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Potsdam-Mittelmark Borkheide wird nicht Hans-Grade-Gemeinde
Lokales Potsdam-Mittelmark Borkheide wird nicht Hans-Grade-Gemeinde
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00:39 13.09.2015
John Peter Dostal und Edda Haage würden an diesem Schild gern Hans Grade geehrt wissen. Quelle: Andreas Koska
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Borkheide

Der Name von Hans Grade wird nicht auf den Ortseingangsschildern von Borkheide auftauchen. Das Anliegen von John Peter Dostal und Edda Haage (beide SPD), ein Votum für den Antrag auf den Zusatznamen zu erhalten, ist knapp gescheitert.

Der Motorflugpionier, der auf diese Weise eigentlich geehrt werden sollte, war 1910 von Magdeburg ins damalige Bork übergesiedelt. Dort konstruierte er Flieger und Autos, die auf dem Flugplatz getestet wurden.

Zwar stimmten nach einer emotionalen Diskussion acht Abgeordnete dafür, aber auch vier – Frank Seibicke, Uwe Schomburg, Elke Pollack (alle SPD) sowie Wolfgang Nagorsni (CDU) – dagegen. Die für solch bedeutende Entscheidung laut brandenburgischer Kommunalverfassung notwendige Dreiviertel-Mehrheit wurde also verfehlt.

Mehr Tiefgründigkeit gefordert

Frank Seibicke hatte einen Änderungsantrag eingebracht. Er befürwortete grundsätzlich einen Namenszusatz. Allerdings fordert er mehr Tiefgründigkeit. „Wir sollten vorher darüber reden, wie wir die Bürger daran beteiligen und damit einen Prozess in Gang setzen“, so der Abgeordnete. Damit fand er einen Mitstreiter in Uwe Schomburg. Besser als ein Namenszusatz wären Erklärungstafeln zur Persönlichkeit Hans Grades, so der Finanzausschussvorsitzende. „Wer in Borkheide weiß denn über ihn Bescheid?“, lautete sein wohl nicht nur rhetorisch gemeinte Frage.

Jedes Kind, wenn es nach der ehemaligen Schulleiterin der Hans-Grade-Grundschule geht. Sie widersprach daher vehement. „Wir haben uns immer ausführlich mit Hans Grade, der Geschichte der Fliegerei und der Fabrik im Unterricht und Projekttagen beschäftigt“, so Bärbel Borsutzky (Bürgerliste). Sie wäre stolz, den Namen auf dem Ortsschild lesen zu können, setzte sie hinzu. Edda Haage als Antragstellerin war offenkundig enttäuscht. „Der Namenszusatz wäre ein Anfang gewesen, um das Bewusstsein für diese besondere Person in der Ortsgeschichte zu schärfen“, ist die langjährige Abgeordnete überzeugt. Vor allem weil die Benennung relativ unkompliziert sei und dadurch Identifikation geschaffen werden könnte, fügte sie als Erklärung hinzu. Auch für den Ur-Borkheider Andreas Kreibich (für SPD) steht fest: „Hans Grade war für unseren Ort sehr wichtig, er hat die Entwicklung maßgeblich beeinflusst“, so der Bürgermeister. Das ist das Pfund mit dem heute noch gewuchert werden könnte.“

Fronten blieben verhärtet

Es half alles nichts, die Fronten blieben verhärtet. Erstaunlicherweise hat sich der Vorsitzende der Hans-Grade-Gesellschaft nicht an der Diskussion in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung beteiligt. Burckhard Ballin (Bürgerliste) stimmte zwar für den Zusatz, ohne sich aber vorher verbal dafür einzusetzen.

Die Gegner einer sofortigen Beantragung des Namenszusatzes hatten mindestens eine Bürgerumfrage gefordert. Uwe Schomburg drohte gar, einen Bürgerentscheid anstreben zu wollen. Nicht ausgeschlossen die Befragung der Bürger nun gerade noch auf den Weg gebracht wird. Dass der Antrag ad acta gelegt wird, ist bei der letztlich doch vorhandenen Mehrheit nicht gewiss.

„Ich bin jetzt gespannt, was ihr jetzt zu Ehren von Hans Grade tut. In den vergangenen zehn Jahren ist ja nichts wirklich passiert“, beklagte Edda Haage.

Von Andreas Koska

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