Bieter ihre konkreten Angebote für die Fertigstellung und den Betrieb der Therme erarbeitet und erörtert.

In dem Vergabeverfahren wird nach einem Partner gesucht, der das Projekt betriebswirtschaftlich optimiert und nachhaltig überplant und fertigstellt sowie langfristig wirtschaftlich tragfähig betreibt und instand hält.

Nach mehrheitlichem Wunsch der Stadtverordneten soll gegenüber dem baugenehmigten Projekt besonders ein Familienbereich für die neue Wellnesstherme ergänzt werden.

Von Luise Fröhlich

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