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Potsdam-Mittelmark Blumenhändler investiert Millionensumme
Lokales Potsdam-Mittelmark Blumenhändler investiert Millionensumme
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02:15 23.10.2017
In Bad Belzig entsteht ein Gewächshaus für sieben Millionen Euro. Quelle: dpa
Bad Belzig

Das Unternehmen „Blume 21“ wird der neue Nachbar des Mercedes-Autohauses im Bad Belziger Gewerbegebiet Seedoche. Die Stadtverordnetenversammlung von Bad Belzig hat in ihrer jüngsten Sitzung den entsprechenden Verkaufsbeschluss für die aktuell brach liegende Fläche und den erforderlichen Bebauungsplan bestätigt. Knapp 53 000 Quadratmeter Fläche wechseln damit den Besitzer.

Bereits im kommenden Frühjahr soll mit dem Aufbau einer Gewächshausanlage vom Typ „Venlo“ begonnen werden. Ist dieser abgeschlossen, werden die Glashäuser eingerichtet, so dass das Gärtnern beginnen kann. Damit könnten bereits im Sommer des kommenden Jahres die ersten in Bad Belzig herangezogenen Pflanzen den Weg hinaus in die Welt nehmen.

Torsten Miedzianowski, Aliyev Rovshan, Elchan Dshumschudow (v.l.) sind die Köpfe hinter „Blume 21“. Quelle: Christiane Sommer

Aliyev Rovshan, Geldgeber und Unternehmer aus Minsk, ist sich sicher, dass dieser enge Zeitplan zu halten ist. Die Investitionssumme für den Aufbau der geplanten Gewächshausanlage beläuft sich nach seiner Aussage auf insgesamt sieben Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt durch ihn selbst und eine weitere Geldgeberin aus Baku in Aserbaidschan.

Rovshan, der in Minsk bereits eine Gewächshausanlage betreibt, verfügt nach eigener Aussage über 30 Jahre Berufserfahrung. In Bad Belzig will der Weißrusse Saisonpflanzen, Schnittblumen und Zimmerpflanzen produzieren und an Wiederverkäufer veräußern. Aktuell kauft er seine Ware noch in den Niederlanden ein – wie die meisten anderen Gartenbaubetriebe, die über Grenzen hinweg mit Pflanzen handeln. Rovshan hofft, über das neue Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit hiesigen Pflanzenhändlern ausbauen zu können. Gute Geschäftsbeziehungen gebe es beispielsweise bereits mit dem in Luckenwalde ansässigen Gartenbaubetrieb Meyer Blume.

Noch drei ungenutzte Flächen

Die Elektrowärme Belzig GmbH, das Autohaus Schumann und die Wohn- und Werkstätten Theodor-Fliedner siedelten sich 1994 als erste Unternehmen im Gewerbegebiet Seedoche an.

Es ist 22,5 Hektar groß, die veräußerbare Nettofläche (ohne Wege und Grünanlagen) beträgt 175 000 Quadratmeter.

Nach dem Verkauf von 53 000 Quadratmeter Fläche an die Blume 21 GmbH und dem Ansiedlungsvorhaben der Christinenbrunnen GmbH gerät das Gewerbegebiet an seine Grenzen.

Lediglich drei kleinere Flächen sind noch ungenutzt.

Für eine haben die Wohn- und Werkstätten Theodor-Fliedner bereits Interesse signalisiert.

„Um Frachtkosten zu sparen, will Aliyev Rovshan ein Gewächshaus zwischen Holland und Russland aufbauen“, sagt Torsten Miedzianowski aus Feldheim. Der Unternehmer, der wiederum in Bad Belzig ein Geschäft betreibt, fungierte in den zurückliegenden Wochen, während das Projekt die städtischen Ausschüsse passierte, bereits als Mittler zwischen dem Unternehmer aus Weißrussland und der städtischen Verwaltung.

Er sagt, dass Rovshan sein Vorhaben ursprünglich in Kloster Lehnin verwirklichen wollte. Die optimale Anbindung des Bad Belziger Gewerbegebietes zur Autobahn, die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und letztendlich auch der Wohnort des künftigen Geschäftsführers von „Blume 21“ gaben schließlich aber den Ausschlag für die Ansiedlung in der Kreisstadt.

Als Geschäftsführer für „Blume 21“ stellen Rovshan und Miedzianowski den in Bad Belzigs Ortsteil Kuhlowitz/Preußnitz lebenden Elchan Dshumschudow vor. Der ist 49 Jahre alt, von Beruf Kunstmaler sowie Autohändler und lebt hier bereits seit 1990.

Die drei Geschäftsleute sind sich sicher, dass der Bedarf an Pflanzen aus der Region groß ist und „Blume 21“ eine Marktlücke abdecken wird. Vergleichbares gebe es in der Region noch nicht. 16 Arbeitsplätze wollen sie in der Produktion etablieren, drei weitere sind in der Verwaltung geplant.

Ist der Aufbau der Gewächshausanlage erst einmal abgeschlossen und die Produktion angelaufen, will Aliyev Rovshan Teil zwei seiner Projektidee im Gewerbegebiet Seedoche verwirklichen: eine Baumschule auf dem selben Gelände.

Von Christiane Sommer

Katharina Franck ist Musikerin und Literatin zugleich. In den späten 80ern wurde sie mit ihrer Band Rainbirds berühmt. „Blueprint“ wird noch heute im Radio gespielt. Doch die Zeit ihrer Freude ist gleichzeitig die ihres Schmerzes – und inzwischen wandelt sie seit langer Zeit auf Solofaden. Abseits des Mainstreams, Samstag in Wiesenburg.

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