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Borkheide: Ersatzlehrer lange gesucht

Unterrichtssausfall Borkheide: Ersatzlehrer lange gesucht

Wenn Lehrer ausfallen, sind Ersatzkräfte spontan oft schwer zu bekommen und Unterrichtsausfall so nicht selten vorprogrammiert. Davon konnte die Hans-Grade-Grundschule in Borkheide (Potsdam-Mittelmark) in den zurückliegenden Monaten ein Lied singen.

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Strahlende Gesichter: Die Borkheider Grundschüler freuen sich, dass die Lehrerproblematik an ihrer Schule wieder gelöst ist.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Die Aufregung war groß. So groß wie der Mangel an Lehrkräften, der in den zurückliegenden Monaten der Hans-Grade-Grundschule in Borkheide zu schaffen machte. Mit einiger Mühe konnte der Unterricht nun jedoch wieder regulär abgesichert werden. Zusätzlich zu den in dieser Jahreszeit häufig auftretenden Erkältungserkrankungen und der grassierenden Grippe, musste Schulleiterin Ines Glumm seit kurzem noch auf zwei junge Kolleginnen verzichten. Beide sind schwanger.

Bei einem kleinen Kollegium mit nur 13 Kollegen keine einfache Aufgabe. „Es ist uns aber gelungen zwei junge Lehrerinnen zu gewinnen, die ab sofort den Unterricht leiten werden“, sagt die Chefin der Schule nun zufrieden. Die beiden neuen Kräfte kommen direkt von der Universität und haben diese mit einem Master abgeschlossen. „Sie werden voraussichtlich bis zum Sommer bleiben und sich dann um ein Referendariat bewerben“, erklärt Glumm. „Die dann vakanten Stellen werden aber schon jetzt ausgeschrieben“, berichtet die Schulleiterin.

Keine einfache Aufgabe

Mit dem Vertretungsproblem steht die Borkheider Chefin nicht allein da. „Der Vertretungsbedarf ist im Moment an allen Schulen erhöht, da die saisonale Grippe kräftig ihr Unwesen treibt“, bestätigt Schulrätin Heike Noll. Jedoch seien auch viele Schüler erkrankt. „So kann manches dadurch ausgeglichen werden“, bestätigt die Schulrätin auf MAZ-Anfrage. Im Staatlichen Schulamt in Brandenburg an der Havel wird zwischen den kurzfristig Erkrankten und den langfristigen Vertretungen unterschieden. Die Behörde verweist auf das „Vertretungsbudget“.

„Wenn die Schulen hier vorgearbeitet haben und Vertretungslehrer auf ihrer Liste haben, kann innerhalb von zwei Tagen eingestellt werden“, sagt Heike Noll. Falls langfristige Vertretung notwendig ist, werden die in einer Bewerberdatei zusammengefassten Lehrer angeschrieben und ihnen die Stellen angeboten. Die Schulrätin bestätigt, dass dies mitten im Schuljahr dann überwiegend Lehrkräfte sind, die ihr erstes Staatsexamen bestanden haben und nun auf ihr Referendariat warten.

Lehrkräfte, die auf ihr Referendariat warten

Eine Lösung, die auch in Borkheide gegriffen hat. „Aber auch Lehrkräfte aus Schulen in Freier Trägerschaft oder qualifizierte Seiteneinsteiger nutzen die Möglichkeit, um in den öffentlichen Schuldienst zu kommen“, erklärt Noll. Auf das Vertretungsbudget setzt auch Ilona Zehnsdorf. „Falls Kolleginnen kurzfristig erkranken, haben wir Vertretungskräfte, grundsätzlich sind alle Stellen besetzt“, teilt die Schulleiterin der Wiesenburger Grundschule „Am Park“, mit.

Von Andreas Koska

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