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Potsdam-Mittelmark Brandenburger auf dem Weg zum Superstar
Lokales Potsdam-Mittelmark Brandenburger auf dem Weg zum Superstar
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10:47 17.10.2015
Steven Pleisner aus Kuhlowitz ist der aufsteigende Stern am deutschen Schauspielhimmel. Quelle: Stephanie Jung
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Potsdam/Kuhlowitz

Steven Preisner startet gerade richtig durch. Der Schauspieler ist das Gesicht der bundesweiten Werbekampagne der Sparkasse, hat soeben einen Film fürs Kino abgedreht, begeistert in den sozialen Netzwerken seine Fans und sogar in den USA läuft ein Werbespot mit ihm. Der 26-jährige Preisner ist dabei ganz auf dem Boden geblieben: „Meine Familie in Kuhlowitz, mein Partner und mein Studium – das sind Dinge, die für mich zählen.“ Als er zwölf Jahre alt war, zog Preisners Familie aus Berlin ins beschauliche Kuhlowitz im Fläming. „Ich habe das Leben dort geliebt“, sagt Preisner, der vor zwei seinen Lebensmittelpunkt nach Potsdam verlegte, „die Ruhe, die Natur und auch die Freiheiten, die ein Leben auf dem Land mit sich bringt.Ich meine Eltern dort so oft es geht.“ In Bad Belzig machte er sein Abitur und leistete im damaligen Kreiskrankenhaus den Zivildienst ab.

Preisner lebt von der Schauspielerei

So ist es denn auch eher dem Zufall zu verdanken, dass Steven Preisner heute von der Schauspielerei leben kann. „Am Anfang meines Studiums habe ich als Komparse gejobbt“, sagt der angehende Grundschullehrer, „das war recht simpel verdientes Geld in einem spannenden Umfeld. Irgendwann wurde ich dann gefragt, ob ich mir nicht zutrauen würde, auch mal einen Satz zu sagen.“ Und er traute sich. Schauspiel hat Steven Preisner nie studiert, er belegt lediglich einzelne Kurse an einer Schauspielschule. Dafür spielt er seit seiner Kindheit Theater. „Den Film habe ich wirklich nie im Fokus gehabt“, so Preisner, „umso schöner ist natürlich, dass es dennoch geklappt hat.“

„Ich bin kein Traumtänzer“

Im Mittelpunkt steht für Preisner trotz seines Erfolges nicht die Leinwandkarriere. „Auf jeden Fall werde ich zu Ende studieren“, verspricht der Schauspieler, „denn wenn ich etwas anfange, dann ziehe ich das auch durch. Und ich bin kein Traumtänzer.“ Genauso hält er es mit seinem ehrenamtlichen Engagement. Bereits seit fünf Jahren ist Steven Preisner bei der Aktion Schutzengel engagiert. Die Schutzengel ziehen an den Wochenenden durch Brandenburger Diskotheken – allerdings nicht zum Feiern. „Wir klären über die Gefahren von Alkohol am Steuer auf“, erläutert Steven Preisner, „denn wer, so wie ich, selbst auf dem Dorf aufgewachsen ist, kennt so viele Fälle von Alkoholfahrten. Wir machen den jungen Menschen klar, dass das nicht lustig und kein Kavaliersdelikt, sondern lebensgefährlich ist.“

Preisner sagt: „Ich bin kein Traumtänzer.“ Quelle: Jung

Manchmal, so sagt, Steven Preisner, kommt es ihm vor, als habe er drei Leben gleichzeitig. Student, Schauspieler, Schutzengel – das ist ziemlich viel für einen jungen Menschen wie ihn. Preisners Stütze ist dabei sein Lebensgefährte, denn der „hat zum Glück einen ganz normalen Job“, sagt Preisner lachend. „Er holt mich immer auf den Boden zurück, gleichzeitig unterstützt er mich genau wie meine Familie bei allem, was ich mache“, schwärmt Preisner.

Der Traum ist harte Arbeit

Von Rückschlägen lässt der Schauspieler sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Sat1-Serie Mila mit Steven Preisner wurde nach rekordverdächtiger Zeit abgesetzt, aber Preisner geht professionell damit um. „Es gibt eben solche Dinge, das ist ganz normal“, sagt er. Aktuell spielt Preisner eine Hauptrolle in einer Webserie des NDR.

Jungen Menschen, die seinen Weg einschlagen wollen, rät der frühere Kuhlowitzer zu Authentizität. „Man muss immer man selbst bleiben, denn wer sich verstellt, hat keine Chance“, sagt der aufsteigende Stern am deutschen Schauspielhimmel. Er betont: „Es ist harte Arbeit. Aber wenn es dein Traum ist, dann macht es dir trotzdem Spaß.“

Von Saskia Popp

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