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Wilhelm Pieck sponserte in Borkheide Dreiräder

Neues Heft zur Ortsgeschichte erschienen Wilhelm Pieck sponserte in Borkheide Dreiräder

Die Geschichte geht weiter. Das neue Heft zur Borkheider Ortshistorie setzt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an. Doch im Gegensatz zur ersten Chronik von 1997 verfolgt Macherin Heike Günther eine anderes Konzept.

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Lustige Genossen: Die Mitglieder der Borkheider SED-Ortsgruppe 1948 in vergnüglicher Runde

Quelle: Ortschronik

Borkheide. Lange mussten die Borkheider warten, dass die Geschichte weiter geht. 19 Jahre ist es her, als Manfred Günther den ersten Teil der Borkheider Chronik präsentierte. Darin beleuchtet er die Gründungsjahre der Waldsiedlung, seine Darstellung schließt mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nun hat das Werten ein Ende: Heike Günther, Tochter des Autoren des ersten Teils, knüpft an die Arbeit ihres Vaters an. Teil 2 ist jetzt im Handel zu haben.

Heike Günther, vor zwei Jahren zur Chronistin ernannt, hatte schon am ersten Band mitgearbeitet hatte. Anders als ihr Vater, möchte sie keinen abgeschlossenen Band liefern. „Es gilt, das Interesse an Geschichte permanent wach zu halten“, betonte Günther bei der Vorstellung des Heftes. „Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Borkheide“ ist die Reihe überschrieben, die in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll. „Deshalb werden wir jeweils ein Titelthema haben und dazu weitere Beiträge“, erklärte die Historikerin anlässlich der Vorstellung des Heftes im Restaurant „Fliegerheim“.

Heike Günther präsentierte das neue Heft zur Ortsgeschichte

Heike Günther präsentierte das neue Heft zur Ortsgeschichte.

Quelle: Andreas Koska

Bei ihrer Forschung wird sie von der aus sieben Personen bestehenden Geschichtswerkstatt unterstützt. Die Erzählungen und Berichte der Damen finden dann Eingang in das Heft. So berichtet die ehemalige Leiterin des Kindergartens in Borkheide, Christa Nagel, vom Besuch beim Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck. Sie brachte mehrere Dreiräder und ein Tretauto mit. „Bevor die Fahrzeuge von den Kindern genutzt werden konnten, wurden sie im ,Fliegerheim’ ausgestellt“, erzählt sie von der Episode vor 60 Jahren.

Nicht ganz so lange her ist die Erinnerung von Anette Mahs. Ihre Gärtnerei wurde vor zehn Jahren zur Kulisse für die ZDF-Serie „Unser Charly“ und der Schimpanse tobte über das Gelände. Ein Porträt des Mitbegründers der Waldsiedlung Borkheide, Georg Rothgiesser sowie ein Interview mit der Band „Kurzschluss“ umrahmen die Beiträge aus der unmittelbaren Nachkriegszeit von 1945 bis 1953.

Facetten aus der Heimatgeschichte

In kurzen Kapitel beleuchtet Günther die unterschiedlichsten Aspekte dieser Jahre. Sie beginnt mit der „Stunde Null“, als die letzten Kämpfe in den Wäldern wüteten und die Borkheider erst am 10. Mai 1945 erfuhren, dass der Krieg aus ist. Sie erinnert an die Enteignungen der Betriebe im Ort, die ersten Wahlen, den Baumkronenbrand im Frühjahr 1953 bis zum Neubau der Schule.

Die Borkheider Schule im Jahre 1950

Die Borkheider Schule im Jahre 1950.

Quelle: Ortschronik

„Der Dank gebührt Frau Günther, wir haben gemeinsam über die Themen gesprochen und waren im ständigen Kontakt, aber was sie uns hier vorlegt ist wunderbar“, lobte Bürgermeister Andreas Kreibich das 55-seitige Werk. Dass Heike Günthers Begeisterung andere mitzieht, zeigt sich am Beispiel von Barbara Schmiel. Sie kommt eigens zu den Geschichtswerkstatttreffen aus Bonn nach Borkheide. „Ich las in der Zeitung von ihrer Arbeit an der Chronik und nahm Kontakt auf“, erinnert sich die Dame. Ihre Eltern hatten 1928 ein Grundstück in Borkheide erworben, das Barbara Schmiel nach der politischen Wende wieder in Besitz nehmen konnte. Die passionierte Ansichtskartensammlerin bereichert mit ihren Bildansichten die Treffen.

Ortsjubiläum als Schwerpunkt des nächsten Heftes

Für das Jahresheft 2017 gibt es schon erste Pläne für ein Schwerpunktthema, die Gemeinde wird 80 Jahre alt, der Sportverein 70 und vielleicht wird die Geschichte des Gaststätte „Fliegerheim“ genauer beleuchtet. „Es ist gut vorstellbar, dann auch über die Schule und den Kindergarten zu schreiben“, die Ideen gehen Heike Günther nicht aus und so scheint das Fortbestehen der Reihe für die nächsten Jahre gesichert, die davon ausgeht, dass die 300 Exemplare des ersten schnell vergriffen sein dürften.

info: Heike Günther, Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Borkheide, Jahresheft 2016, 9 Euro, erhältlich unter anderem in der Gärtnerei Mahs, im Friseursalon sowie im Gemeindebüro.

Von Andreas Koska

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