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Blütentherme: Werder sucht privaten Investor

Verkauf ausgeschlossen Blütentherme: Werder sucht privaten Investor

Die Blütentherme in den Havelauen in Werder (Potsdam-Mittelmark) soll von einem privaten Investor zu Ende gebaut und später betrieben werden. Das haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend mehrheitlich entschieden. Doch ein passender Kandidat wurde trotz mehrerer Angebote bislang noch nicht gefunden.

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Verwaiste Baustelle: Seit 2014 ruht der Rohbau in den Havelauen.

Quelle: dpa

Werder. Auf ein Neues: Mehrheitlich haben Werders Stadtverordnete bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend dafür gestimmt, dass die Blütentherme in den Havelauen von einem privaten Investor zu Ende gebaut und betrieben wird. Mit 17 Ja- und neun Gegenstimmen hat sich der CDU-Antrag durchgesetzt. Alternativ-Vorschläge der Grünen und SPD scheiterten.

In den Grundzügen der damaligen Baugenehmigung soll das Bad nun zu Ende gebaut werden. Die Werderaner warten seit fünf Jahren aufs Anbaden. „Nach der Entscheidung wollen wir die Fertigstellung und Verpachtung jetzt schnellstmöglich ausschreiben“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Ein Verkauf der Therme sei ausgeschlossen.

Weitere 10 Millionen Euro nötig

Die Stadt Werder gibt mit diesem Beschluss wieder einem privaten Partner die Zügel in die Hände, obwohl sie mit der fränkischen Kristall Bäder AG schlechte Erfahrungen gemacht hat. Bei der Grundsteinlegung im Oktober 2011 hatte der damalige Geschäftsführer Frank Nägele von einem „Rundumsorglos-Vertrag“ gesprochen, mit dem sich die Stadt glücklich schätzen könne. Mehrkosten für den Bau versprach die Bäder AG zu zahlen. 18 Millionen Euro sollte das Bad kosten, die Stadt streckte vor und verließ sich auf das Rückzahlungsversprechen der Kristall Bäder AG. Doch der Deal platzte mitten in den Bauarbeiten, sieben Eröffnungstermine verstrichen und die Therme wurde zum verwaisten Millionengrab. Rund 16 Millionen Euro sind seitens der Stadt geflossen. Gutachtern zufolge sind für die Fertigstellung weitere zehn Millionen Euro nötig.

Geld fließt erst bei geöffneter Therme

Das Projekt allein zu stemmen, kommt nicht infrage: „Als Bürgermeisterin bin ich keine Bademeisterin. Es gibt kompetente und starke Unternehmen mit einschlägigen Erfahrungen am Markt, die das besser können“, so Saß. Zudem will man sich dem Partner nicht schutzlos ausliefern. „Erst für eine vertragsgerecht fertiggestellte und vertragsgerecht geöffnete Therme fließt Geld “, sagte Peter Kreilinger (CDU), Vize-Vorsitzender des Badausschusses.

Wie berichtet, hat das Interessenbekundungsverfahren CDU-Aussagen zufolge aussichtsreiche Angebote ergeben. Sechs Bieter hatten sich gemeldet und sich für den Kauf der Therme interessiert. Für drei von ihnen kam auch eine Pacht infrage. In mehreren nichtöffentlichen Sitzungen des Badausschusses konkretisierten einige Bieter ihre Angebote. Nach Aussage von Robert Dambon (SPD) hingegen könne man den idealen Partner nicht finden, das hätten die Angebote gezeigt. Ilona Klapper (Grüne) forderte indes, die geänderte Fassung des CDU-Antrags noch einmal im Badausschuss zu beraten, bevor eine Entscheidung fällt. Dies lehnten die Stadtverordneten ab. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir den richtigen Partner finden und an einem Strang ziehen“, erklärte Sigmar Wilhelm (Freie Bürger).

Von Luise Fröhlich

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