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Borkheide hat jetzt einen Flächennutzungsplan

Ortsentwicklung geregelt Borkheide hat jetzt einen Flächennutzungsplan

Ab sofort hat die Gemeinde Borkheide einen Flächennutzungsplan. Nach mehr als 15 Jahren kann damit geregelt werden, wo künftig Wohn- und Gewerbeansiedlung möglich ist – und wo nicht. Fehlt nur noch die Genehmigung des Papiers von zwei Aufsichtsbehörden. Potenzielle Bauherren warten schon darauf.

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Quelle: Andreas Koska

Borkheide. Nach gut anderthalb Jahrzehnten könnte es bald soweit sein: Borkheide erhält einen Flächennutzungsplan. Er soll grundsätzlich festlegen, wo Wohn- und Gewerbegebiete entstehen oder Lückenschluss stattfinden kann und wo andere Entwicklungen vorgesehen sind.

Nach Absprachen mit der gemeinsamen Landesplanungsbehörde Berlin-Brandenburg wurde der zweite Entwurf aus dem Vorjahr noch einmal reduziert. Eine zwei Hektar große Fläche südlich der Beelitzer Straße ist nun nicht mehr in dem Papier erfasst. Nach der Auslegung der neuen Version wurden in der jüngsten Gemeindevertretersitzung die eingegangenen Einwände bewertet.

27 Einwohner wollen eine Erweiterung des Siedlungsgebietes. Denn sie befürchten, dass ihre Grundstücke unter anderem an der Reesdorfer Straße und im Fuchspass an Wert verlieren, da sie als Wald ausgewiesen sind. „Sie sind schon jetzt im Außenbereich, wo es starke Einschränkungen gibt“, sagte Christian Großmann. Die Tatsache bleibe vom Flächennutzungsplan unberührt. Außerdem verwies der Amtsdirektor auf den Bestandschutz. Freilich werden die Anlieger dort ihre Gebäude nicht erheblich erweitern und umbauen können, da die dafür Genehmigungen sicherlich nicht erteilt würden.

Die Forst wiederum hätte gern noch mehr Wald in den Unterlagen fixiert. „Sie sollte bei ihrem Leisten bleiben und sich nicht als Planungsbehörde aufspielen“, kommentierte der Chef der Amtsverwaltung offen. „Die Fachbehörde kann ihre Forderungen stellen, wenn Bauanträge gestellt werden“, so Christian Großmann.

Für Andras Kreibich ist der Flächennutzungsplan ein Meilenstein bei der Weiterentwicklung der von Wachstum geprägten Kommune. „Wir erhalten viele Bauanfragen“, berichtet der Bürgermeister „Allerdings wurde uns stets angedeutet, dass weitere Bebauungspläne (für Neubauten) und die Ergänzungssatzung (für Lückenschluss) ausschließlich auf dieser Grundlage genehmigt werden“, stellte das Ortsoberhaupt fest. Jetzt fehlt lediglich die abschließende Genehmigung durch Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark und Landesplanungsbehörde. Letztgenannte soll schon eine wohlwollende Prüfung signalisiert haben.

Seit den 90-er Jahren wurde in Borkheide an einem Flächennutzungsplan gearbeitet. Die vom Treuenbrietzener Büro Ernicke erarbeiteten Unterlagen waren vor 15 Jahren aber erst einmal auf Eis gelegt worden, da es den Gemeindevertretern die Ausgaben dafür seinerzeit als zu teuer erschienen. 2010 erhielt das Planungsbüro noch einmal den Auftrag, gab ihn aber, als es aus Altersgründen aufgelöst wurde, zurück. Der neue Planer, Olaf Lindenau wurde 2013 bestellt und sah sich ebenfalls gezwungen die Aufgabe abzugeben, da sein Dienstherr, die Stadt Beelitz eine Interessenkollision befürchtet hatte. Das Werk ins Ziel geführt hat das Büro Plan-Faktur mit Ralf Rudolf und Dennis Grüters aus Berlin.

Auch in Borkwalde hofft man demnächst den beschlussreifen Entwurf auslegen zu können. Dort sind Politik Verwaltung und Planer ebenso lange an der Arbeit.

Von Andreas Koska

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