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Boerkaas ist der Renner

Der Brücker Adventsmarkt bietet Spezialitäten aus aller Welt Boerkaas ist der Renner

Die eigentlich weißen Zelte rund um den Marktplatz in Brück leuchteten in bunten Farben. Dazwischen gab es kaum ein Durchkommen. Der Adventsmarkt in dem Planestädtchen zieht mit seiner besonderen Atmosphäre viele Besucher aus der Umgebung an.

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Der Boerkaas (dt. Bauernkäse) am Stand von Anke und Fred de Koning kam bei den Marktbesuchern gut an. Foto: A.K.

Brück. Zu den Besonderheiten des Marktes gehört das Konzert der Brücker Schüler, mit dem das Treiben beginnt.

Dicht drängten sich die Besucher dann um den Stand von Familie de Koning. Fred und Anke sind seit Jahren vom Weihnachtsmarkt nicht mehr wegzudenken. Fred de Koning ist Niederländer und versucht, ein Stück seiner Heimat in den Fläming zu holen. Neben Klompen, wie die Holzpantinen auf holländisch heißen, gibt es Boerkaas, Bauernkäse. Insgesamt 15 Sorten sind im Angebot. Eine gute Gelegenheit, sich mit etwas Exotischem einzudecken. Denn wann sonst kann man schon mal vor der Haustür Käse mit Senf, Bockhornklee, Brennessel oder Honigklee erwerben. "Ich freue mich schon das ganze Jahr darauf, hier einkaufen zu können", bekennt Heike Thiele.

Nur wenige Stände weiter zogen Kinderwagenmuffs, Entenkissen, Puppen und mit Dinkel gefüllte Wärmekissen für Kinder das Interesse der Besucher auf sich. Karina Paepcke aus Wenzlow hat alles gemeinsam mit ihren drei Kindern angefertigt. Nach einem Krankenhausaufenthalt hatte sie vor ein paar Jahren das Nähen für sich entdeckt. Seitdem entwirft, näht und häkelt sie mit wachsender Lust und Passion. Ihr Mann Stefan Schulz, der aus Brück stammt, schlug ihr vor, auf dem Weihnachtsmarkt seines Heimatortes zu verkaufen.

Die weiteste Anreise hatten die Weihnachtskrippen aus Bethlehem. Die kleinen Kunstwerke wurden in einer palästinensischen Behindertenwerkstatt gefertigt. "Im Rahmen eine Studienreise nach Israel haben wir die von einem Deutschen geleitete Einrichtung besucht", berichtet Pfarrer Helmut Kautz. Daraus entstand die Idee, die Krippen, deren Verkaufserlös komplett zurückfließt, in Brück zu verkaufen. "Es ist Hilfe zur Selbsthilfe", sagt Kautz. Die Brücker unterstützen es gern.

Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann war begeistert von dem Treiben an der Lambertus-Kirche und dem Marktplatz. "Dank an alle, die dies möglich gemacht haben." Amtsdirektor Christian Großmann lobte es ebenfalls. "Es ist der gesellschaftliche Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit." Jutta Felgenträger vom Gewerbeverein Brück atmet am Abend auf. Der Markt war ein Erfolg, was daran zu erkennen war, dass die meisten Besucher noch nach dem offiziellen Ende um 18 Uhr den Abend beim Glühwein und Gesprächen zwei Stunden länger genossen.

Von Andreas Koska

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